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Alte Post schließt, zwei neue Filialen öffnen

Pritzwalk Alte Post schließt, zwei neue Filialen öffnen

Die Postfiliale in der Wallstraße in Pritzwalk schließt zum 30. Juni. Die fünf Mitarbeiterinnen werden umgesetzt Während Deutsche Post und Postbank wirtschaftliche Gründe ins Feld führen und mehr Vorteile für die Kunden erkennen wollen, sehen das die Pritzwalker Stadtverordneten anders. Immerhin werden zwei neue Filialen in Pritzwalk eröffnet.

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Die Postfiliale in der Wallstraße in Pritzwalk schließt zum 30. Juni. Parallel dazu werden zwei neue Filialen eröffnet.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Dass die Tage der Postfiliale in Pritzwalk gezählt sind, ist schon seit geraumer Zeit klar. Doch wie geht es weiter? Die gegenwärtig genutzte Filiale in der Wallstraße 15 öffnet letztmalig am 30. Juni ihre Pforten. Bis 12 Uhr haben Kunden an diesem Tag noch Gelegenheit, sowohl ihre Briefe, Päckchen und Pakete abzuholen oder hinzubringen als auch Bankgeschäfte zu tätigen.

Danach geht es an zwei neuen Standorten weiter. „Für die meisten Kunden sieht es so aus, als ob die Deutsche Post eine Filiale betriebt, und die Postbank ihre Dienstleistungen dort mit anbietet“, erklärt Tim Rehkopf, von der Postbank in Bonn. Tatsächlich war es allerdings genau anders herum. Die Postbank betrieb ihr Finanzcenter und vermietete einen Teil der Räume in der Wallstraße an die Deutsche Post.

Künftig gibt es in Pritzwalk zwei neue Filialen: Eine wird sich in der Rostocker Straße 2 im Real-Markt befinden, die andere in der Bahnhofstraße 19 beim Copy-Team Albinius und Moderecker, informiert Tina Birke, Pressesprecherin der Deutschen Post für das Land Brandenburg. Weiterhin Postleistungen bietet auch das Schreibwarengeschäft Kinitz in der Meyenburger Straße an

An den wichtigsten Dienstleistungen soll sich nichts ändern. In beiden neuen Filialen sind grundlegende Postdienstleistungen verfügbar. Dazu zählen die Annahme von Briefen und Paketen, der Verkauf von Briefmarken, DHL-Paketmarken und die Entgegennahme von Einschreiben. Es ist möglich, das Porto ermitteln zu lassen sowie Auskünfte einzuholen, und an beiden Standorten werden Sendungen für den DHL-Express national entgegengenommen.

Zudem können Kunden Anträge für den Rentenservice abgeben, Handys mit im Voraus bezahlten Karten (Prepaid) aufladen lassen sowie Postwurfsendungen in Auftrag geben, informiert Tina Birke weiter.

Ergänzend dazu können Kunden in der Filiale in der Bahnhofstraße Briefsendungen und Pakete abholen, wenn sie ein Benachrichtigung erhalten haben und am Post-Ident-Verfahren zur persönlichen Identifikation teilnehmen.

Die Filiale im Real-Markt diene vorrangig als Ersatz für das Finanzcenter in der Wallstraße, teilt die Deutsche Post mit. Dazu zählen laut Tim Rehkopf von der Postbank in erster Linie Ein- und Auszahlungen sowie die Eröffnung eines Spar- oder Girokontos.

„Für beratungsintensivere Themen wie Baufinanzierung, Altersvorsorge oder Kredite, empfiehlt die Postbank die Finanzcenter entweder nach Perleberg in die Bäckerstraße 2 oder nach Parchim in die Ludwigsluster Straße 29 begeben, rät Tim Rehkopf. Für Auszahlungen am Geldautomaten kann das Gerät der Deutschen Bank in der Mittelstraße 4 genutzt werden. Die Öffnungszeiten der Filiale in der Rostocker Straße sind Montag bis Samstag von 09 bis 18 Uhr und in der Bahnhofstraße 19 Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr und Samstag von 9 bis 12 Uhr. Die Deutsche Post betont, dass die neuen Filialen vor allem dank längerer Öffnungszeiten eine Verbesserung des Service darstellen. „Umfragen zufolge ist die Resonanz bei den Kunden durchweg positiv“, sagt die Postsprecherin Tina Birke.

Fünf Mitarbeiterinnen, die noch bis 30. Juni in Pritzwalk tätig sind, seien andere Arbeitsorte „in der Umgebung“ angeboten worden, wie Tim Rehkopf sagte. Kündigungen habe es nicht gegeben.

In der Pritzwalker Stadtverordnetenversammlung, in der Bürgermeister Wolfgang Brockmann über die Veränderungen informiert hatte, wurde die Entwicklung nicht so positiv aufgenommen. Besonders der Verweis auf Parchim als Standort für Bankdienstleistungen erregte den Unmut der Stadtverordneten. Hartmut Winkelmann (Linke) schlug sogar vor, der Deutschen Post den (nicht existierenden) „Kabarettpreis der Stadt Pritzwalk“ zu verleihen.

Von Andreas König

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