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Abschied von der Verkehrsgesellschaft Prignitz

Perleberg Abschied von der Verkehrsgesellschaft Prignitz

Nach fast einem Vierteljahrhundert ihres Bestehens wird die Verkehrsgesellschaft Prignitz zum 1. August aufgelöst. Zum Abschluss hatte die zu 100 Prozent dem Kreis gehörende Gesellschaft noch einmal alle Mitstreiter eingeladen. Am Montag beginnt dann eine neue Zeitrechnung im Prignitzer ÖPNV.

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Der Erste Beigeordnete des Landrats, Christian Müller, verteilte an die VGP-Mitarbeiter, hier Karin Jansen (M.) und Liane Jochinke, kleine Abschiedsgeschenke.

Quelle: Bernd Atzenroth

Perleberg. 24 Jahre und vier Monate lang hat sie existiert, doch ab dem kommenden Montag, 1. August, gibt es die Verkehrsgesellschaft Prignitz (VGP) nicht mehr – Grund genug, zum Abschluss noch einmal allen Mitstreitern in dieser langen Zeit danke zu sagen. Das tat die VGP am Donnerstag im Perleberger Hotel „Stadt Magdeburg“. Und der Saal war voll mit Vertretern von Kreis und Kommunen, den im Auftrag der VGP fahrenden Beförderungsunternehmen und anderer Geschäftspartner und Mitstreiter.

Am Montag wird Liquidator Michael Minning aus Hamburg mit der Auflösung der VGP beginnen. Gleichzeitig nimmt die Nachfolgegesellschaft Prignitzbus ihre Arbeit auf. Damit tritt auch der neue, lange Zeit sehr umstrittene Fahrplan in Kraft. Er ist bereits an den Bushaltestellen ausgehängt, kann aber auch unter www.prignitz-bus.de eingesehen werden.

„Ich denke, dass Prignitzbus das ganz gut hingekriegt hat“, findet die künftige Standortleiterin Perleberg, Karin Jansen. Auch wenn nicht alles gelungen ist: So werden vier Orte im Landkreis gar nicht mehr angefahren, weil sie unter 150 Einwohner haben. „In den Ferienzeiten sind es aber noch mehr“, betont sie. Denn dann sind auch diejenigen Orte ohne Busverbindung, die ansonsten noch am Schulbusnetz angeschlossen sind. „Da müssen Lösungen gefunden werden“, erklärte sie. Die Gespräche dazu laufen aber.

Pritzwalker Stadtbuslinie: Diskussionen über Finanzierung

Erst einmal bis zum Jahresende in unveränderter Form weiterbestehen wird die Pritzwalker Stadtlinie. Sie ist ja ein Pilotprojekt, an dessen Finanzierung sich auch die Stadt Pritzwalk beteiligt. Wie es in Zukunft weitergeht, ist gerade Gegenstand von Gesprächen mit der Stadtspitze. Dabei geht es vor allem um Geld. Karin Jansen fände es aber nicht gut, wenn es nur noch eine Ringrunde geben würde, wie das schon einmal angedacht war. Bei allem Wandel gibt es auch so etwas wie Kontinuität. Denn drei der vier bisherigen VGP-Mitarbeiter werden auch künftig an selber Stelle wie bisher Ansprechpartner für die Bürger sein. Der VGP-Sitz an der Wilsnacker Straße in Perleberg wird auch von Prignitzbus, der neuen Betreibergesellschaft für den ÖPNV im Landkreis, weitergenutzt. Standortleiterin in Perleberg wird dabei Karin Jansen sein, bislang Stellvertreterin des derzeit erkrankten VGP-Geschäftsführers Manfred Prause. Karin Jansen freut sich, dass es diesen Anlaufpunkt weiterhin als Firmensitz und als „Mobilitätszentrale“ gibt. Denn längst nicht alle informieren sich bereits über das Internet: „Ältere Leute kommen noch persönlich vorbei“, sagte sie im Gespräch mit der MAZ. Und da die Prignitzer Bevölkerung immer älter werde, müsse man sich den Gegebenheiten anpassen. Mobilitätszentralen werden auch in Meyenburg, Bad Wilsnack, Wittenberge, Pritzwalk und Lenzen eingerichtet.

Infos: www.prignitz-bus.de

Von Bernd Atzenroth

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