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Prignitz Wiedersehen nach 45 Jahren
Lokales Prignitz Wiedersehen nach 45 Jahren
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00:36 13.03.2018
Der Abschlussjahrgang 1973 hatte sich beim Absolvententreffen am Pritzwalker Gymnasium viel zu erzählen. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

Sie hatten viel zu erzählen, schließlich hatten sich viele von ihnen seit 45 Jahren nicht gesehen – seit ihrem Schulabschluss im Jahr 1973.

Nun, am Tag des Absolvententreffens im Pritzwalker Gymnasium, kamen am Samstag Nachmittag etwa 25 Frauen und Männer, die damals ihre Hochschulreife erworben hatten, im Gymnasium zusammen, tranken zuerst Kaffee und Kuchen, um sich dann Schule und Schulmuseum zeigen zu lassen. Im Anschluss zogen sie sich ins „Birkenwäldchen“ zurück, wo sie den Abend miteinander verbrachten.

Die ehemaligen Pritzwalker Schüler kamen aus ganz Deutschland in ihre Heimat, aus Chemnitz, Hamburg, Bremen und auch von der Insel Rügen –etliche leben auch noch in der Region. Selbst ihr ehemaliger Klassenlehrer Richard Priemuth war gekommen. Der 83-Jährige lebt heute in Seelow und ist dort noch sehr aktiv. So saß er bis vor zwei Jahren sogar noch im Stadtparlament.

Organisiert hatte das Ganze ein Mann, der zwar dem Jahrgang angehörte, aber erst ein Jahr später seinen Abschluss erwarb. Otmar Reichert brach sich 1973 zweimal das Bein und musste deswegen eine schulische Ehrenrunde drehen. „Ich habe viele seit 1973 nicht wiedergesehen“, erzählte der aus Mertensdorf stammende Reichert, der heute in Jena lebt, „da habe ich versucht, mal ein Treffen auf die Beine zu stellen.“ Gesagt, getan. Otmar Reichert begann, mit ehemaligen Klassenkameraden zu telefonieren.

Otmar Reichert trommelte für das Absolvententreffen am Pritzwalker Gymnasium den Abschlussjahrgang 1973 zusammen. Quelle: Bernd Atzenroth

Bis er eine komplette Adressenliste zusammenhatte, dauerte es aber eine Weile: „Beim Dritten, den ich gefragt habe, bin ich fündig geworden“, erzählt er. Zugute kamen ihm auch die heutigen Möglichkeiten über das Internet, Das ermöglichte ihm, das Treffen auf die Beine stellen, ohne dafür eigens in die Prignitz zu reisen, wo noch seine Schwester im gemeinsamen Elternhaus lebt. Und so verschickte er einen Doodle-Link und freute sich jedes Mal, wenn jemand den grünen Haken setzte, der Zustimmung signalisierte. Von den etwa 50 damals jungen Leute, die in zwei Klassen in Pritzwalk ihren Abschluss erworben hatten, fand sich nach 45 Jahren immerhin die Hälfte ein, zum Teil mit Ehepartnern. Letztlich kamen alle, zu denen Otmar Reichert Kontakt bekommen hatte.

Blicke ins Schulmuseum beim Absolvententreffen am Pritzwalker Gymnasium Quelle: Bernd Atzenroth

Für den Termin passte es gut, dass es ohnehin ein traditionelles Absolvententreffen am Gymnasium gibt. Genau zu diesem Tag traf sich auch der Abschlussjahrgang 1973. In der Schule kamen aber noch mehr Menschen zusammen.

Auch viele Jüngere, die noch nicht so lange von der Schule weg sind, nutzten, die Gelegenheit, um vorbeizuschauen. Anne Voß zum Beispiel, die auch schon vor immerhin zwölf Jahren ihr Abitur gemacht, früher auch einmal für die MAZ gearbeitet hat und nun in Wolfsburg lebt.

Wer kam, traf auch auf viele ehemalige Lehrkräfte. Und nicht nur Richard Priemuth hatte bereits vor 45 Jahren an der Schule unterrichtet. Otmar Reichert konnte sich auch noch gut an Rupert Böhm erinnern. Sie alle wurden in der Schule auch bewirtet. Der Erlös des selbst gebackenen Kuchens kam wie der Verkauf von Merchandising-Produkten der Schule dem indischen Hilfsprojekt Asha Vihar zugute, das vom Gymnasium seit über zwei Jahrzehnten unterstützt wird. Am Abend sollte dann noch der Absolventenball folgen, zu dem nicht nur die „Ehemaligen“, sondern auch die aktuellen Elft- und Zwölftklässlerinnen und -klässler in den Prignitzer Hof eingeladen waren.

Kuchenbuffet zugunsten des indischen Hilfsprojektes Asha Vihar beim Absolvententreffen am Pritzwalker Gymnasium Quelle: Brnd Atzenroth

Von Bernd Atzenroth

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