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Andenken an Kurt Böwe wird bewahrt

Krumbeck Andenken an Kurt Böwe wird bewahrt

Kurt Böwe gelangte als Schauspieler zu großer Bekanntheit. In Krumbeck (Stadt Putlitz) lebte er ganz ohne Starallüren; für die Bewohner des Dorfes war er einer von ihnen. In dem Ort, in dem er auch begraben wurde, lebt die Erinnerung an ihn fort.

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Vor einem Jahr wurde im Dorfgemeinschaftshaus der Film „Späte Ankunft“ gezeigt. Böwe spielt darin einen Landarzt.

Quelle: Beeskow

Krumbeck. Wenn in der Prignitz nach dem Dorf mit den meisten Kunstschaffenden gesucht würde, hätte Krumbeck gute Chancen auf den Titel. Die Schauspielerin Monika Lennartz hat hier ihren Zweitwohnsitz, der Schriftsteller Jürgen Rennert wohnt seit zwei Jahren mit seiner Frau Johanna in dem Ort. Der Erste, den es nach Krumbeck zog, war jedoch Kurt Böwe mit seiner Frau Heidemarie.

Der unvergessliche Schauspieler, der sich als Kommissar Groth im Polizeiruf 110 auch gesamtdeutschen Ruhm erwarb, siedelte sich bereits in den 1970er Jahren in dem Dorf an. Viele Krumbecker haben an den 2000 verstorbenen Künstler lebhafte Erinnerungen. Kurt Böwe kam nicht als bekannter Schauspieler oder Star nach Krumbeck. Elli Beckerwerth erinnert sich: „Der war genauso wie wir, nicht eingebildet.“ Für die Krumbecker war er kein Fremder, er war „einer von uns“.

Der Schauspieler wurde in Reetz geboren

Das mag daran gelegen habe, dass Kurt Böwe aus der Gegend stammt. Gar nicht so weit entfernt wurde er in Reetz geboren.

Nach Krumbeck kam er auch, weil in der Nähe Verwandtschaft wohnte. Sein Bruder Henry Böwe führte über viele Jahre in Putlitz ein Lebensmittelgeschäft in der Breitscheid-Straße. Wenn er in die Stadt, also nach Putlitz aufbrach, schwenkte er seinen Einkaufsbeutel und stieg beim Krumbecker Dieter Beckerwerth ins Auto, denn der Polizeiruf-Kommissar hatte keinen Führerschein.

„Er war sehr gesellig und trank sein Bier mit den anderen im Dorf“, erzählt Elli Beckerwerth. Bekannt ist der Kurt-Böwe-Stein. Der ­Feldstein liegt unter einer großen Eiche am Feldweg nach Mentin, von der man einen herrlichen Ausblick über ein leichtes ­Hügelland hat. Dorthin zog es Kurt Böwe etwa mit seinem Schauspielerfreund Dieter Franke.

Der Kurt-Böwe-Stein

Der Kurt-Böwe-Stein: Der Schauspieler liebte den Ausblick von hier über eine leicht hügelige Landschaft.

Quelle: Michael Beeskow

Wie es heißt, ­hatten die beiden immer eine Flasche Korn oder Wodka dabei. ­Angeblich soll auch heute noch am Stein, der eine Messingplatte mit der ­Inschrift Kurt Böwe trägt, immer eine Flasche ­Wodka oder Korn liegen.

Seinem Wunsch entsprechend wurde Kurt Böwe auf dem Krumbecker Friedhof beigesetzt, an einer erhöhten Stelle am Waldrand, die er sich selbst ausgesucht haben soll. Ein großer Feldstein steht auch auf dem blumengeschmückten Grab.

Die Krumbecker haben Kurt Böwe in guter Erinnerung

Die Krumbecker haben Kurt Böwe in guter Erinnerung und halten sein Andenken wach. Vor einem Jahr wurde in der Baracke, dem Dorfgemeinschaftshaus, der Film „Späte Ankunft“ gezeigt. Kurt Böwe spielt darin einen Landarzt Ende des 19. Jahrhunderts.

Auch Heidemarie Böwe, die auch heute noch in Krumbeck wohnt, war zugegen. Mit 80 Besuchern, mehr als das Dorf Einwohner hat, war die Baracke restlos gefüllt. Der Ortsverein „Krumbecker ­Freuden“ will auch in Zukunft mit Veranstaltungen an den großen Schauspieler Kurt Böwe erinnern.

Von Michael Beeskow

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