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Prignitz Anwohner sollen über neue Windräder mitentscheiden
Lokales Prignitz Anwohner sollen über neue Windräder mitentscheiden
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00:36 20.06.2015
Bürgermeister Stefan Freimark erklärt den Hauptausschussmitgliedern die Pläne für die künftigen Windeignungsgebiete. Quelle: Sandra Bels
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Gumtow

Egon Hübner aus Dannenwalde stellte am Dienstag im Hauptausschuss der Gemeinde Gumtow Pläne für den Bau von vier Windkraftanlagen zwischen Dannenwalde und Friedheim vor. Jedoch sieht der Entwurf des Regionalplanes Prignitz-Oberhavel, speziell der Teilplan „Freiraum und Windenergie“, in dem Bereich eine Restriktionsfläche vor. Das heißt, dass dort keine Anlagen gebaut werden sollen. Bürgermeister Stefan Freimark räumt dem Projekt auch deshalb wenig Chancen auf Realisierung ein. Allerdings muss sich die Gemeinde dazu positionieren. Bis zum 30. August ist noch Zeit. Deshalb regten die Ausschussmitglieder an, die Pläne im Ort vorzustellen und das Votum der Einwohner abzuwarten.

Der Regionalplanentwurf weist in der Gemeinde Gumtow noch drei Windeignungsgebiete aus. Eins befindet sich im Bereich der Gemarkung Schönebeck. Es soll erweitert werden. Im Bereich der Gemarkungen Görike, Schönhagen und Vehlin sind Verkleinerungen angedacht. Ein weiteres Windeignungsgebiet ist für die Gemarkung Barenthin vorgesehen. Dort soll an einer Stelle erweitert, an einer anderen verkleinert werden. Die Windeignungsgebiete Groß Welle-Schrepkow, Demerthin und Wutike entfallen. Vorhandene Türme haben bis zum Ende der Laufzeit Bestandsschutz. Neue dürfen nicht gebaut werden.

In den drei ausgewiesenen Gebieten wird laut Freimark der empfohlene Abstand von 1000 Metern zu den nächsten Häusern eingehalten. Er war in der Vergangenheit immer wieder Thema teils heftiger Diskussionen. Die Gemeindevertretung hatte sich für den Abstand ausgesprochen.

Der Änderungsantrag von Egon Hübner soll dazu führen, dass ein Windeignungsgebiet ausgewiesen wird, das es derzeit nicht gibt. Geplant ist, vier Anlagen mit einer Nabenhöhe von 149 Metern zu errichten. Der 1000-Meter-Abstand wird laut Hübners eingehalten. Er sagte, dass Freimark ein Schreiben eines möglichen Investors erhalten habe, in dem bestätigt werde, dass bereits im zweiten Jahr nach dem Bau der Anlagen Gewerbesteuer an die Gemeinde fließen soll. „Außerdem könnten Heimatverein oder Kirche Geld für bestimmte Investitionen bekommen“, so Hübner. Auch einen Bürgerwindpark zu errichten, sei möglich. Hübner geht davon aus, dass die Windkraft in den nächsten Jahren ausgebaut wird. Das sei von höchstem politischen Interesse.

Freimark wies darauf hin, dass jeder Bürger eine Änderung des Planentwurfs vorschlagen kann. Sofern die Gemeinde diese Änderung unterstützt, habe der Vorschlag ein größeres Gewicht. Die betroffenen Ortsbeiräte haben jetzt die Möglichkeit darüber zu beraten. Die Stellungnahmen sollen zur Gemeindevertretersitzung am 7. Juli vorliegen.

Von Sandra Bels

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