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Afghane angeklagt, Gericht prüft Zulassung

Glöwener Kinder sollen richterlich vernommen werden Afghane angeklagt, Gericht prüft Zulassung

Im Fall des 16-jährigen afghanischen Flüchtlings, der in Glöwen zwei Jungen missbraucht haben soll, kommt Bewegung. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat Anklage wegen sexueller Nötigung und Missbrauchs erhoben. Von Vergewaltigung ist keine Rede mehr. Das Amtsgericht Perleberg prüft die Zulassung der Anklage und will die Kinder richterlich vernehmen.

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Rechtsradikale nahmen den Fall zuletzt am 5. Juni zum Anlass für eine fremdenfeindliche Demonstration und stießen auf Gegenwehr.

Quelle: dpa

Glöwen/Perleberg. Im Fall eines 16 Jahre alten Asylbewerbers afghanischer Herkunft hat die Staatsanwaltschaft Neuruppin nun Anklage erhoben. Dem Jugendlichen werden sexuelle Nötigung und Kindesmissbrauch vorgeworfen. Das bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt, Wilfried Lehmann, der MAZ. Der Vorwurf der Vergewaltigung stehe laut Wilfried Lehmann nicht in der Anklageschrift. „Möglicherweise handelt es sich um einen Kommunikationsfehler“, sagte der Behördenleiter. „Die Tatbetsände sexuelle Nötigung und Vergewaltigung werden in der Strafgesetzbuch unter demselben Paragrafen erfasst, vielleicht rührt daher der Irrtum“, so der Leitende Oberstaatsanwalt. Die Vergewaltigung unterscheide sich von der Nötigung darin, dass der Täter in den Körper seines Opfers eindringt. Die Anklageschrift sei Anfang März auf den Weg gebracht worden, sagte Wilfried Lehmann weiter. Neben der sexuellen Nötigung sei auch sexueller Kindesmissbrauch angeklagt. Im Falle einer Verurteilung sei mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr zu rechnen, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Wilfried Lehmann. Über einen Termin muss das Amtsgericht Perleberg entscheiden.

Missbrauchte Kinder sollen vernommen werden

Dessen Direktor Frank Jüttner bestätigt den Eingang der Anklageschrift, sagt aber: „Zunächst einmal muss über die Zulassung der Anklage entschieden werden, bevor das Verfahren eröffnet werden kann.“ Die mit dem Fall befasste Richterin will die beiden Kinder, die zur Tatzeit neun und 12 Jahre alt waren, richterlich vernehmen. „Darauf hat die Staatsanwaltschaft verzichtet, so dass die Aussage der Kinder lediglich bei der Polizei aufgenommen wurde. Im Verfahren habe jedoch eine richterliche Vernehmung einen anderen Beweiswert als die polizeiliche. Unter anderem müsse die Glaubwürdigkeit der Zeugen beurteilt werden. Die Form des Videobeweises sei gerade in Verfahren mit Minderjährigen üblich, unter anderem, um Kindern ein persönliches Erscheinen im Gerichtssaal zu ersparen. Mit Ergebnissen aus der Vernehmung sei Ende kommender Woche, Anfang der darauffolgenden Woche zu rechnen, sagte Frank Jüttner.

Der Fall war von Rechtsextremen dreimal zum Anlass von Demonstrationen genommen worden.

Rechtsradikale nahmen den Fall zuletzt am 5 Juni zum Anlass für eine fremdenfeindliche Demonstration und stießen auf Gegenwehr

Rechtsradikale nahmen den Fall zuletzt am 5. Juni zum Anlass für eine fremdenfeindliche Demonstration und stießen auf Gegenwehr.

Quelle: Beeskow

Von Andreas König

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