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Agrarbetrieb bittet Pritzwalker um Verständnis

Schönhagen Agrarbetrieb bittet Pritzwalker um Verständnis

Im Zwei-Schicht-Betrieb fahren gegenwärtig Maistransporter des Agrarbetriebs PBK aus Schönhagen durch Pritzwalk. Die Firma will und muss die Maisernte bis Ende der Woche ins Trockne bringen. Geschäftsführer Christian Beckmann dankt seinen Mitarbeitern für die Einsatzbereitschaft und den Pritzwalkern für ihr Verständnis. Doch es gibt auch Kritik.

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Den Futtermais von den eigenen Feldern schieben Mitarbeiter der PBK zusammen. um daraus Silage zu machen.

Quelle: Andreas König

Schönhagen. Von der „Ernteschlacht“ war zu DDR-Zeiten die Rede, wenn die Früchte des Ackers eingefahren wurden. Solche Begriffe sind Christian Beckmann, dem Geschäftsführer des Agrarunternehmens PBK Schönhagen, völlig fremd. Aber eine enorme Leistung erbringe dieser Tage alle Mitarbeiter de Unternehmens. Das rechnet der Chef seinen Leute hoch an. „Ich hoffe auch und bitte darum, dass die Anwohner der Hauptdurchfahrtsstraßen in Pritzwalk Verständnis zeigen“, sagt Christian Beckmann. „Wir müssen innerhalb von zehn bis zwölf Tagen die gesamte Maisernte von insgesamt 500 Hektar Fläche einbringen und leider Gottes durch die Stadt transportieren“, sagt der Geschäftsführer.

Verständnis haben die Pritz­walker, aber einige sehen die Dauertransporte auch kritisch. „Dank der vielen fleißigen Erntefahrzeugen die Tag und Nacht mit voller Geschwindigkeit und ohne Ladungssicherung durch unsere Stadt brettern, sind die Straßen, Gehwege, Grünstreifen sowie Autos mit gehäckseltem Mais übersäht“, sagt Frank Gragert, Anwohner der Schlachthausstraße. Ungefragt wird die Dekoration überall verteilt. Wenn die Maisernte zu Ende ist, kommen dann auch die fleißigen Fahrer der Erntefahrzeuge und räumen ihrem verlorenen Mist wieder weg?“ fragt er.

„Wir sind auf diese Transporte angewiesen“, entgegnet Christian Beckmann. „Der Mais ist in diesem Jahr zu schnell abgetrocknet. Er steht zwar sehr gut, aber wir haben wirklich alle Hände voll zu tun, den Mais in der vorgegeben Zeit einzubringen und zu silieren.“

Unter anderem der Rückgriff auf selbst angebautes Futter sichert der PBK und ihren derzeit 18 festen Mitarbeitern in Schönhagen die Existenz. „Der Milchpreis ist zwar immer noch wenig auskömmlich, aber durch striktes Kostenmanagement und dank der Erträge aus anderen Betätigungsfeldern ist es uns möglich, eine schwarze Null zu schreiben“, erklärt Christian Beckmann. Das verdanke das Unternehmen auch der Arla-Genossenschaftsmolkerei in Karstädt, die sich um faire Milchpreise bemühe

Die eigene Futterversorgung hat es den Schönhagenern ermöglicht, ihre Milch als frei von gentechnisch veränderten Organismen zertifizieren zu lassen. „Damit können wir einen um gut einen Cent höheren Milchpreis erzielen“, erklärt Christian Beckmann. Um die Betriebskosten während der Milchpreiskrise niedrig zu halten, sei es erforderlich, die vorhandene Technik auszunutzen. Aufwändige Ladungssicherungssysteme seien gegenwärtig „betriebswirtschaftlich nicht denkbar“. Nach wie vor würde die PBK ihre Fahrzeuge gern über die Umgehungsstraße schicken doch das sei nicht gestatte. „Wir befinden uns mit der Stadt aber immer noch im Gespräch.“

Für eine direkte Reinigung der städtischen Straßen fehlten der PBK die Technik und die Rechtsgrundlagen. Man werde aber zum Dank Kulturveranstaltlungen der Stadt und Kindereinrichtungen unterstützen, verspricht der Geschäftsführer.

Von Andreas König

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