Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Auch Schokolade darf es mal sein
Lokales Prignitz Auch Schokolade darf es mal sein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:45 09.03.2018
Erstaunlich: So viel Zucker enthalten Fruchtsäfte, erfuhren die 15 Teilnehmerinnen beim Ernährungskurs in der KMG-Klinik. Quelle: Beate Vogel
Pritzwalk

„Schätzen Sie mal: Wie viel Zucker ist in einem Liter Apfelsaft?“, möchte die Diät- und Diabetesassistentin Sophie Bernsdorff von den Zuhörern wissen. Die Antwort lässt die eine oder den anderen kurz die Luft anhalten: 55 Stück Würfelzucker hat der Fruchtsaft, das sind 13 mehr als in der berühmten Flasche Cola. Von der weiß jeder, dass sie den Zuckerspiegel durch die Decke treibt.

Die Chefärztin würde nicht auf Butter verzichten

15 Leserinnen und Leser durften am Montagnachmittag während der MAZ-Aktion „Fit & Gesund“ an einem interaktiven Ernährungskurs in der KMG-Klinik in Pritzwalk teilnehmen. Anne-Grit Bialojan, Chefärztin der Klinik für Geriatrie, und Diätassistentin Sophie Bernsdorff gaben zunächst in einem theoretischen Teil wertvolle Tipps rund um „gute“ und „schlechte“ Lebensmittel. Die wichtigste Nachricht: Ausnahmen müssen erlaubt bleiben. „Ich würde nie auf Butter verzichten“, erklärte Chefärztin Bialojan dem vorwiegend älteren Publikum. „Und ich sage Ihnen was: Auch ich esse Schokolade.“

So vermittelten die beiden Frauen viel Basiswissen, das sich bei den Teilnehmern sicher erst mal setzen muss. „Wir essen zu wenig Gemüse und wir essen zu viel nebenbei“, so die Chefärztin. Dabei nehme es genauso viel Zeit in Anspruch, eine Paprikaschote aufzuschneiden wie ein Brot zu schmieren. Tierische Fette, viel Süßes und Fastfood machen laut Bialojan nicht nur dick, sondern können auch Krankheiten auslösen. „Allerdings ist eine vegetarische Ernährung auch nicht unbedingt kalorienärmer.“ Auch regelmäßige Bewegung sei ein wichtiger Faktor.

Obst und Gemüse sind wichtig

Bernsdorff riet, jeden Tag fünf mal Obst oder Gemüse zu essen: „Eine Hand voll reicht.“ Anhand der Ernährungspyramide – unten an der Basis Obst und Gemüse, oben Torte – gab sie Tipps für eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung: „Sie sehen, es ist Platz für alles.“

Reichlich empfohlen werden Ballaststoffe, die sich allem finden, bei dem man viel kauen muss: Karotten, Rosenkohl, Vollkornbrot. Eher mäßig sollte man dagegen Milch und Milchprodukte, Fleisch und Fisch sowie Eier zu sich nehmen. Fisch und bestimmte Nüsse sollten im Speiseplan wegen der wertvollen Omega-3-Fettsäuren vorkommen.

Ein Snickers hat 288 Kilokalorien

Mit kleinen Butterstücken, die in der KMG-Klinik den Patienten serviert werden, machten die beiden Ernährungsberaterinnen den Fettgehalt von Lebensmitteln deutlich. „Ein Snickers hat 288 Kilokalorien, ein Apfel 80“, so Bernsdorff. „Da ist auch ganz viel Psychologie dabei“, meinte Bialojan: So heißen Gummibärchen mitunter Fruchtgummis, was sich viel gesünder anhört. Alternativen zum Naschen seien Russisch Brot, Salzstangen oder dunkle Schokolade. Und: Je weniger Inhaltsstoffe, desto besser.

Das Quiz am Ende des Kurses sorgte noch einmal für Aha-Effekte. Ein Glas Kaffeeweißer enthält demnach so viel Fett wie 125 Gramm Butter. Ein Liter Kiba – Kirsch-Banane-Saft – bringt 58 Stück Würfelzucker mit. Am besten geschätzt haben beim Quiz Brita Friske sowie Helga und Ulrich Köhn. Sie belegten zu dritt den 1. Platz.

Von Beate Vogel

Das Team von der Firma Windenergie Neuruppin überprüft und überwacht Windkraftanlagen in der Prignitz und in Ostprignitz-Ruppin. Nicht immer gibt es für den steilen Aufstieg der Anlagentechniker einen Fahrstuhl.

09.03.2018

Sein ganzes Arbeitsleben hat Horst Hentschel im Kreisbetrieb für Landtechnik Perleberg verbracht und nahezu alles dokumentiert. Sehr zur Freude der Mitarbeiter des Kreisarchivs. Dem hat der 87-jährige seine Chronik geschenkt. Sie umfasst unglaubliche 31 Bände und reicht vom Jahr 1949 bis zur Abwicklung des Betriebs im Jahr 1992.

08.03.2018

Ein 24-Jähriger gab am Sonntagmorgen an, in den Oberschenkel geschossen worden zu sein. Der Mann hatte zuvor mit seinem Schwager stundenlang am Computer gespielt und getrunken. Ein Test ergab bei ihm 2,29 Promille. Im Krankenhaus wurde bei ihm tatsächliche eine Wunde behandelt, es ist aber unklar, ob die tatsächlich von einem Luftgewehr herrührt.

05.03.2018