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Prignitz Auftakt mit Prominenz aus Kunst und Kultur
Lokales Prignitz Auftakt mit Prominenz aus Kunst und Kultur
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00:18 01.01.2018
Zur Vorbereitung der Ausstellung gab es ein Vorbereitungstreffen. Mit dabei (v. l.): Bernd Streiter, Lars Schladitz, Barbara Klemm und ihr Mann Johannes Heisig sowie Horst Kontak. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

Mit dem Jahresende geht für Pritzwalk auch eine kleine Ära zu Ende: Das bisherige Stadt- und Brauereimuseum schließt seine Pforten – allerdings nur, um in erneuerter Form und mit einem anderen Konzept am 11. Februar wieder zum Leben zu erwachen. An jenem Tag wird nämlich die Museumsfabrik eröffnet. So lautet der Name des erheblich erweiterten Museums in der Tuchfabrik, das aber über eine – noch immer nicht errichtete – Brückenverbindung auch die Räumlichkeiten des bisherigen Museums einbeziehen wird.

Das neue Museum, das insbesondere die Pritzwalker Industrialisierung dokumentieren wird, ist aber gleich zu Beginn auch Ort einer Sonderausstellung, die Pritzwalk auch als Adresse in der Kunstwelt noch bekannter machen dürfte: Der renommierte Künstler Johannes Heisig zeigt Teile seines Schaffens. Zu verdanken ist dies dem unermüdlichen Bemühen von Horst Kontak, seines Zeichens Vorsitzender der Pritzwalker Kunstfreunde, der Heisig über seine Galerie und in seinem Domizil in Teetz kontaktierte. Kunstfreunde und Museum haben sich für die Ausstellung zusammengetan. Und gleich noch einen weiteren Prominenten für eine Würdigung gewonnen: Der Schriftsteller Volker Braun hält bei dieser Gelegenheit eine Ansprache, ebenso wie der Prignitzer Künstler Bernd Streiter. Es war eine wahre Freude, beim Vorbereitungsgespräch zwischen Streiter und Heisig dabeizusein und ihrer Fachsimpelei über Malerei und ihren Rang in der heutigen Kunstwelt zu lauschen. Zu erwarten ist von Braun und Streiter nicht weniger als eine adäquate Würdigung von Heisigs Werk. Streiter, Kontak und Museumsleiter Lars Schladitz besuchten Heisig für die Absprachen zur Ausstellung, etwa über die Gestaltung der Einladung, in seinem Atelier in Teetz.

Fakten zur Ausstellung

Die Ausstellung „Klimawechsel“ wird am Sonntag, 11. Februar, um 15 Uhr in der Museumsfabrik Pritzwalk eröffnet. Gleichzeitig öffnet diese dann ihre Pforten.

Johannes Heisig, geboren 1953 in Leipzig, stammt aus einer bekannten Künstlerfamilie. Er ist Maler, Zeichner und Grafiker und lebt seit 2015 in Teetz.

Volker Braun, geboren 1939 in Dresden, zählt zu den bedeutendsten Dramatikern der DDR. 2006 bis 2010 leitete er an der Akademie der Künste in Berlin die Sektion Literatur.

Dabei ist die Ausstellung in Pritzwalk Teil eines vierteiligen Zyklus mit dem Titel „Klimawechsel“. Ein Teil war bereits in Aschaffenburg zu sehen. Jetzt ist Pritzwalk der zweite Ort, bevor dann die Stadt Brandenburg und Cottbus weitere Stationen sein werden. Dabei wird jede der vier Ausstellungen etwas anders sein. Johannes Heisig dazu: „Es ist eine Station der Tournee, aber mit spezieller Ausrichtung. Ich versuche, auf die Räumlichkeiten einzugehen.“ Er freut sich auf die Schau, nicht nur, weil es seine erste in seiner neuen Wahlheimat ist: „Auch für mich ist es ein Privileg, dass ich in dieser Situation ausstellen darf“, betont Heisig. Er wird in den neu gestalteten Räumen der Museumsfabrik eine Reihe von großformatigen Bildern von bis zu 2,20 Meter Höhe zeigen. Sie waren schon im ersten Teil der Ausstellungsreihe in Aschaffenburg zu sehen und werden nun nach Pritzwalk kommen. Ein zweiter Ausstellungsteil wird sich in den neuen Räumen der Kunstfreunde befinden, die er im bisherigen Stadt- und Brauereimuseum bezieht. „Dort wird es etwas intimer sein“, sagt Horst Kontak. Hier sind dann kleinformatige Bilder zusehen, die sich mit Landschaft auseinandersetzen und im Atelier in Teetz entstanden sind. Auch ein paar Porträts, für die Heisig ja bekannt ist, werden Teil der Schau sein. Stolz ist Kontak, dass ein neuer großer Katalog, der das Schaffen Heisigs dokumentiert, in Pritzwalk an jenem 11. Februar Premiere haben wird. Heisig verspricht, dass die Ausstellungsbesucher „die zwei Pole, die mich als Künstler ausmachen“ beim Besuch erkunden können. Für ihn ist es interessant diese beiden Pole räumlich getrennt präsentieren zu können.

Die Ausstellung „Klimawechsel“ wird vom 11. Februar bis zum 1. April 2018 in Pritzwalk zu sehen sein. Zusätzlich findet am 4. März 2018, um 11 Uhr ein Künstlergespräch mit Johannes Heisig und dem Journalisten Michael Hametner statt.

Von Bernd Atzenroth

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