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Prignitz Agrarminister besucht Lindenberg
Lokales Prignitz Agrarminister besucht Lindenberg
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00:30 29.11.2015
Jörg Vogelsänger mit Rainer Knurbien (v. l.) beim Rundgang. Quelle: Fischer
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Lindenberg

„Unser Dorf hat Zukunft“ war das Motto des Landeswettbewerbs 2015 der ländlichen Orte. Es sollte, wenn auch mit einem Fragezeichen ergänzt, ebenso das Thema für ein Gespräch mit Jörg Vogelsänger am Donnerstag in Lindenberg (Gemeinde Groß Pankow) sein. Gemeindebürgermeister Thomas Brandt und der Lindenberger Ortsbeirat hatten den Agrarminister in das 243-Seelen-Dorf eingeladen, das bei dem Wettbewerb auf den 4. Platz kam.

Der Minister zeigte sich begeistert vom kurzen Rundgang durch das Prignitzer Kleinbahnmuseum und von den Erfolgen des Museumsfördervereins beim Wiederaufbau der „Pollo-Strecke“ nach Mesendorf.

Bevor Ortsbeiratsvorsitzender Rainer Knurbien darauf zu sprechen kam, wo die Lindenberger der Schuh drückt, berichtete er anhand von Dias anschaulich über das Kleinbahnwesen und die Entwicklung des Dorfes.

So erfuhr Minister Jörg Vogelsänger, dass Lindenberg ein Knotenpunkt im von 1897 bis 1969 betriebenen Prignitzer Kleinbahnnetz war. 1988 entstand nach einer Wanderung von Berlinern auf dem alten Bahndamm die Idee, museal an das Schmalspurnetz zu erinnern. 2002 fuhr der erste Zug in Mesendorf in Richtung Brünkendorf ab und ab 2007 konnte der „Pollo“ wieder bis Lindenberg rollen. Mit Stolz sagte der Ortsvorsteher, der selbst viele Jahre Vorsitzender des Kleinbahnvereins war, dass man durch das Projekt zeitweise bis zu 100 ABM-Arbeitsplätze zur Verfügung stellen konnte und einen Anziehungspunkt für Leute aus ganz Deutschland geschaffen hat – nicht nur für Bahntouristen. Rund 8000 Museumsbesucher und Teilnehmer an den Kleinbahnfahrten zählte der Verein in diesem Jahr schon.

Nachdem der Ortsvorsteher auf die vielen Vereine und Arbeitgeber im Dorf hingewiesen hatte, sprach er zwei aktuelle Probleme an. Denn als die Dorfwettbewerb-Kreisjury den Ort im Frühjahr besuchte, gab es noch eine Verkaufsstelle. Der „Konsum“-Betreiber warf Anfang Mai das Handtuch, weil er zu wenig Umsatz machte. Zudem gab es eine Sparkassenfiliale. Die wurde am 30. Juni „aus vor allem wirtschaftlichen Gründen“, wie es hieß, geschlossen.

Erwogen worden war nun zum Erhalt der Nahversorgung, eine Art Bürgertreff mit Laden, Café, Frisör, Poststelle und Bankfiliale zu schaffen – im ehemaligen „Konsum“, saniert mit Fördermitteln.

Doch Fördergeld gibt es allenfalls dann, wenn es ein belastbares Konzept für einen rentablen Betrieb gibt, sagte Minister Vogelsänger. „Zur Zeit sprechen die Zahlen leider eine andere Sprache“, so Bürgermeister Brandt.

Jörg Vogelsänger empfahl, sich noch einmal Gedanken über ein gutes Betreiberkonzept zu machen und das Gespräch mit der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) zu suchen, die dem Land Empfehlungen zur Vergabe von Geld aus EU-Förderprogrammen gibt.

Von Ulrich Fischer

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