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Alix Dudel singt Mascha Kaléko

Modemuseum Meyenburg lädt zum Konzert ein Alix Dudel singt Mascha Kaléko

Lyrik von Mascha Kaléko wird das Thema der ersten Veranstaltung des Meyenburger Modemuseums in diesem Jahr sein. Die Diseuse und Schauspielerin Alix Dudel und der Gitarrist Sebastian Albert präsentieren am 16. Januar das Programm „Sozusagen grundlos vergnügt“.

Meyenburg. Die erste Veranstaltung des Modemuseums in Meyenburg 2016 widmet sich am Sonnabend, 16. Januar, der Dichterin Mascha Kaléko. Die Diseuse und Schauspielerin Alix Dudel wird, begleitet von Sebastian Albert (Gitarre), Lieder und Lyrik von Mascha Kaléko präsentieren. „Sozusagen grundlos vergnügt“ heißt das Programm, das Herbert Baumann vertont hat. Gitarrist Sebastian Albert hat dazu weitere Kompositionen bearbeitet und wird zum Teil improvisieren. Der Abend beginnt um 19 Uhr.

Melancholischer Ton

Mascha Kaléko lebte von 1918 bis 1938 in Berlin. Hier lernte sie ihren ersten Mann Saul Kaléko und ihren zweiten Mann Chemja Vinaver kennen. 1936 kam Sohn Evjatar zur Welt. 1938 emi­grierte sie nach Amerika, 1959 zog sie nach Israel. 1975 starb Kaléko in Zürich.

Ihr erster Gedichtband erschien 1933 im Rowohlt Verlag: „Das lyrische Stenogrammheft“. Charakteristisch für ihr Werk ist ein ironisch-zärtlicher, melancholischer Ton. Sie wird als einzige weibliche Dichterin der Neuen Sachlichkeit eingeordnet.

1987 beginnt Alix Dudel ihre künstlerische Laufbahn mit einem Solo-Programm in Hannover. In den folgenden Jahren entstehen viele Kompositionen zu den Worten von Friedhelm Kändler, die die Künstlerin bis heute präsentiert. 1993 erscheint die erste CD „Ich geh ins Wasser“ mit den Hannover Harmonists. Weiterhin macht sich Alix Dudel einen Namen als Dame der Conférence, etwa im GOP Hannover, Krystallpalast Leipzig und im Tigerpalast in Frankfurt. Ihre herrlich tiefe und klangvolle Stimme ist seit Mitte der 1990er Jahre vielen unbewusst vertraut – Alix Dudel ist Sprecherin beim NDR in Hannover. In dieser Zeit beginnt auch die Zusammenarbeit mit dem Pianisten Uli Schmid. Im Jahr 2010 entsteht als Auftragsarbeit ein Mascha-Kaléko-Programm, zum ersten Mal an ihrer Seite der klassische Gitarrist Sebastian Albert aus Hamburg.

Die Dichterin Mascha Kaléko wurde als Kind jüdischer Eltern 1907 in Galizien geboren. Im Alter von sieben Jahren emigrierte sie mit der Familie nach Deutschland, von 1918 bis 1938 lebte Mascha Kaléko in Berlin. Hier entstanden viele ihrer wunderbar heitermelancholischen Gedichte. Die Auswanderung nach Amerika und die damit verbundenen Schwierigkeiten schwingen immer wieder zwischen und in ihren Zeilen mit. Doch ihre faszinierende Fähigkeit zu beobachten und einfache Worte für kompliziert erscheinende Zusammenhänge zu finden bleibt bis zu ihrem Tod 1975 ungebrochen. Alix Dudel präsentiert an diesem Abend Gedichte aus vier Büchern der Lyrikerin: „Lyrisches Stenogrammheft“, „Verse für Zeitgenossen“, „In meinen Träumen läutet es Sturm“ und „Die paar leuchtenden Jahre“.

Sebastian Albert intoniert die Vertonungen und Miniaturen von Herbert Baumann einfühlsam und zart, seine Improvisationen geben viel Raum und machen fühlbar, was in den Worten schwingt. Bei bundesweit erfolgreichen Konzerten wird immer wieder die besondere Atmosphäre, das telepathische Zusammenspiel der Protagonisten, ihre Präsenz und Fähigkeit, Ohren und Seele zu öffnen, hervorgehoben. Die zum Programm erschienene CD „Sozusagen grundlos vergnügt“ wurde von Kritikern mehrfach gelobt.

Anmeldungen für das Programm am 16. Januar im Meyenburger Schloss werden empfohlen,033968/50 89 61. Der Eintritt kostet 15 Euro.

Von Beate Vogel

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