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Prignitz Applaus und „Zugabe-“Rufe an der Waldbühne
Lokales Prignitz Applaus und „Zugabe-“Rufe an der Waldbühne
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02:15 17.06.2017
„Walle walle, manche Strecke – die „Groover“ aus Groß Pankow brachten Goethes „Zauberlehrling“ als Hip-Hop-Version auf die Waldbühne. Quelle: Andreas König
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Groß Woltersdorf

Selbst die Moderation gehörte zur Inszenierung. Vor dem furiosen Auftritt seiner Schützlinge beim 8. Prignitzer Theatertag im Waldlehrpark Groß Woltersdorf stellte sich der Kunstlehrer Ronald Demgensky mit gespielter Ratlosigkeit auf die Bühne und verkündete: „Wir haben ein Problem. Die Truppe, die jetzt auftreten wollte, hat uns ein bisschen im Stich gelassen“, sagte er. Doch Sekunden später stürmten Schüler der 6. Klasse der Juri-Gagarin-Schule als „Die Groover“ die Waldbühne und begannen ihr Stück zu singen, zu tanzen und vor allen Dingen zu trommeln.

Von „Hänsel und Gretel“ bis Queen

Jede Menge Ideen steckten darin: Die Geschichte von Hänsel und Gretel wurde mit Trommelmusik unterlegt, geschlagen auf 17 Mülltonnen. Es gab Goethes“Zauberlehrling“ in einer krassen Hip-Hop-Variation, und schließlich klatschte, stampfte und sang das ganze Amphitheater mit, als Queens unverwüstliche Hymne „We Will Rock You“ erklang, untermalt vom Sound der vielen Mülltonnen-Perkussionisten. Frenetischer Applaus und „Zugabe“-Rufe zeigten bereits, dass die Schüler der 6. Klasse, unterstützt von den Tänzerinnen aus der 4. Klasse den Geschmack des überwiegend jungen Publikums getroffen hatten.

Mehr als 500 Besucher und Akteure tummelten sich beim Prignitzer Theatertag im Waldlehrpark Groß Woltersdorf.Schulen aus Pritzwalk, Hoppenrade und Groß Pankow sowie Kitakinder aus Kehrberg zeigten fantasievolle Vorstellungen. Der Wanderpokal ging an die Juri-Gagarin-Schule Groß Pankow, die Goethes Zauberlehrling als Rap interpretierten.

Akteure von Schulen und Kitas waren dabei

Erneut kamen Schulen aus Hoppenrade, Pritzwalk, Wittenberge und Groß Pankow mit Theater­stücken im Gepäck nach Groß Woltersdorf. Erstmals dabei waren die Kindergartenkinder von der Kita „Clownematz“ aus Kehrberg. Die Palette der Darbietungen reichte vom Musical „Wir sind füreinander da“ „The Smiley Kids“, den Schülern der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule Pritzwalk, über einige Tabaluga-Szenen von der Christophorusschule Hoppenrade bis hin zu der groovigen Vorstellung aus Groß Pankow. Durchs Programm führten Knubbelkrud alias Renate Groenewegen sowie Chady Seubert und Daniela Dörfel, in den Rollen von „Ilse und Margarete“. „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, sagte Marcel Michael vom Christlichen Jugenddorfwerk (CJD) aus Hoppenrade, Viel größer dürfte die Veranstaltung gar nicht werden, vor allem aus logistischen Gründen. „Wir haben es in diesem Jahr noch einmal hinbekommen, den Bustransport für die Schulen zu organisieren, aber das hat ziemlich Nerven gekoste“, sagte er.

Spannende Urteilsverkündung

Nervenzerreißend war nach der Mittagspause auch die Urteilsverkündung der Jury. Wie in den Vorjahren entschieden Schüler aus dem Leistungskurs Darstellendes Spiel des Pritzwalker Goethe-Gymnasiums über die Darbietungen. In Kategorien wie beste Kulisse, Musik, Kostüm, Interaktion mit dem Publikum vergaben sie die Pokale. Verbunden war die Auszeichnung jedes Mal mit einem Wertscheck über 150 Euro für den Besuch der Attraktionen des Wahrberge-Vereins in Groß Woltersdorf. „Bei uns bekommen alle Gewinner gleich Sachpreise“, erklärte Halldor Lugowski, der Vorsitzende des Vereins.

Riesenfreude über den Pokal

Die größte Trophäe allerdings ist traditionell der Wanderpokal. Um den zu bekommen, muss eine Theatergruppe die Juroren in allen Belangen überzeugen. Und das vermochten zum Schluss die Groß Pankower „Groover“. Laut jubelnd stürmten die Schüler die Bühne, rissen den Pokal in die Höhe wie Fußballspieler und freuten sich über den Sieg. Neben der Freude und der Anerkennung ist der Gewinn des Pokals aber auch mit Arbeit verbundne. Die Schüler aus Groß Pankow haben die ehrenvolle Aufgabe, für den nächsten Theatertag ein Plakat zu gestalten.

Gäste aus OPR dabei

Erstmals beim Prignitzer Theatertag waren Gäste aus dem Nachbarkreis Ostprignitz-Ruppin vertreten. Die Stephanusschule Kyritz war mit einer Delegation angereist ebenso wie die Schule am Kastaniensteg aus Neuruppin. Auf dem weitläufigen Gelände wurde getrommelt, man konnte jonglieren, Teller drehen und mit der Peitsche knallen. Am Abend gab es dann Theater für Erwachsene mit dem Marion-Etten-Theater Lindenberg.

Von Andreas König

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