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Prignitz Aus Schulgelände könnte Rodelberg werden
Lokales Prignitz Aus Schulgelände könnte Rodelberg werden
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02:15 10.03.2017
Schon zum Wochenende war das ehemalige Schulhaus in Gerdshagen fast vollständig entkernt. Quelle: Claudia Bihler
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Gerdshagen

Aus dem Container schaut noch ein Plakat heraus, auf dem Kindercomic-Figuren andere zum fleißigen Lernen auffordern. Nebenan liegt der alte Schulkopierer auf dem Stapel für Elektromüll. Aus dem Inneren des Gerdshagener Schulgebäudes werden gerade Metallschienen mit lautem Scheppern auf die Schaufel des Radladers geworfen, der vor dem Fenster abgestellt ist. Angst um Glasbruch müssen die Bauarbeiter in Gerdshagen keine zu haben: Die Fenster des ehemaligen Schulgebäudes sind samt Rahmen entfernt.

„Die Entkernung ist soweit abgeschlossen“, sagt der Gerdshagener Ortsbürgermeister Robert Gemmel. „Demnächst wird damit begonnen, das Gebäude vollständig abzureißen.“ So recht glücklich war Gerdshagen in der vergangenen Zeit nicht, dass das Schulgebäude abgerissen werden soll. „Aber nachdem wir so lange nach alternativen Verwendungszwecken gesucht haben, gibt es nur noch wenige Stimmen, die gegen den Abriss sind“, sagt der Ortsbürgermeister: „Vor allem die hohe Form des Gebäudes hatte die Umnutzung verhindert, aber auch der Umstand, dass das Gebäude so hoch liegt, dass sogar der Keller oberirdisch liegt.“ Jahrelang hatte das Gebäude leergestanden, dann hatte auch der Meyenburger Amtsausschuss die Mittel für den Rückbau genehmigt. Wann der abgeschlossen sein wird, kann Gemmel heute noch nicht sagen: „Aber wenn es soweit ist, wartet dort noch eine Überraschung auf uns.“ Denn wie bei Grundsteinlegungen so üblich, wurde auch bei jener der Gerdshagener Schule eine Patrone mit Zeitzeugnissen eingegraben, auf deren Inhalt der Gerdshagener Ortsbürgermeister bereits sehr gespannt ist.

Angst vor Glasbruch muss beim Abriss niemand haben, die Fenster sind bereits ausgebaut. Quelle: Claudia Bihler

Der Park, in dem die Schule liegt, wird dann wieder übersichtlicher werden. Nun wird bereits über eine Weiterverwendung des Geländes diskutiert. „Da die Schule ja in direkter Nachbarschaft zu unserem Spielplatz und unserer Kita liegt, und diese so gut genutzt wird, dass sie zu 100 Prozent ausgelastet ist, denken wir darüber nach, inwieweit auf dem alten Schulgelände ein Rodelberg für die Kinder angelegt werden kann“, sagt Gemmel, der dann auch gleich betont: „Natürlich soll der Rodelberg nur aus dem Aushub gebaut werden, der aus dem Erdwall gewonnen werden kann, nicht aus dem Abbruchmaterial.“

Die Entscheidungsfindung über einen etwaigen Bau des Rodelberges ist derzeit jedoch noch nicht ganz abgeschlossen. Robert Gemmel: „Einige in Gerdshagen sind dafür, andere wiederum dagegen.“

Von Claudia Bihler

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