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Äthiopier besuchen Rühstädt

Biosphärenreservat gibt Erfahrung weiter Äthiopier besuchen Rühstädt

Drei Äthiopier aus dem Kafa-Biosphärenreservat besuchen die Besucherzentren in Rühstädt und Lenzen. Sie wollen Erfahrungen sammeln für den Aufbau eines sanften Tourismus in ihrem Heimatland.

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Begrüßung mit Storch in Rühstädt.

Quelle: Michael Beeskow

Rühstädt. Besuch aus Äthiopien hat in dieser Woche das Biosphärenreservat. Yitayal Admasu, Tilahun Teshome und Muluken Mekuria heißen die drei jungen Männer. Auch sie arbeiten in einem Bios­phärenreservat. Es liegt im Südosten des Landes und heißt Kafa. In riesigen Hochlandwäldern gedeiht im Halbschatten der Bäume Wildkaffee in einer unglaublichen Vielzahl von Sorten. Diese gelten als die Ursprungspflanzen für den weltweiten Kaffeeanbau und stellen einen beinahe unschätzbaren genetischen Wert dar.

Aber dies war nur ein Punkt, auf den die Gäste aus dem afrikanischen Land hinwiesen, bei einem kleinen Vorstellungsvortrag am Montag im Rühstädter Haus der Biosphärenverwaltung.

Wie dessen Leiter Sven Rannow berichtete, gehe es in dieser Woche um die Weitergabe von Erfahrungen an die Gäste. „Wir sind nicht nur ein Biosphärenreservat“, sagte er, „sondern wir sind Teil eines weltweiten Netzes von 651 Modellregionen in 120 Ländern.“ So war der deutsche Nabu maßgeblich beteiligt, an der unter Schutzstellung der letzten Hochnebelwälder Äthiopiens, die bis zu einer Höhe von 3100 Metern reichen. Aber die Ausweisung von 760 000 Hektar 2010 durch die Unesco als Biosphärenreservat Kafa ist nur ein Schritt, um die schleichende Zerstörung der Wälder zu stoppen, die erhebliche Mengen an Kohlendioxid binden und für das Weltklima und den Klimawandel große Bedeutung haben.

Umweltbildung ist daher ein Thema für den Austausch. Es beginnt sich ein Bewusstsein für den Erhalt der Wälder im Kafa-Gebiet zu entwickeln, berichtete Tilahun Teshome. Doch das Bevölkerungswachstum und der Bedarf an Holz und Flächen sei ein Problem. So gibt es Projekte zum Einsatz holzsparender Öfen, reine schnellwachsende Nutzholzwälder werden angelegt. Es geht aber auch um die Schaffung von Einkommensmöglichkeiten für die Bevölkerung durch einen Ökotourismus, mit dem Besuchern die unglaubliche Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt erschlossen werden kann. Entstanden ist etwa das erste Kaffeemuseum der Welt, Lodges werden gebaut. Bei der Vorstellung der Besucherzentren in Rühstädt und Lenzen oder von Naturerlebnispunkten wollen sich die Gäste Anregungen holen.

Von Michael Beeskow

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