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AfD verkündet Ende der Demos in Pritzwalk

Rund 80 Demonstranten und 70 Polizisten AfD verkündet Ende der Demos in Pritzwalk

Trotz Landes- und Bundesprominenz zog die letzte Montagsdemonstration der AfD in Pritzwalk nur etwa 80 Besucher auf den Markt. AfD-Landeschef und Bundesvize Alexander Gauland warnte vor der Gefahr islamistischen Terrors und versicherte, die AfD wolle Oppositionspartei bleiben. Laut Kreisvorsitzendem Thomas Schlaffke war dies die vorerst letzte Montagsdemo.

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Alexander Gauland bei der AfD-Demonstration.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Ist das die Erfolgspartei, die den etablierten Angst einjagt? Die Demonstration, zu der die Alternative für Deutschland (AfD) für Montagabend nach Pritz­walk eingeladen hat, lockt zunächst etwas mehr als 50 Teilnehmer auf den Marktplatz. Zu diesem Zeitpunkt – gegen 19 Uhr – sind die Ordnungshüter zahlenmäßig noch überlegen.

Etwa 70 Beamte stehen auf dem Markt

Etwa 70 Beamte aus der Polizeidirektion Nord und von außerhalb stehen auf dem Markt, an den Zufahrtsstraßen, am Rathaus und am Übergang zur Kirche Position bezogen. Metallene Absperrgitter sollen die AfD-Mitglieder und Sympathisanten von etwaigen Gegendemonstranten trennen, links und rechts der Marktstraße stehen die Mannschaftswagen. Kurz nach 18 Uhr sind alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Doch zunächst tut sich wenig auf dem Markt.

Wie alles begann

Das ändert sich, als AfD-Kreisvorsitzender Thomas Schlaffke die „lieben Freunde“ begrüßt und sie daran erinnert, „wie alles los ging. Es begann damit, dass einige Bürger vom Pritz­walker Bürgermeister wissen wollten, wo und wie Flüchtlinge in der Stadt Pritz­walk untergebracht werden sollen. Daraus ist natürlich viel mehr geworden.“

Vorredner Kalbitz fordert Merkel-Rücktritt

Der Stargast des Abends, der brandenburgische AfD-Landesvorsitzende und stellvertretende Sprecher der Bundes-AfD, Alexander Gauland, kommt mit geringer Verspätung. Zunächst bleibt der in einen ockerfarbenen Mantel gehüllte Vordenker der rechtspopulistischen Partei in andächtiger Haltung am rechten Bühnenrand stehen und überlässt Andreas Kalbitz die Begrüßungsrede. Der Abgeordnete im brandenburgischen Landtag, einstige Verleger und frühere Vorsitzende des als rechtsextrem geltenden Vereins „Kultur und Zeitgeschichte, Archiv der Zeit“, fordert den Rücktritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er spricht vom Streben der etablierten Parteien nach Machterhalt und nennt die gegenwärtige Politik der Bundesregierung „betreutes Aussterben“.

Sirenen von linken Gegendemonstranten

Als wenig später Alexander Gauland seine Rede beginnt, schallt ihm elektronisch verstärktes Sirenengeheul aus Richtung Kirche entgegen. Zwölf linke Gegendemonstranten versuchen, die Demonstration zu stören.

Gauland verweist auf den seiner Ansicht nach bewiesenen Zusammenhang zwischen islamistischem Terror und unkontrollierter Einreise von Flüchtlingen. Es sei sinnlos, „Menschen aus einem fremden Kulturkreis herauszureißen und ihnen hier eine Zukunft zu versprechen“, sagt er.

Konzentration auf Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern

AfD-Kreisvorsitzender Thomas Schlaffke kündigt später an, dies sei die vorerst letzte Demonstration auf dem Markt gewesen. „Wir müssen uns jetzt auf den Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern konzentrieren.“ Stammtische und Bürgerdialoge wolle die Partei fortsetzen. Freitag, 15. April,18.30 Uhr, spricht Michael Limburg in der Alten Mälzerei zum „Scheitern der Energiewende“

Von Andreas König

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