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Akustik schont Schüler und Lehrerohren

Wittenberge Akustik schont Schüler und Lehrerohren

Viel Geld nimmt die Stadt Wittenberge in die Hand, um das Gehör ihrer Grundschüler und Grundschullehrer zu schonen. So ist jetzt die Akustik in den Räumen der Elblandgrundschule für 250 000 Euro verbessert worden. September haben zudem die Arbeiten zur Schallschutzisolierung in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule begonnen.

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Lehrerin Sabine Striecks und (v.l.) Lena Becker, Leonie Howe, Marcelino Kwiek sowie Lennox Ebers finden die Akustik jetzt „viel besser“.

Quelle: König

Wittenberge. Eine angenehme Akustik herrscht jetzt in allen Unterrichtsräumen der Wittenberger Elblandgrundschule. Dabei unterrichtet Lehrerin Sabine Striecks seit fast 40 Jahren an der Einrichtung in der Dr.-Salvador-Allende-Straße in Wittenberge. Aber dass die Raumakustik unangenehm ist, hat sie nicht bemerkt. Bis es an die energetische Sanierung der Räume ging. „Da wurde festgestellt, dass die Nachhallzeiten zu lang sind“, sagte Bauamtsmitarbeiter Dennis Kathke.

Die Messergebnisse wurden dem staatlichen Schulamt in Neuruppin übermittelt, das seinerseits die Berufsgenossenschaft einschaltete. Ergebnis: Die Nachhallzeiten waren tatsächlich zu lang, die Akustik war für die Lehrer nicht zumutbar und musste verbessert werden. Dass natürlich auch die Schüler unter dem Halleffekt litten, wurde nicht gesondert betrachtet. Vor allem die Sprachverständlichkeit in den Räumen ließ zu wünschen übrig. 250 000 Euro sollte es kosten, die Wände und Decken mit einer Schalldämmung zu versehen. Die Stadt als Schulträger stellte einen Fördermittelantrag, den das Land bewilligte. 90 Prozent der Fördersumme erhielt die Stadt aus dem Kommunal-Investitionsprogramm.

Akustikdecken und Wandpaneele dämpfen den Schall

Dafür wurden alle Klassen- und Horträume, dazu Büros, Lehrerzimmer und die übrigen Zimmer mit Akustikdecken und Wandpaneelen ausgestattet, die den Schall besser absorbieren. „Insgesamt wurden 1100 Quadratmeter Akustikdecke angebracht, teilweise in der Regel als umlaufende Friese, teilweise auf voller Fläche“, informierte die stellvertretende Bürgermeisterin Waltraud Neumann.

„Innerhalb von nur zwei Monaten war das Gros der Arbeiten erledigt“, ergänzte Schulleiter Thorsten Grabau. „Lediglich beim Musikraum mussten wir uns noch ein wenig gedulden.“ Dort kam eine andere Art von Akustikplatten zum Einsatz. Außerdem besitzt die Rückwand des Raums Schallschutzvorhänge, mit deren Hilfe sich die Raumakustik in gewissen Grenzen regulieren lässt. „Wir können zwischen Musik- und Sprachunterricht umschalten“, erklärt der Schulleiter.

300 000 Euro für die Jahngrundschule

Als Sabine Striecks schon einige Tage in ihrem neuen, schalloptimierten Klassenraum unterrichtet hatte und dann in den Musikraum zurückkehrte, merkte sie sehr wohl einen Unterschied. „Das hat richtig in den Ohren gedröhnt“, sagt die Lehrerin. „Also ich finde den Klang jetzt auch viel besser, bestätigt Lennox Ebers aus der Klasse 6b. „Es ist nicht mehr so laut.“

Dann greift Sabine Striecks zur Gitarre und Lennox, Lena, Marcelino und Lennox stimmen ein. Der neue Raumklang kann sich hören lassen, das Ziel wurde erreicht.

In der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule hat die Schallschutzsanierung dagegen Ende September begonnen. Die dort mit alles in allem 300 000 Euro veranschlagten Arbeiten sollen am 20. Januar 2017 beendet sein.

Von Andres König

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