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Auf dem Weg zu den großen Opernbühnen

Perleberg Auf dem Weg zu den großen Opernbühnen

Die ersten 14 Tage der Lotte-Lehmann-Akademie in Perleberg sind vergangen. Angelo Raciti, der künstlerische Leiter der Akademie, blickt gerne auf die ersten zwei Wochen zurück. Intensive Proben und gelungene Auftritte liegen hinter den 15 angehenden Opernsängern aus aller Welt. Vier weitere Konzerte werden folgen.

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Yannes Ortega aus Spanien ist einer der Teilnehmer der Lotte-Lehmann-Akademie. Er begeisterte mit seiner einzigartigen Stimme.

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Perleberg. Es wird geprobt, einstudiert und vor Publikum aufgetreten. Die diesjährige Lotte-Lehmann-Akademie in Perleberg ist voll im Gange. Die ersten drei Konzerte fanden statt, vier weitere stehen kurz bevor. Grund genug, um sich bei Angelo Raciti, dem künstlerischen Leiter der Akademie, einen ersten Zwischenstand einzuholen. „Schon am vergangenen Wochenende waren bei den ersten Konzerten nach nur einer Woche Probezeit drastische Veränderungen bei einzelnen Teilnehmern zu sehen und zu hören“, sagt Angelo Raciti. „Die Teilnehmer kommen mit dem Bewusstsein zu uns, ihre Fähigkeiten zu verbessern“, so der künstlerische Leiter weiter. Viele Quantensprünge wurden aus seiner Sicht bereits bewältigt, doch die Sommerakademie ist noch längst nicht am Ende.

Teilnehmer an der Akademie aus aller Welt

Beispielsweise aus Chile, Brasilien, Finnland und Polen sind die 15 Teilnehmer in die Geburtsstadt der großen Sopranistin Lotte Lehmann angereist, um bei der Akademie vom 5. bis zum 26. August mit dabei zu sein. Insgesamt sind zehn Nationen vertreten. Die damit verbundene Konzertreihe ist zudem jeden Sommer ein Klassikhöhepunkt in der Prignitz. „Viele der Teilnehmer sind bereits im Vorhinein mit Texten gut vorbereitet“, weiß Angelo Raciti. „Mit einem ersten Vorsingen konnten wir uns so ein Bild jedes Einzelnen machen und mit ihnen zusammen auf unterschiedlichen Ebenen arbeiten.“ Denn neben dem Gesang wird zudem Wert auf die musikalische und schauspielerische Kompetenz gelegt. Das bewiesen sieben Teilnehmer, die am Mittwoch beim Nachmittagskonzert im Perleberger Kreiskrankenhaus auftraten.

Neue Location der Sommerkonzerte in Wittenberger Altstadt

„Zum vierten Mal sind die singenden Künste im Kreiskrankenhaus zu Gast und zum zweiten Mal in der wundervollen Open-Air-Atmosphäre im Innenhof“, sagt Betriebsrat Konrad Ahrendt. Dieser Auftritt war für die angehenden Opernsänger zugleich Teil ihres Vorsingtrainings. Mit im Publikum saßen die Dozenten Janet Williams und David Wakeham sowie Bettina Giese von der künstlerischen Administration der Stuttgarter Oper. Sie verfolgten die Auftritte der Teilnehmer, schätzten ihre Leistung ein und können so im Nachhinein an der Gestaltung zusammen mit den Sängern arbeiten. Bei insgesamt sieben Sommerkonzerten stellen die angehenden Opernsänger ihr Können unter Beweis. „Ich freue mich auf jedes einzelne Konzert, das noch ansteht“, sagt Angelo Raciti. Gespannt ist er auf den neuen Veranstaltungsort an der evangelischen Kirche in der Altstadt von Wittenberge am kommenden Mittwoch. „Einer der Höhepunkte wird auch die große szenische Abschlussgala in Perleberg sein.“

Drei Wochen harte Arbeit verspricht Erfolge

Wer die jungen Talente außerhalb der Konzerte hautnah erleben möchte, hat dazu direkt in der Akademie während der Proben die Gelegenheit: „Die Lotte-Lehmann-Akademie ist während der Sommerkurse ein offenes Haus. Zuschauer sind beim Unterricht jederzeit herzlich willkommen“, informiert Michelle Köster, Organisatorin der Lotte-Lehmann-Akademie seitens der Stadt Perleberg. Nach den drei Wochen harter Arbeit werden sich die Gesangstalente intensiv mit Stimmtechnik, Aussprache, Stil und Bühnenausstrahlung beschäftigt und gezeigt haben, was in ihnen steckt. Ziel ist es, das Repertoire für das Vorsingen zu optimieren sowie die im Berufsalltag geforderte stimmliche Flexibilität, Kondition und Widerstandsfähigkeit sowie mentale und körperliche Fitness aufzubauen.

Lotte-Lehmann-Woche im Anschluss an der Akademie

„Wir wollen niemanden eine Augenauswischerei für eine positive Zukunft vormachen. Eine lange und nachhaltige Karriere ist von den Teilnehmern abhängig. Wir wollen ihnen alles Nötige dafür bieten“, sagt Angelo Raciti. So werden die Opernsänger intensiv von professionellen Dozenten begleitet. Es wird ihnen eine maximale Aufmerksamkeit und Betreuung bei ihrer Arbeit geboten. Außerdem sollen sie ihr Reservoire erweitern, neue Erlebnisse dazu gewinnen und ihre eigene Leistung einschätzen können, auf einem ganz anderen Niveau. „Das kann zu einem Erfolg führen“, ist sich der künstlerische Leiter der Akademie sicher. Im Anschluss an die Sommerakademie findet ab 25. August die bereits 20. Lotte-Lehmann-Woche statt. Jeder, der sich für Gesang begeistert, konnte sich dafür bewerben.

Von Marcus J. Pfeiffer

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