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Ackerbau wie zu Großvaters Zeiten

Granzow Ackerbau wie zu Großvaters Zeiten

Zum achten Mal lud die Granzower Oldtimerbrigade zum Schaupflügen ein. Mit fast 30 Teilnehmern, die ihre alten Trecker präsentierten, und Hunderten Gästen war die Traditionsveranstaltung so gut besucht wie nie.

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Lothar Toppel (r.) aus Damelack und sein Sohn Sven, der die Pferde führte, waren mit ihren Helfern die einzigen Teilnehmer, die beim Schaupflügen mit Pferden arbeiteten.

Quelle: André Reichel

Granzow. Im beschaulichen Dorf Granzow hat man viel übrig für in die Jahre gekommene Technik. Aus diesem Grund haben sich auch rund 30 Einwohner 2008 zur „Oldtimerbrigade“ zusammengeschlossen. Um sich mit Gleichgesinnten bei diversen Oldtimer- und Treckertreffen auszutauschen, ist ihnen seither kein Weg zu weit. Bald schon wurde die Oldtimerbrigade mit Schaupflügen selbst zum Veranstalter. In seiner mittlerweile achten Auflage fand solch ein Schaupflügen am Sonnabend auf einem Feld zwischen Granzow und Gumtow statt. Der Gumtower Landwirt Bernd Teickner stellte die Fläche für diese Veranstaltung dankenswerter Weise zur Verfügung.

Mit uralter Landtechnik rückten frühmorgens nicht nur die Granzower an. Auch aus Söllenthin, Dannenwalde, Groß Werzin und aus vielen anderen Orten knatterten jahrzehntealte Trecker Marke Lanz Bulldog, Fendt und ZT 300 aufs Feld bei Granzow. Knapp 30 Teilnehmer zählte Dieter Wentzel von der Oldtimerbrigade, als er punkt 10 Uhr den symbolischen Startschuss zum Schaupflügen gab, indem er die Teilnehmer für den bevorstehenden Wettbewerb instruierte. Diese bekamen ein bestimmtes Areal zugewiesen und hatten dort entlang einer 40 Meter langen Strecke mindestens sechs Bahnen zu pflügen und das möglichst ordentlich und gerade. Eine Jury bewertete das Ergebnis des Schaupflügens.

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Einen Einblick in den Ackerbau wie zu Großvaters Zeiten erhielten die Besucher eines Schaupflügens im Prignitz-Dorf Granzow. Rund 30 Oldtimerfreunde präsentierten ihre historischen Traktoren. Einer spannte sogar Pferde vor den Pflug.

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Längst hatten sich auch zahlreiche Besucher auf dem abgeernteten Getreidefeld eingefunden, die das bunte Treiben mit großem Interesse verfolgten. Hunderte Meter lang erstreckten sich die Reihen der am Straßenrand geparkten Autos. „So viele Teilnehmer und Besucher hatten wir wohl noch nie bei unserem Schaupflügen“, stellte Dieter Wentzel mit Erstaunen und Freude fest. Als die betagten Trecker auf und ab ihre Runden drehten, standen die Besucher in Reih und Glied staunend Spalier. Die Älteren unter ihnen kannten das Prozedere nur allzu gut.

Etwas abseits von den knatternden und dröhnenden Treckern machte sich zeitgleich Lothar Toppel aus Damelack zusammen mit seinem Sohn Sven und einigen Helfern daran, mit Pferden zu pflügen. Zuerst mit nur einem, dann mit zwei und zu guter Letzt mit drei Pferden. Um die Sache noch interessanter für die Zuschauer zu gestalten, wurden nacheinander Pflüge mit unterschiedlich vielen Scharen benutzt.

Jörg Gorniak führte einen Holzspalter vor

Außer den Treckern gab es auf dem Platz noch ganz andere Fahrzeuge und Gerätschaften zu bestaunen. Jörg Gorniak aus Granzow, ebenfalls in der Oldtimerbrigade aktiv, führte beispielsweise seinen selbstgebauten vom Trecker angetrieben, mit Hydraulik funktionierenden Holzspalter vor. Zudem konnte man einen blau-weißen Robur-Bus bestaunen, mit dem Michael Schneider aus Demerthin gekommen war. Teilnehmer eines Oldtimertreffens in Brüsenhagen schauten mit einem Dutzend Trabis, einem Wartburg und einem alten VW vorbei.

Für das leibliche Wohl sorgte der Ortsvorsteher Mike Günther am Grill und Birgit Mach fuhr die ganze Zeit mit Kindern Platzrunden im Anhänger ihres Rasentreckers. Den Abschluss bildete gegen 14 Uhr die Siegerehrung mit feierlicher Übergabe von Urkunden und Pokalen. Beim Einscharpflügen wurde Dietrich Reeck (81) aus Dannenwalde Erster. Im Zweischarpflügen durfte Harald Meinschein aus Spielhagen den Siegerpokal mit nach Hause nehmen und im Dreischarpflügen siegte Klaus Gellert aus Dannenwalde.

Von André Reichel

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