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Amtsdirektor mit Leidenschaft für Muppets

Meyenburg Amtsdirektor mit Leidenschaft für Muppets

MAZ-Zimmerservice: Meyenburgs Amtsdirektor Matthias Habermann ist ein Pragmatiker: Das betrifft seinen Ansatz bei der Lösung von Problemen ebenso wie die Einrichtung seines Büros. Es ist nüchtern und zweckmäßig eingerichtet und enthält nur wenige persönliche Dinge. Zu denen gehört aber auch ein Bild mit den beiden Muppets Waldorf und Statler.

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Meyenburgs Amtsdirektor Matthias Habermann arbeitet lieber am Laptop als am Computer.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Seit Matthias Habermann vor zwei Jahren ins Chefbüro im Meyenburger Amtshaus einzog, hat sich kaum etwas verändert. Nur hier und da eine Kleinigkeit, die etwas von der Persönlichkeit des 41-Jährigen ahnen lässt. Eine davon ist ein buntes Foto der beiden berühmten Lästermäuler von Jim Henson, Waldorf und Statler. „Ich bin ein Riesenfan der Muppet Show, da lernt man was fürs Leben“, sagt Habermann und schmunzelt. Denn manchmal sei das Leben eben ein bisschen wie die Muppet Show.

Wie in jedem anderen Amtszimmer stehen auch bei Habermann eine Menge Ordner mit Gesetzestexten. Einige davon hat er aus dem großen, hellen Aktenschrank ins offene Regal geholt: „Ich mag die alten Bücher.“ Die dicken Büchlein beinhalten etwa eine alte Fassung des Bürgerliche Gesetzbuchs oder der Zivilprozessordnung. Gleich daneben steht ein Pokal, der beim Volleyballturnier zu „20 Jahre Amt Meyenburg“ vergeben wurde: Die Amtsverwaltung hatte damals den 3. Platz belegt.

Nur wenige private Dinge

Insgesamt ist das Büro des Meyenburger Amtsdirektors aufgeräumt, fast nüchtern. Habermann ist ein pragmatischer Typ. „Man soll sich ja hier nicht heimisch fühlen, sondern zum Arbeiten wohlfühlen. Heimisch fühlen kann man sich Zuhause.“ Nur wenige private Dinge hängen zum Beispiel an der Magnettafel hinter dem Schreibtisch: ein Foto von zweien seiner drei Kinder, ein Zeitungsartikel über die jüngste Berlin-Fahrt der Putlitzer Eisgänse, zu denen Habermann gehört. Auch eine Weihnachtskarte der Bundestagsabgeordneten Kirsten Tackmann (Die Linke) hat er aufgehoben: „Die finde ich so besonders, weil Frau Tackmann kein Weihnachtsmotiv, sondern Kühe vorn auf der Karte hatte.“

Zyniker aus der Muppet Show

Zyniker aus der Muppet Show: Waldorf und Statler beobachten von Oben die Arbeit des Amtsdirektors.

Quelle: Beate Vogel

Ansonsten hat sich Habermann den Sitzungskalender an der Tafel angebracht und eine topgrafische Karte des Amtsgebietes. Und eine ganze Menge Sprüche hängen da, die wiederum einiges über seinen Führungsstil als Amtsdirektor verraten: „Ich kriege zwar nicht alles mit, aber ich finde alles raus!“ steht auf einer kleinen Tafel. Oder: „Personalführung ist die Kunst, den Mitarbeiter so schnell über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet.“ Die plakative Ironie auf den Tafeln schwingt auch immer ein ganz kleines bisschen im Umgang mit dem Amtsdirektor mit. Das beruht aber auf Gegenseitigkeit: Die Kolleginnen im Ordnungsamt schenkten ihm einen Kaffeebecher mit der Aufschrift „Held der Arbeit“. Obwohl der Henkel kaputt ist, hält er sie in Ehren.

Seinen Schreibtisch hat der 41-Jährige extra aufgeräumt. „Sonst sieht der nicht so aus“, sagt er. Aber ein steriler Schreibtisch wirke ja auch, als würde nicht gearbeitet. Auf dem Tisch steht ein Laptop. Den hatte Habermann schon, als er noch Leiter des Ordnungsamtes war. „Das ist einfach praktischer“, meint er. Vor allem für Präsentationen in Sachen Feuerwehr war das Gerät gedacht. Von der Feuerwehr kann der Amtsdirektor nicht lassen: Nach wie vor ist er Mitglied der kleinen Ortsfeuerwehr im Kümmernitztaler Ortsteil Grabow. „Das versuche ich wahrzunehmen, sooft es geht.“ Feuerwehrleute seien ein eigenes Völkchen. „Aber nur wenn du mitmachst, dann weißt du, wovon sie reden.“ Im Schrank hängt griffbereit die Einsatzkleidung – nur für den Fall.

Der Besuch der Bürger fehlt ein bisschen

Am großen Beratungstisch tagt der Amtsdirektor alle 14 Tage mit den Amtsleitern. Dann werden regelmäßig allgemeine Probleme besprochen, wer zu welcher Sitzung geht oder was an aktuellen Themen anliegt. Der Umgang mit den Bürgern, den Habermann als Ordnungsamtsleiter fast täglich hatte, fehlt ihm als Amtsdirektor schon ein bisschen: „Ich habe den Kontakt mit den Bürgern immer sehr geschätzt.“ Doch nur wenige haben bisher den Weg in sein großes Eckbüro gefunden. Dabei besteht kein Grund zur Scheu: Probleme und Konflikte spricht Habermann offen an und versucht, eine Lösung zu finden. „Wenn man geradeheraus arbeitet, ist ein Problem meist schnell gelöst.“

Von Beate Vogel

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