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Prignitz Aufräumen nach dem großen Sturm
Lokales Prignitz Aufräumen nach dem großen Sturm
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17:42 31.08.2016
Der Hühnerstall bei Könkendorf wurde fast zur Hälfte abgedeckt. Die Dachdecker sind bei der Arbeit. Quelle: Claudia Bihler
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Könkendorf

Im Maisfeld, das an die Straße nach Könkendorf grenzt, ist am Dienstagnachmittag noch schwere Technik im Einsatz. Keine Landtechnik, wie man denken könnte: Stattdessen sind schwere Baumaschinen am Werk, die halbe Bäume durch die Gegend fahren. Ein Mitarbeiter des Bauhofes hat einen Laubsauger in der Hand, beseitigt damit die Erdmassen, die auf der Straße gelandet sind. Der Gewittersturm am Wochenende hat das Dorf Könkendorf besonders schwer getroffen – die Aufräumarbeiten sind längst nicht abgeschlossen. Mehrere uralte Eichen hat der Sturm entwurzelt – solche Bäume, von denen man nie geglaubt hätte, dass sie ein Wind überhaupt bewegen könnte.

Der Sturm hat riesige Bäume einfach so entwurzelt. Die Aufräumarbeiten dauern nach wie vor an. Quelle: Claudia Bihler

„Da sieht es noch aus, als wenn Krieg gewesen wäre“, meint Kurt Eilmes von der Firma Sadenbecker Feldfrucht. Der Landwirtschaftsbetrieb hat Felder bei Könkendorf: „Eigentlich sollte dort bereits Raps gedrillt werden“, sagt der Landwirt, „aber jetzt müssen wir erst am Wochenende Platz auf den Feldern schaffen. Auch, wenn die Rapssaat eigentlich bis Ende August im Boden sein sollte.“

Bei manchen Bäumen ist die staatliche Krone einfach abgeknickt, der Sturm hat Astwerk in alle Richtungen auf die Felder geweht. Vor allem aber liegen auf Eilmes Ackern auch riesige Blechteile: Das vergleichsweise neue Dach einer angrenzenden Legebatterie wurde wie Papier zerknüllt und Hunderte von Metern weit über die Felder fortgetragen.

Das Blechdach des Stalles wurde vom Sturm zerknüllt wie Papier. Quelle: Claudia Bihler

Auf dem Stallgebäude sind inzwischen die Dachdecker bei der Arbeit. Die Dachhälfte, die vom Sturm getroffen wurde, ist weitgehend abgedeckt worden. Am Mittwoch klingt die Aufregung unter den Hühnern erst langsam ab. Zwar wurden die Tiere nicht direkt betroffen: „Ich habe zumindest keine in der Umgegend gefunden“, sagt der Besitzer der Eierfarm, Alessandro Zucchiatti. Doch die Angst unter den Hühnern war riesig und die Lust am Eierlegen war den 14 000 Tieren nach der Sturmnacht zunächst erstmal vergangen.

Von Claudia Bihler

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