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Anonyme Bestattung bald möglich

Schmolde Anonyme Bestattung bald möglich

Auf dem Friedhof im Meyenburger Ortsteil Schmolde soll bald eine Fläche für die anonyme Bestattung bereitgestellt werden. Ein Findling, der als zentraler Gedenkstein auf dem Rasen stehen soll, ist bereits gefunden. Im Ortsbeirat diskutierte man nun über die weitere Gestaltung des Steins und der Fläche.

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Die Trauerhalle mit dem neuen Anbau und der künftige Gedenkstein für die anonyme Bestattung auf dem Friedhof in Schmolde.

Quelle: Beate Vogel

Schmolde. Auf dem Friedhof in Schmolde soll – ähnlich wie auf dem Meyenburger Friedhof – bald auch eine anonyme Beerdigung möglich sein. Wie die Verstorbenen unter der Rasenfläche später gewürdigt werden sollen, hatten die Ortsbeiräte des Meyenburger Ortsteiles mit den Einwohnern bereits beraten: auf einem große Gedenkstein. „Der Stein ist inzwischen gefunden“, so Ortbürgermeisterin Diana Wendrock in der jüngsten Beratung des Gremiums, an der auch die Mitglieder des Festkomitees teilnahmen.

Der große, recht flache Findling steht bereits auf dem Friedhof auf der Rasenfläche, die später für die anonyme Bestattung genutzt werden soll. „Er wird von den Stadtarbeitern aber noch mit einem Kärcher gesäubert“, so die Ortsbürgermeisterin. Damit er nicht umstürzt, soll er zudem in ein Betonbett gesetzt werden. „Auch das erledigen die Stadtarbeiter.“

Ein blühender Busch am Gedenkstein

Zum Stein hin soll ein kurzer Weg gepflastert werden, damit die Hinterbliebenen dorthin gelangen können, ohne auf die Rasenfläche treten zu müssen. Wahrscheinlich erst im nächsten Jahr werde links und rechts des Weges eine kleine Buchsbaumhecke gepflanzt, als Abgrenzung. „Und direkt an den Stein soll ein blühender Busch gesetzt werden, vielleicht ein Rhododendron“, so Ortsbürgermeisterin Wendrock. Auf dem Stein selbst wird eine Tafel befestigt mit einem Spruch, über den sich die Schmolder noch abstimmen. „Das soll aber unbedingt noch dieses Jahr in Auftrag gegeben werden.“

Die genaue Lage bleibt unbekannt

Immer mehr Menschen entscheiden sich heute für die Form der anonymen Bestattung. Viele wollen, dass die Hinterbliebenen möglichst wenig Arbeit mit der Grabpflege haben. Allerdings gibt es dann auch keinen festen Ort, an dem die Angehörigen Blumen ablegen oder dem Verstorbenen gedenken können.

Die genaue Lage der Grabstelle bleibt unbekannt. Sogar die Bestattung wird in der Regel in aller Stille – also ohne die Begleitung der Angehörigen – vorgenommen. Eine Trauerfeier ist aber möglich. Die Ruhezeit in den einzelnen Grabstätten wird in der jeweiligen Friedhofssatzung festgelegt.

Die anonyme Bestattung erfolgt in der Regel als Feuerbestattung unter einer Rasenfläche. Sie ist in der Regel kostengünstiger als andere Varianten, weil zum Beispiel die Friedhofsgebühren niedriger sind. Die Fläche für die anonyme Bestattung kann mit einem zentralen Gedenkstein oder einer Tafel versehen werden, manchmal finden sich darauf auch die Namen der Verstorbenen.

Ebenfalls möglichst rasch sollen die Tannen gekürzt werden, die an der Friedhofsmauer hinter der Trauerhalle stehen. „Nicht, dass sie uns noch auf das neue Dach der Halle fallen, wenn es stürmisch wird.“ Das setzten die Schmolder mit auf ihre Wunschliste für die Arbeiten, die die Stadtarbeiter übernehmen könnten.

Reparierte Trauerhallen sollen Trauernde schützen

Die Sanierung des Daches der Trauerhalle sowie der Anbau vor der Halle waren im vergangenen Jahr umgesetzt worden. Die Überdachung des Eingangsbereiches und eine neue Dacheindeckung hatten rund 25 000 Euro gekostet. „So ein Vordach lassen wir auf Wunsch in vielen Gemeinden errichten“, erklärte Bauamtsleiterin Uta Nebert. Die meisten Trauerhallen seinen recht klein und ohne schützenden Unterstand. „Die Leute wollen einfach für schlechtes Wetter einen Schutz haben“, sagte die Bauamtsleiterin. So haben in den vergangenen Jahren die Trauerhallen auf den Friedhöfen unter anderem in Preddöhl, Warnsdorf und Grabow einen entsprechendes Vordach bekommen.

Von Beate Vogel

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