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Aus Witten und Liebe nach Wittenberge

Maria Schitowa bewarb sich als Nachzüglerin Aus Witten und Liebe nach Wittenberge

Marina Schitowa hat mit ihren 20 Jahren ein bewegtes Leben hinter sich. Als Spätaussiedlerin aus Kasachstand über Russland nach Deutschland gekommen, legte sie Abitur im nordrhein-westfälischen Witten ab. Jetzt absolvierte sie in Wittenberge eine Ausbildung zur Kauffrau für Dialogmarketing bei Adecco Solutions. In die Prignitz zog die junge Frau der Liebe wegen.

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Auszubildende Marina Schitowa lernt im Call-Center von bei Adecco Business Solutions in Wittenberge.

Quelle: Foto: Andreas König

Wittenberge. Sie spricht akzentfrei deutsch, russisch sowieso, und auch auf englisch kann sie sich sehr gut verständigen. Marina Schitowa hat im November eine Ausbildung zur Kauffrau für Dialogmarketing in Wittenberge aufgenommen.

Normalerweise beginnt die Ausbildung Anfang September. Aber da war für die junge Frau nicht klar, welche Richtung sie beruflich einschlagen möchte. Eigentlich wollte sie Bankkauffrau lernen, aber es war nichts mehr frei. „Ich habe dann ein Inserat von Adecco Business Solutions gelesen“ und mich beworben“, berichtet Marina Schitowa. Obwohl die junge Frau das Unternehmen als angenehm empfand, und auch die Firma Interesse zeigte, wurde sie mit der Aussicht vertröstet, zu einem Bewerbertag eingeladen zu werden. „Doch damit wollte ich mich nicht zufriedengeben“ berichtet Marina Schitowa.

Beim Praktikum gab es zunächst versicherungstechnische Probleme

Sie fragte im Wittenberger Unternehmen, ob ein Praktikumsplatz zur Verfügung stünde. „Aber es gab versicherungstechnische Probleme“, sagt Marina Schitowa. Sie nahm Kontakt mit ihrer Arbeitsvermittlerin bei der Agentur für Arbeit in Perleberg auf. Angela Prause, Berufsberaterin für akademische Berufe, versprach, sich um die Angelegenheit zu kümmern. „Kurz darauf bekam ich einen Anruf, ob ich gleich eine Ausbildung beginnen möchte“, erzählt Marina Schitowa. Erfreut sagte sie zu an. Seit 23. November vergangenen Jahres erlernt sie den Beruf der Kauffrau für Dialogmarketing. „Anfangs gab Bedenken, ob Frau Schitowa es schafft, den verpassten Stoff nachzuholen, aber das hat sie mit Bravour gemeistert“, sagte Ariane Möbis, im Unternehmen für Aus- und Weiterbildung zuständig. Inzwischen ist die aus sechs Auszubildenden bestehende Berufsschulklasse bei den Grundlagen der Kommunikation, bei Marketingstrategien und Datenbanken angelangt.

Alle zwei Wochen fährt Marina Schitowa nach Potsdam, um dort eine Woche lang die Berufsschule zu besuchen. Die übrige Zeit arbeitet sie im Unternehmen, wobei sie auch schon „scharfe“ Telefonate mit echten Kunden führen konnte.

Der Liebe wegen nach Wittenberge gezogen

Seit vergangenem Jahr lebt die 20-Jährige in der Prignitz. Sie ist der Liebe wegen nach Wittenberge gezogen, zu ihrem Verlobten. Als siebenjähriges Mädchen kam Marina Schitowa mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder aus Kasachstan zunächst nach Russland, dann nach Deutschland. Eine ganze Zeit lebte die Familie in den verschiedenen Aufnahmelagern, ehe sie in Witten in Nordrhein-Westfalen ein Zuhause fand. Nun lebt sie in Wittenberge. Was gefällt ihr hier am besten? „Dass ich mit meinem Verlobten zusammen wohne“, sagt sie. In Wittenberge findet sie es an der Elbe ganz schön, sagt sie, sonst sei sie „eher der Großstadtmensch“.

Arbeitsagentur will Jugendliche zum Hierbleiben motivieren

„Unser Anliegen ist es, die Jugendlichen zu einer Ausbildung in der Prignitz zu motivieren“, sagt Ina Kaiser-Hagenow, vom Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur. Zu diesem Zweck bietet die Agentur vom 7. bis 11. März die Woche der Ausbildung an. Für Jugendliche in der Prignitz gibt es am Donnerstag, 10. März, einen offenen Sprechtag in der Arbeitsagentur in Perleberg.

Ausgezeichnete Ausbildungsbetriebe

Die Woche der Ausbildung soll dazu dienen, Schulabgänger oder Späteinsteiger für eine Ausbildung in der Region zu interessieren und zu motivieren.

An die jugendlichen Interessenten wendet sich der offene Sprechtag der Arbeitsagentur in Perleberg. Am Donnerstag, 10. März, von 14 bis 17.30 Uhr können sich die jungen Leute von Berufsberatern über Angebote und Stellen informieren. Das Angebot findet nur in Perleberg statt.

Ausbildungsbetriebe, die kontinuierlich ausbilden oder einen innovativen Ansatz verfolgen, werden ausgezeichnet. Aus der Prignitz sind das die Firma Trend Service, die das Hotel und Restaurant „Deutscher Kaiser“ in Perleberg betreibt. Ebenfalls mit einem Zertifikat geehrt wird die Autolackiererei Perleberg. akö

Interessenten können an diesem Tag von 14 bis 17.30 Uhr mit einem Berufsberater ins Gespräch kommen, infrage kommende Ausbildungsberufe heraussuchen und vielleicht gleich eine passende Lehrstelle finden. „Die Situation ist so, dass sich die Schulabgänger in der Prignitz ihren Ausbildungsplatz wirklich aussuchen können“, sagt Ina Kaiser-Hagenow.

Gute Ausbildungsbetriebe werden von der Agentur mit einem speziellen Zertifikat gewürdigt.

Von Andreas König

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