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Annett Jura startet in Perleberg durch

100 Tage Bürgermeisterin in der Rolandstadt Annett Jura startet in Perleberg durch

In der Perleberger Stadtverwaltung weht seit dem 2. März 2015 ein neuer Wind: Annett Jura führt als Bürgermeisterin seitdem Regie im Rathaus. Durch personelle Umsetzungen erhielten Stadtinformation und Museum bürgerfreundliche Öffnungszeiten. Veränderungen gibt es auch in der Wirtschaftsförderung.

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Annett Jura an ihrem Arbeitsplatz.

Quelle: Michael Beeskow

Perleberg. Am 2. März hat Annett Jura den für sie neuen Dienst als Bürgermeisterin der Stadt Perleberg angetreten. Gut 100 Tage führt sie Regie im Rathaus – Grund genug für einige Nachfragen.

MAZ: Frau Jura, wie haben Sie die ersten 100 Tage im Rathaus erlebt?

Annett Jura: Das ist etwas komplett anderes, als meine bisherigen Tätigkeiten. Aber mir gefällt diese abwechslungsreiche Arbeit. Als Verwaltungschefin bin ich für sehr viel zuständig. Der Terminkalender ist randvoll. Doch ich gehe gerne ins Rathaus.

Strömt da nicht auch sehr viel Neues auf Sie ein, auf das Sie sich erst einmal einstellen müssen?

Jura: Gleich zu Beginn habe ich eine Dienstberatung eingeführt. Jeden Montag kommen die Fachbereichsleiter zusammen. Auch der Personalrat und die Gleichstellungsbeauftragte sitzen mit am Tisch. Wir haben uns erst einmal beschnuppert, einige haben abgewartet, was passiert. Die Fachbereichsleiter berichten, und andere melden sich inzwischen zu Wort und geben Anregungen. Das gefällt mir. Nicht nur Infos sollen vorgetragen werden, sondern es soll auch ein Austausch stattfinden.

Sie haben nicht lange gezögert, um auch personelle Veränderungen vorzunehmen?

Jura: Eine bürgerfreundliche Verwaltung ist eines meiner Wahlkampfziele. Die Stadtinformation hat jetzt länger geöffnet, auch am Samstag. Das Stadtmuseum hat ebenfalls neue Öffnungszeiten bekommen. Am 31. März liefen einige Honorarverträge aus, da musste ich handeln. Die Veränderungen waren nur durch Umbesetzungen innerhalb des Personalbestandes möglich.

Ging es allein um bürgerfreundlichere Öffnungszeiten?

Jura: Nein, ein anderer Punkt ist für mich die Lotte-Lehmann-Akademie. Das von der Stadt eingereichte Konzept sieht einen Ganzjahresbetrieb vor. Wir müssen auch gegenüber dem Fördermittelgeber deutlich machen, dass wir für dieses Ziel alles tun. Julia Daue wird sich nun ganz dieser Aufgabe widmen. Musical-Ausbildung soll nach Perleberg geholt werden, es geht um regionale Kooperationen. Dafür sind Partner zu gewinnen.

Die Fraktionsvorsitzenden sowie die Verwaltungsspitzen aus Perleberg und Wittenberge haben kürzlich gemeinsam beraten. Mit welchem Ergebnis?

Jura: Wir wollen stärker in der Wirtschaftsförderung zusammen arbeiten. Unser Wirtschaftsförderer Klaus Possenau geht im August in den Ruhestand. Hier gilt es für eine gute Nachfolge zu sorgen. Ziel ist es, bis 2016 eine gemeinsame Wirtschaftsfördergesellschaft für beide Städte im Technologie- und Gewerbezentrum zu etablieren. Erfolgreich angesiedelt ist dort bereits die Geschäftsstelle des Regionalen Wachstumskerns. Das soll auch so bleiben. Zukünftig könnte die Koordinierung für den Mittelbereich hinzukommen.

Seit Jahren wird über eine engere Zusammenarbeit zwischen Wittenberge und Perleberg gesprochen, auch in anderen Bereichen.

Jura: Interkommunale Zusammenarbeit kann doch nur heißen, dass man auch etwas gemeinsam macht. Darin sind sich alle Fraktionen einig. Wir müssen auch über andere kommunale Einrichtungen wie die Bibliotheken, unsere Bäder, den Tierpark, Museen und Einrichtungen wie das Kultur- und Festspielhaus nachdenken. Wir wollen aber kleine Schritte gehen. Die gemeinsame Wirtschaftsförderung soll der erste Schritt sein. Er soll zeigen, was möglich ist und zugleich Ängste abbauen.

Ausgeschrieben wurde die neue Stelle eines Büroleiters der Bürgermeisterin. Was hat es damit auf sich?

Jura: Hier sollen ganz verschiedene Aufgaben zusammenfließen. Hier muss die Zuständigkeit für die Beteiligungsverwaltung liegen, also für alle Gesellschaften, an denen die Stadt beteiligt ist. Von hier aus soll auch die Arbeit in der gemeinsamen Wirtschaftsfördergesellschaft koordiniert werden.

In der Amtszeit von Fred Fischer war die Stadtverordnetenversammlung tief gespalten. Von Eintracht war allerdings auch in der jüngsten Sitzung nichts zu spüren.

Jura: Man muss Geduld haben. Die alten Auseinandersetzungen verliefen über mehrere Jahre und haben somit Spuren hinterlassen, da tragen einige Abgeordnete noch etwas in sich. Aber ich bin guter Dinge. Die Sitzungen mit den Fraktionsvorsitzenden verlaufen gut und auch in den Ausschüssen wird sachlich diskutiert. Mit dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Frank Döring (Linke) habe ich ein offenes und ehrliches Verhältnis. Da besteht schon eine sehr gute Zusammenarbeit.

Von Michael Beeskow

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