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Apfelmarkt mit vielen Köstlichkeiten

Wittenberge Apfelmarkt mit vielen Köstlichkeiten

Äpfel sind schon in der Bibel das zentrale Obst, mit dem so vieles begann. Und noch immer ist der Apfel auch im Herbst das Obst der Wahl in der Region. Viele Besucher zog es jetzt wieder nach Wittenberge zum diesjährigen Apfelmarkt, wo so viel mehr zu sehen war, als nur die köstliche heimische Frucht in ihrem ganzen Facettenreichtum.

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Die Apfelsortenausstellung zeigte die enorme Vielfalt an Apfelsorten in der Biosphäre.

Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. Rappelvoll war es am Sonntag in der Wittenberger Innenstadt. Tausende Besucher nutzten das sonnige Herbstwetter für einen Spaziergang und besuchten den siebten Wittenberger Apfelmarkt. Wie im vergangenen Jahr war das Fest mit einem verkaufsoffenen Sonntag gekoppelt. Die meisten Geschäfte in der Bahnstraße hatten geöffnet. Durch das wechselhafte Wetter in der vergangenen Woche entschlossen sich die Veranstalter der Apfelmeile, das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, der Wittenberger Interessenring (WIR) und die Stadt Wittenberge, die größte Zahl der Stände und die Bühnenattraktionen vom Paul-Lincke-Platz ins Kulturhaus zu verlegen.

Ilse Peukert aus Lanz hatte den schmackhaftesten Apfelkuchen gemacht

Ilse Peukert aus Lanz hatte den schmackhaftesten Apfelkuchen gemacht.

Quelle: Jens Wegner

Dort herrschte dichtes Gedränge an allen Ständen. An einem Stand des Biosphärenreservats gab es eine Apfelsortenausstellung, in der die enorme Vielfalt an Apfelsorten in der Biosphäre zu sehen war. Besucher hatten die Möglichkeit, eigene Äpfel mitzubringen und von erfahrenen Pomologen bestimmen zu lassen. Am Stand der Hofgemeinschaft Dannenwalde gab es Marmeladen, Liköre oder Säfte aus Wildfrüchten. Zur Verwendung kamen nur Pflanzen, die in der freien Natur dieser Region wachsen. Am Tisch von Gerhard Ehlers, dem ehemaligen Prignitzer Pilzberater, war eine Pilzausstellung zu bewundern. Die rund 40 Sorten hatte er am Tag zuvor beziehungsweise noch am selben Vormittag frisch gesammelt.

Kein Geheimrezept nötig

Viele Besucher schauten sich die Vielfalt an und fragten ihn um Rat. Einer der vielen Höhepunkte auf der Bühne war die Auswertung des Apfelkuchen-Backwettbewerbs. Insgesamt acht Kuchen wurden zu diesem Wettbewerb eingereicht. Nachdem die Jury alle verkostet hatte, stand das Ergebnis fest: Die Gewinnerin des Apfelkuchen-Backwettbewerb war Ilse Peukert aus Lanz. „Das ist ein ganz normaler Kuchen. Da gibt es kein Geheimrezept”, antwortete sie auf die Frage nach ihren besonderen Zutaten. Zwei frische Eier und natürlich viele Äpfel verwende sie. Alle Zutaten gebe sie auf einem Mal zusammen und rühre kräftig so lange, bis alles schön cremig geworden sei. Der Kuchen muss eben nach Apfel schmecken, waren sich die Jurymitglieder einig.

Auch musikalisch wurde den Gästen etwas geboten. „Der Arion-Chor hat Ihnen einen Strauß bunter Melodien mitgebracht, damit Sie Kaffee und Kuchen schön genießen können”, sagte der Vorsitzende des Wittenberger Sängerensembles, Hans-Hermann Litzenberg. Neben Liedern wurden auch herbstliche Gedichte vorgetragen.

Apfelrallye durch die Geschäfte

Im Zusammenspiel mit den Händlern in den geöffneten Geschäften gab es eine Apfel-Rallye. Kunden sollten in den Läden der Wittenberger Innenstadt Buchstaben finden, die zusammengesetzt ein Wort ergeben. Die Lösung musste auf einem Laufzettel eingetragen und im Kulturhaus abgegeben werden. Dort kamen sie in einen Lostopf, aus dem die Gewinner gezogen wurden. Es gab verschiedene Preise zu gewinnen. Den ersten Preis, ein Gutschein in Höhe von 50 Euro, stiftete der Wittenberger Interessenring.

Im Freien gab es zudem Stände mit Obst und Gemüse aus der Region – alles was der Herbst hergibt. Schon am Vormittag stand der Apfelkönig aus Apenburg mit seiner mobilen Saftpresse hinterm Kulturhaus. Besucher konnten nach Anmeldung Äpfel mitbringen und sich daraus frischen naturbelassenen Saft pressen lassen. Der gewonnene Nektar wurde pasteurisiert und in 5-Liter-Packungen abgefüllt. Als gehaltvoller Reststoff blieb der Trester übrig, der sich auch als Dünger oder Tierfutter eignet und mitgenommen werden konnte.

Von Jens Wegner

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