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Ärger um Schulbushaltestelle

Schönhagen Ärger um Schulbushaltestelle

Egal ob Grundschüler oder Gymnasiasten: Der schulbezogene Fahrplan schickt die Schönhagener Schüler allesamt an die Haltestelle „Abzweig“ an der Landesstraße 111. Dort hält die Linie 904, die von Pritzwalk Richtung Putlitz weiterführt. Dabei gäbe es auch die Linie 917, die zwischen Pritzwalk und Groß Langerwisch durch Schönhagen eine Schulbusverbindung vorhält.

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Hier sollen künftig Schüler ein- und aussteigen. Im Hintergrund gerade so zu erkennen: der Abzweig nach links Richtung Schönhagen.

Quelle: Atzenroth

Schönhagen. Da war Aufregung drin: Müssen Schüler aus Schönhagen (Stadt Pritzwalk) bald an der Haltestelle „Abzweig“ in den Schulbus aus- und einsteigen? Und fahren an den Haltestellen in der Ortslage nur noch Ruf-, aber keine Schulbusse mehr ab?

Ausstieg an der Landesstraße

Das Gerücht machte schnell die Runde, würde das doch bedeuten, dass Kinder, die am Ortsausgang Richtung Groß Langerwisch wohnen, künftig 1,5 Kilometer zum Schulbus laufen müssen. Und der Name „Abzweig" besagt es: Die Haltestelle liegt in der Nähe des Abzweigs Schönhagen von der viel befahrenen L 111 – doch müssen Kinder dorthin noch 100 Meter auf dem nicht vorhandenen Randstreifen neben der Straße laufen. Wer hier aussteigt, muss die Straße sogar in einer schlecht einsehbaren Kurve überqueren. In der Tat hält die Linie 904 auf ihrem Weg von Pritzwalk in Richtung Putlitz und dann weiter bis nach Neuhausen bei Berge nur an der Haltestelle „Abzweig“.

Die Linie 917 hingegen, die noch durch Schönhagen fährt, ist eine Rufbuslinie – mit einer Ausnahme: Morgens um 7.19 Uhr kann man in Schönhagens Dorfmitte hier in den Bus gen Pritzwalk steigen, der alle Schulhaltestellen in Pritzwalk abklappert und schließlich um 7.39 Uhr das Gymnasium erreicht. Vom Pritzwalker Gymnasium kommt man per Bus um 13.40 Uhr und um 15.50 Uhr wieder zurück in Richtung Schönhagen, wo der Bus in Richtung  Groß Langerwisch weiterfährt. Grundschüler können mit der Linie 917 schon um 11.58 Uhr an der Hainholzmühle und um 12 Uhr am Hainholzweg Richtung Schönhagen einsteigen.

„Wir versuchen alles, die Schüler satzungskonform zu befördern.“

Allerdings: im schulbezogenen Fahrplan ist für Schönhagen die Linie 917 gar nicht erwähnt – hier findet man zum Beispiel für das Pritz­walker Gymnasium und die Oberschule nur die fast gleichzeitig fahrende Linie 904, die nur am Abzweig hält.

So wie in Schönhagen ist die Aufregung kurz vor Schuljahresbeginn auch an anderen Orten groß. Schließlich ist der Fahrplan komplett umgekrempelt worden, nachdem mit Prignitzbus eine neue Gesellschaft jetzt den Prignitzer Busverkehr organisiert. Und es kann sich bis Montag auch immer noch etwas ändern. Simone Döring, die zuständige Sachgebietsleiterin bei der Kreisverwaltung, empfiehlt daher, immer noch einmal auf den Plan zu schauen. „Wir versuchen alles, die Schüler satzungskonform zu befördern.“ Allerdings findet sie auch, dass es jetzt erst einmal losgehen sollte – zeigen sich dann Probleme, werde man sie abstellen. „Es ist nichts so fest, dass keine Veränderung mehr möglich ist.“ Jedoch sei dies nichts Neues, denn auch zu Zeiten der alten Verkehrsgesellschaft Prignitz habe es anfangs immer wieder mal ein Problem gegeben, das auszuräumen war.

Es fehlen noch immer etwa 300 Anträge auf Schülerbeförderung

Die neuen Fahrplaninformationen verteidigt Simone Döring jedoch aus voller Überzeugung. Denn man habe „noch nie einen so schönen schulbezogenen Fahrplan gehabt“. Stimmt sogar, man findet sich hier gut zurecht. Allerdings ist dieser Plan, siehe Beispiel Schönhagen, auch noch nicht perfekt. Momentan werden alle Schüler, ob klein oder groß, Richtung Haltestelle „Abzweig“ geschickt. Die andere Verbindung findet man für Schönhagen im Moment nur in der Fahrplanübersicht. Von Seiten Prignitzbus hielt man sich bedeckt. Karin Jansen, Standortleiterin in Perleberg, meinte nur, dass gerade in Sachen Schulbus die Fahrplandetails mit Kommunen, Schulkonferenzen und vielen anderen intensiv beraten worden seien.

Bemühungen, die Änderungen im Schülerverkehr kindgerecht zu vermitteln, kann man den neuen Betreibern aber nicht absprechen. Mit kindgerechten Symbolen sollen die Haltestellen markiert werden, auch wird es in den ersten Wochen Umstiegshilfen geben. Es gibt aber auch noch eine andere Wahrheit. „Es fehlen noch immer etwa 300 Anträge auf Schülerbeförderung“, sagte Simone Döring. Diese benötigt sie insbesondere von allen, die in Orten ohne Busanbindung wohnen, um für diese Kinder die Beförderung organisieren zu können.

Information: Auf der Internetseite von Prignitzbus, www.prignitz-bus.de, findet man unter der Rubrik Schülerverkehr die schulbezogenen Fahrpläne und alle weiteren Informationen zum Busverkehr.

Kontakt: Als Ansprechpartner für Fragen zur Schülerbeförderung stehen in der Kreisverwaltung Matthias Rothert, Tel. 03876/ 7 13 17 26, und Christoph Kauder, Tel.  03876/71 35 84, zur Verfügung. Prignitzbus ist unter Tel.  03876/78 99 40 zu erreichen.

Von Bernd Atzenroth

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