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Anleitung zur eigenen Million

Rheinsberg Anleitung zur eigenen Million

„Ich wär’ so gerne Millionär, dann wär’ mein Konto niemals leer“, sangen einst Die Prinzen. Der Wahl-Rheinsberger Harald Gerhards hat fünf Jahre lang an einem Buch gearbeitet, das den Weg zur eigenen Million Schritt für Schritt erklärt. Bester Ausgangspunkt: Früh damit anfangen.

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Mit Blick auf ein Modell des Wall Street „Charging Bull“, alte amerikanische Aktien und die Börsentiere Bär und Stier schrieb Gerhards sein Buch.

Quelle: Christina Koormann

Rheinsberg. Zwischen den Spielsachen seines Enkels Jannik fand Harald Gerhards’ Tochter Selina vor einigen Jahren von dem Kind selbst aufgestellte „Regeln für Millionäre“. Sie lauteten: Immer sparen, wo es geht. Tresor offen lassen verboten. Immer die Millionärsregeln sagen. Und: Nie etwas ausgeben.

„Wer so professionell anfängt, der muss es einfach schaffen“, sagt Gerhards, der über die ersten Schreibversuche, aber auch über die frühen finanziellen Überlegungen seines damals noch sehr jungen Enkels staunte.

Im „Unruhestand“ beschäftigt sich Gerhards mit Finanzen

Ende der 1990er Jahre wurde Gerhards eher zufällig auf die Themen Geld, Finanzen und Börse aufmerksam. Beim Lesen von Finanz-und Börsenliteratur stellte er fest, dass in einem Werk dieses und in einem anderen jenes stand; ein Buch, das die komplette Bandbreite vom Umgang mit Geld über die Vermögensbildung bis hin zur Spekulation beschreibt und alle wichtigen Aspekte zumindest anreißt, fand er nicht.

Ende 2009, zum Beginn seines „Unruhestandes“, wie er es bezeichnet, erfüllte sich der gelernte Elektrotechniker und spätere Quereinsteiger in die Werbebranche mit seiner Frau den lange gehegten Traum, von Nordrhein-Westfalen nach Rheinsberg ans Wasser zu ziehen. Hier begann er, 2011 ein Buch zu schreiben, das zum ersten Juni 2017 im Eigenverlag erschienen ist – verfasst und komplett gestaltet von ihm selbst.

„Sparen, auch wenn man Schulden hat“

„Jugend – Das Samenkorn zum Millionär. Gebrauchsanweisung für Geld“ gibt auf 523 Seiten Aufschluss darüber, wie Vermögensbildung und Geldanlagen möglichst sinnvoll geplant und aufgebaut werden können. „Selbst wenn man Schulden hat, sollte man sparen, und wenn es monatlich ein noch so kleiner Betrag ist“, meint Gerhards. „Auch, wenn es in einem Monat mal eng wird mit dem Geld.“

Das Girokonto zu überziehen, nicht zu sparen und alles gleich wieder auszugeben, hält der Autor für einen schlechten Ansatz. „So habe ich es früher auch gemacht, aber das war vollkommen falsch“, sagt er. Wo er jetzt stehe, habe er nicht zuletzt seiner intensiven Beschäftigung mit dem Thema Finanzen zu verdanken, in das er sich autodidaktisch eingearbeitet hat.

„Aktien sind die Grundlage unseres weltweiten Wirtschaftssystems“

Das Bewusstsein für einen richtigen und sinnvollen Umgang mit Geld fange schon beim Taschengeld für Kinder an. Auch in der Schule müsse dieses Thema bereits ernstgenommen werden. „Ich habe erfahren, dass ein Lehrer einer weiterführenden Schule seinen Schülern erzählt hat, dass der Aktienmarkt und die Börse das Überflüssigste sind, was es auf dieser Welt gibt. Dabei bilden Aktien als volkswirtschaftliche Institution die Grundlage unseres weltweiten Wirtschaftssystems.“

Harald Gerhards hält mehrere Aktien, rät Anfängern indes zum Kauf von Fonds und Wertpapieren. „Wenn man über 50 Jahre an der Börse monatlich 150 Euro investiert und die Zinsen bei acht Prozent liegen, ist man nach dieser Zeit bei der Million angekommen.“ Sein Buch, das er den Enkeln Jannik und Julian gewidmet hat, soll vor allem junge Leser ansprechen, damit sie früh mit dem Aufbau des eigenen Vermögens anfangen können.

„Geld macht nicht glücklich, aber kein Geld macht unglücklich“

„Ich möchte, dass meinen Enkeln und anderen jungen Lesern einige Fehler, die ich in meinem Leben gemacht habe, erspart bleiben.“Je früher man anfange, seine Finanzen in die Hand zu nehmen und sich damit intensiv beschäftige, desto besser.

„Natürlich muss mein Buch nicht sofort von vorne bis hinten gelesen werden“, sagt Gerhards, „Ich steige mit grundsätzlichen Aspekten ein und gehe dann ans Eingemachte.“ Außerdem spricht er in seinem Buch auch über die Relevanz von Gesundheit und Psychologie. „Geld macht nicht glücklich, aber kein Geld macht auf jeden Fall unglücklich.“

Von Christina Koormann

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