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Prignitz Angeklagter gesteht, zugeschlagen zu haben
Lokales Prignitz Angeklagter gesteht, zugeschlagen zu haben
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16:41 11.03.2018
In diesem Lokal in der Wittenberger Karl-Marx-Straße kam es am 8. Mai 2016 zur dem Vorfall. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Perleberg

Hitzig ging es bisweilen am Donnerstag im Amtsgericht Perleberg zu, fast so wie am 8. Mai 2016, als in einer Kneipe in Wittenberge der Vorfall geschah, der nun vor Gericht verhandelt wurde.

Damals soll ein 36-Jähriger Wittenberger einem weiteren Gast des Lokals so stark geschlagen haben, dass dieser zu Boden fiel und sich schwere Verletzungen zuzog. Nun beschäftigte sich das Amtsgericht zum zweiten Mal mit dem Vorwurf der schweren Körperverletzung, der gegen den 36-Jährigen erhoben wird.

Gericht muss klären, warum das Opfer so unglücklich gefallen ist

Es war ein Abend, an dem reichlich Alkohol floss. Der Angeklagte hat zudem nachweislich Drogen und Tabletten konsumiert. Nachdem ihn eine Frau beleidigt haben soll, ging er diese, laut der Anklage, tätlich an. Er soll sie an den Haaren gezogen haben. Das ließ sich das spätere Opfer, ein guter Bekannter der Frau, nicht gefallen und ging dazwischen. Daraufhin holte der Angeklagte zum Schlag aus, wie sein Verteidiger in einer Erklärung zugab.

Doch nun muss das Gericht klären, ob der Schlag oder das ungünstige Fallen und eventuelle Stolpern des Opfers Ursache der schweren Verletzungen sein könnte. Bis heute ist das Opfer körperlich angeschlagen und kann seinen damaligen Beruf als Antennenbauer nicht mehr ausüben.

Jux über Spinnenphobie

Hinzu kommt, dass sich die Zeugenaussagen teilweise widersprechen, so dass Fragen offenbleiben: Wo saßen das Opfer und der Angeklagte genau in der besagten Kneipe? Fiel das Opfer bei seinem Sturz über ein Geländer? All das wird genau aufgenommen und ausgewertet. Hinzu kommt, dass es auch schon zuvor zu Auseinandersetzungen gekommen sein soll.

„Wir hatten richtig viel Spaß und haben den Angeklagten mit seiner Spinnenphobie aufgezogen, er fand das aber auch ganz lustig“, sagt der Türsteher des Abends. Doch als sich ein Unbekannter eingemischt und mitgemacht habe, soll der Angeklagte ihm eine leichte Ohrfeige verpasst haben, heißt es weiter.

Immer wieder gab es Unterschiede zwischen den Aussagen der Zeugen bei der Polizei und vor Gericht zu den Abläufen der Tat. Außerdem steht unterlassene Hilfeleistung im Raum, da der Krankenwagen etwa eine halbe Stunde bis zur Einsatzstelle gebraucht haben soll. Weitere Verhandlungstage sind angesetzt.

Von Marcus J. Pfeiffer

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