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Anfängerkurs für Imker startet in Meyenburg

Bienenzucht und Honiggewinnung Anfängerkurs für Imker startet in Meyenburg

In weniger als zwei Wochen startet in Griffenhagen der diesjährige Anfängerkurs für Jungimker des Imkervereins Meyenburg 1905. Marion Noack, die stellvertretende Vereinsvorsitzende, will in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Bienenschädlinge setzen. In dem zweitägigen Kurs, der am 27. Februar beginnt, sind noch Plätze frei.

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Imkerin Marion Noack mit einer Wabe.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg/Griffenhagen. Der recht milde Winter hat dafür gesorgt, dass die Bienen in diesem Jahr relativ früh mit ihrem Brutgeschäft begonnen haben. Das hat jedenfalls Imkerin Marion Noack aus Gerdshagen (Amt Meyenburg) beobachtet. Sie hält Honigsammlerinnen der Rasse Carnica, die sich nicht nur durch ihren Fleiß, sondern auch durch Sanftmut auszeichnen. Die Imkerin entdeckte ihre Leidenschaft für Bienen 2007 und gehört seitdem dem Imkerverein Meyenburg 1905 an. In kurzer Zeit arbeitete sie sich intensiv in das Thema Bienenzucht ein – und gibt ihr Wissen jetzt gern an die weiter, die sich ebenfalls für die Imkerei interessieren.

Seit 2012 bietet der Meyenburger Verein Kurse für Anfänger an. Wie in den vergangenen Jahren wird auch dieses Jahr wieder Marion Noack, die zweite Vorsitzende des Imkervereins, einen solchen Kurs leiten. Der nächste, diesmal zweitägige Lehrgang steht für Samstag, 27. Februar, und Samstag, 12. März, auf dem Plan. Die potenziellen Jungimker treffen sich in der Ade-Bar im Meyenburger Ortsteil Griffenhagen, wo sie in die Geheimnisse der Bienenhaltung eingeweiht werden. Noch gibt es freie Plätze für den Kurs.

Ein Thema ist die Varroamilbe

Neben dem allgemeinen Wissen rund um die Bienenzucht und Honiggewinnung soll in diesem Kurs diesmal auch grundlegend auf einen der größten Bienenschädlinge eingegangen werden: die Varroamilbe. „Das Thema hatten wir seit dem vergangenen Jahr mit im Programm“, erklärt Marion Noack. Es sei zwar behandelt worden, aber nicht so intensiv, wie es wünschenswert sei. Deshalb wird der Stoff diesmal auf zwei Tage verteilt. Immerhin können dem weltweit verbreiteten Schädling über den Winter viele Völker zum Opfer fallen – wenn sie nicht richtig behandelt werden. Deshalb müsse der Imker die Milbe erkennen können, sagt Marion Noack. Behandelt werden von dem Parasiten befallene Völker zum Beispiel mit Ameisensäure. Das sei der sanfte Weg, den auch die Gerdshagenerin chemischen Präparaten vorzieht. Nach der zehn- bis zwölftägigen Kur wird der Milbenbefall kontrolliert. „Die Milben sind in jedem Volk vorhanden, werden mit der Bekämpfung aber unter der schädlichen Stufe gehalten.“

Ähnlich gefährlich für Bienenvölker ist die Amerikanische Faulbrut, die die Imker allerdings nicht allein behandeln können. Um sie zu erkennen, werden regelmäßig Proben in den Beuten – dem Fachbegriff für den Bienenstock – genommen, die der Amtstierarzt auswertet. „In Deutschland gibt es zwei Gentypen der Amerikanischen Faulbrut, einer davon lässt sich nur schwer erkennen“, weiß Marion Noack. In beiden Fällen – bei der Varroamilbe und bei der Amerikanischen Faulbrut – muss der Imker den Befall an den Amtstierarzt melden.

Imkerkurs in der Ade Bar

Der Anfängerkurs beim Imkerverein Meyenburg 1905 findet am Samstag, 27. Februar, und Samstag, 12. März, jeweils von 10 bis etwa 17 Uhr in der Ade Bar im Meyenburger Ortsteil Griffenhagen statt.

Anmeldungen nimmt Kursleiterin Marion Noack unter Telefon 033986/6 08 13 oder per E-Mail unter imkerverein-meyenburg@web.de entgegen.

Noch recht neu in Europa ist laut Marion Noack der Beutenkäfer, der hier zuerst in Kalabrien (Italien) beobachtet wurde. Auch diesen Parasiten muss ein Imker erkennen können.„Denn auch er ist anzeigepflichtig“, so die zweite Vereinsvorsitzende des Meyenburger Vereins, die auch Jugendobfrau im Landesverband Berlin-Brandenburg ist. Der Beutenkäfer lebt mitten unter den Bienen und legt in den Waben seine Eier ab. Die Larven fressen alles: Waben, Honig, Brut, tote Bienen. Sie können bei starkem Befall einen Stock – die Beute – komplett zerstören. Der Parasit wurde erstmals 1940 in Südafrika beschrieben. Wenn sich Imker an die vorgeschriebenen Maßnahmen halten, können auch so gefährliche Bienenschädlinge wie der Beutenkäfer eingedämmt werden. Dazu gehört aber eben das nötige Fachwissen. „Es gibt zum Beispiel bei der Varroamilbe ganz gute Konzepte“, weiß Marion Noack. Die lernen angehende Imker in den Anfängerkursen kennen.

Die Nachfrage nach der Jungimkerausbildung beim Meyenburger Verein war von Anfang an gut, sagt die Imkerin. Ein Grund dafür ist vielleicht auch der Praxisteil, der der Theorieausbildung folgt. Die Jungimker können sich innerhalb des Vereins, wenn sie wollen, einen erfahrenen Paten suchen, der ihnen in der ersten Saison mit Rat und Tat zur Seite steht. Die Teilnehmer kommen nicht nur aus der gesamten Region – Prignitz, Ostprignitz-Ruppin – sondern sogar aus Hamburg, Hannover und Berlin. Während in der Region solche Kurse eher rar sind, sind sie in Großstädten wie Berlin mitunter völlig überlaufen.

Von Beate Vogel

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