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Prignitz Antibabypille statt Abschuss
Lokales Prignitz Antibabypille statt Abschuss
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16:38 03.03.2017
Der unbestritten putzige Räuber wurde von der Europäischen Union in die Richtlinie über invasive Arten aufgenommen. Quelle: Claudia Bihler
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Struck

Auch, wenn in der Wildtierauffangstation in Struck bereits vier Waschbären leben – weitere Tiere kann die Station eigentlich nicht mehr aufnehmen. Das liegt weniger am Platz in der Einrichtung, als an einer EU-Richtlinie, die im vergangenen Jahr gültig geworden ist. Die Richtlinie sieht vor, den Bestand an so genannten invasiven Arten einzuschränken beziehungsweise zu reduzieren, also an solchen Arten, die heimische Arten verdrängen.

Der Waschbär, ursprünglich in Nordamerika beheimatet, ist in Deutschland heimisch geworden, nachdem einige Vertreter in den Wirren des Zweiten Weltkriegs aus Pelztiergehegen entkommen waren. Seither verbreitet er sich rasant auch in Brandenburg.

Waschbären sind keine Haustiere

Immer wieder kommen in der Strucker Wildtierstation auch Waschbären an. „Geht es nach dieser EU-Richtlinie, müssten die Tiere, die hier neu ankommen, sofort eingeschläfert werden“, sagt Angie Löblich, die die Gehege in Struck bewirtschaftet, „während unsere bisherigen Tiere in ihrem Gehege bleiben dürfen. Freigesetzt werden dürfen sie auf keinen Fall.“ Vier Waschbären leben derzeit in Struck, unter anderem waren sie als schwerkranke Tiere aufgenommen worden. Allerdings versuchen sich auch immer wieder Privatleute an der Haltung dieser Raubtiere, scheitern damit häufig und entlassen dann kranke oder geschwächte Tiere in die freie Natur.

Nur die vorhandenen Tiere werden noch in Struck gepflegt und gefüttert – als Allesfresser mit Huhn und Banane. Quelle: Claudia Bihler

Auch, wenn die Waschbären dafür bekannt sind, Schäden an Häusern und etwa in Geflügelbeständen anzurichten, stimmen die Wildschützer aus Struck mit der EU-Richtlinie nicht einverstanden.

Köder mit Verhütungsmittel

Zunächst seien über die Bären verschiedene Gerüchte im Umlauf, wie etwa das, dass Waschbären drei mal pro Jahr Junge bekämen. Angie Löblich: „Aber das sind ja schließlich keine Ratten. Sie werfen einmal im Jahr, höchstens zwei mal.“ Um der vermehrten Ausbreitung der Tiere Herr zu werden, würde es zudem auch andere Möglichkeiten geben, sagt sie. Dabei denkt sie unter anderem an eine Aktion ähnlich der früheren Tollwutimpfungen bei Füchsen. „Die gibt es ja heute leider nicht mehr.“ Allerdings könnte mit einer solchen Köderaktion auch der Vermehrung der Waschbären besser Einhalt geboten werden, als mit der Freigabe zum Abschuss: „Man müsste die Köder mit Verhütungsmitteln versehen. Und selbst wenn ein Fuchs einen solchen Köder einmal fressen würde, wäre das auch nicht so schlimm.“

Ihr Ehemann, Uwe Löblich, ehemaliger Zootierpfleger, würde dagegen viel lieber der Natur freien Lauf lassen: „Wenn wir dem Wolf seinen ursprünglichen Lebensraum wiedergeben würden, dann würde dieser sich beispielsweise Waschbären als Beute suchen.“

Von Claudia Bihler

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