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Prignitz Antennenbauer schwebte in Lebensgefahr
Lokales Prignitz Antennenbauer schwebte in Lebensgefahr
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00:34 25.03.2018
Quelle: dpa
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Perleberg

„Ich habe noch nie so viel Blut an den Händen gehabt“, sagte ein weiblicher Gast einer Kneipe in Wittenberge. Sie ist Zeugin eines Vorfalls der schweren Körperverletzung. Im Mai 2016 soll ein 36-Jähriger einen Mann geschlagen haben. Dieser fiel zu Boden. Er verletzte sich schwer. Das Opfer lag mehrere Wochen im Koma und kämpfte um sein Leben. Auch heute hat er mit den Folgen zu tun. Seinen Beruf als Antennenbauer kann er nicht mehr ausüben.

Der Angeklagte muss sich nun vor dem Amtsgericht in Perleberg verantworten. „Ich saß mit dem Rücken zum Podest. Daher hörte ich nur den Sturz“, so die Zeugin am Donnerstag beim dritten Verhandlungstag. Sie gehörte zu den ersten, die Erste Hilfe leisteten. „Ich habe gesehen, dass er sich gar nicht mehr regte. Wir legten ihn in die stabile Seitenlage.“ Im Anschluss wählte sie den Notruf. Dabei soll es Abstimmungsschwierigkeiten gegeben haben.

Hirndruck stieg lebensbedrohlich

Der Vorsitzende Richter Roger Schippers verlas das Protokoll des etwa zwei Minuten langen Notrufes. „Die vielen Nachfragen während des Telefonats finde ich völlig überflüssig“, so die Ersthelferin. Über zwei Minuten dauerte demnach das Telefonat mit dem Disponenten in der Leitstelle Potsdam. Es vergingen weitere Minuten, laut Zeugin etwa fünf bis sechs, bis der Rettungsdienst und die Polizei an der Kneipe eintrafen.

Kurz darauf verständigte man den Vater des Opfers telefonisch. Sofort machte er sich auf den Weg in das Klinikum nach Perleberg, wo sein Sohn behandelt wurde. Er war als Zeuge zu der Verhandlung am Donnerstag geladen. „Der Hirndruck stieg lebensbedrohlich an, woraufhin sie ihn sofort in das Krankenhaus nach Schwerin flogen“, berichtet der Vater. Es folgte eine Not-OP. „Wir waren jeden Tag in Schwerin. Schließlich wachte er nach x Wochen auf, hat uns aber nicht gleich erkannt.“

Sohn kann nicht mehr auf einen Mast

Nach eigenen Angaben war sein Sohn ein sehr geachteter Ansprechpartner bei beruflichen Auftraggebern bundesweit. Er sollte einmal die Firma seines Vaters übernehmen. „Wenn er heute einen Fuß auf einen Antennenmast stellt, wird ihm schlecht“, so der Vater. Er kann seinen Beruf nicht mehr ausüben. Er ist verrentet. Die Firma habe sein Vater mit großen Verlusten aufgelöst. Er sprach zudem auch von epileptischen Anfällen und Wortfindungsstörungen bei seinem Sohn. „Mit Lustigkeit, viel Reden und gekünstelten Humor versucht er seine Angst zu überspielen“, ist er sich sicher. Große Menschenmengen meide sein Sohn auch. Doch dieser äußerte sich zu diesen Alltagsproblemen bei seiner Aussage vor Gericht nicht detailliert.

Der Verteidiger des Angeklagten machte darauf aufmerksam, dass die Zeugenaussage gefärbt von väterlicher Sorge sei. „Dabei handelt es sich um subjektive Einschätzungen und sind schwierig mit anderen Aussagen in Einklang zu bringen.“ Es fiel noch kein Urteil. Der Prozess wird am 5. April fortgeführt.

Von Marcus J. Pfeiffer

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