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Am Schloss bröckelt der Putz

Demerthin Am Schloss bröckelt der Putz

Die Bürgerfraktion der Gemeindevertretung Gumtow will die geplanten 121 000 Euro für Sanierungsarbeiten am Schloss Demerthin aus dem Etat für 2018 streichen und pocht auf 100 Prozent Förderung.

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Am Demerthiner Schloss bröckelt der Putz.

Quelle: Sandra Bels

Demerthin. Die Gemeinde Gumtow hat im Haushalt für 2018 121 000 Euro für Sanierungsarbeiten am Schloss in Demerthin vorgesehen. Damit ist die Bürgerfraktion nicht einverstanden. Sie beantragt, das Geld zu streichen und stattdessen auf eine 100-prozentige Förderung des Denkmalschutzes zu pochen, da der die Arbeiten beauflagt hat, und zwar nach einer Besichtigung des Schlosses kurz vor der Sommerpause.

Hauptpunkt ist laut Bürgermeister Stefan Freimark der Treppenhausanbau an der rechten Seite des Schlosses. Sein Dach ist marode. Es wurde bei der Außensanierung vor mehr als 20 Jahren nicht berücksichtigt, weil es damals noch hieß, der Turm werde aufgestockt. Er führt nämlich nicht ins zweite Obergeschoss des Schlosses. Dies ist nur über eine Innentreppe erreichbar. Nun hat sich der Zustand des Anbaus über die Jahre immer weiter verschlechtert, so dass laut Denkmalschutz dringend etwas geschehen muss.

Im Keller ist etwas gegen die Feuchtigkeit zu unternehmen

Ebenfalls geplant ist die Ausbesserung von Teilen alten Putzes an der Fassade. Er hat sich gelöst. Bei der damaligen grundlegenden Außensanierung sei man laut Freimark bestrebt gewesen, so viel Altes wie möglich zu erhalten. Nun bröckelt es. Von einigen Gemeindevertretern wird vermutet, dass die fehlende Dachrinne daran schuld ist. Bei der damaligen Sanierung wurde absichtlich keine angebaut. Freimark sagt aber, dass das kein Problem ist, weil das Regenwasser an Stellen abläuft, an denen einst Spezialputz aufgebracht worden war, der das Eindringen von Wasser verhindert. Und an diesen Stelle gebe es gegenwärtig auch keinen bröckelnden Putz.

Im Inneren des Schlosses, so wünscht es sich der Denkmalschutz, soll Pressstuck gesichert werden. Und im Keller ist etwas gegen die Feuchtigkeit zu tun. Zu den veranschlagten 121 000 Euro gehören laut Freimark auch Architektenleistungen.

Nach der Absage der Bürgerfraktion für die Arbeiten – die aber erst noch von der Gemeindevertretung beschlossen werden muss – sagt Freimark, dass er schauen will, inwieweit Förderprogramme für die Arbeiten in Frage kommen. „Wir hatten einen solchen Fall bisher noch nicht“, sagt er. Bei der damaligen Außensanierung gab es zwar eine 100-proentige Förderung, aber das ist Jahre her. „Inzwischen haben sich die Förderbedingungen auch geändert“, so Freimark. Er will nun prüfen, ob sogar mehrere Förderungen für die Arbeiten in Frage kommen könnten. Nichts am Schloss zu machen, dass ist für den Bürgermeister keine Option. Die Gemeinde sei verpflichtet, mögliche Folgeschäden von ihrem Eigentum abzuwenden.

Von Sandra Bels

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