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Ausbau in der Kita Gänseburg

Putlitz Ausbau in der Kita Gänseburg

In der Kita Gänseburg in Putlitz wird gebaut. Die Zahl der Krabbelkinder hat sich im Vergleich zu den Vorjahren verdoppelt. Daher bekommen die U3-Kinder in der Gruppe der Wasserflöhe nun neue Räumlichkeiten.

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Kitaleiterin Ines Müller (l.) und Petra Sperlich mit der Einstein-Gruppe. Beide sind Geschäftsführerinnen der privaten Kindertagesstätte.

Quelle: Beeskow

Putlitz. In der Kita „Gänseburg“ herrscht eigentlich immer Trubel. Doch in diesen Tagen tummeln sich auch noch Handwerker im Haus. Es wird gebaut. Grund: „Wir haben nicht genug Plätze für Kinder im Bereich unter drei Jahre“, sagt Leiterin Ines Müller. Bis zum Vorjahr gab es im U-3-Bereich immer 12 bis 15 Kinder. „Doch in diesem Jahr hat sich die Zahl verdoppelt.“ Insgesamt verfügt die „Gänseburg“ über genug Platz, aber eben nicht für die Krabbelkinder. Die Kita musste improvisieren. Wie Amtsdirektor Hergen Reker erklärt, gab es allein 40 Neugeborene in den Jahren 2014 und 2015. „Das ist deutlich mehr als in den Vorjahren.“

Die Fassade ist jetzt in den Farben der Gemeinde Putlitz gestrichen

Die Fassade ist jetzt in den Farben der Gemeinde Putlitz gestrichen.

Quelle: Beeskow

Eine Erklärung für den Babyboom hat Ines Müller nicht. „Das kommt überraschend.“ Der steigende Bedarf an Plätzen ist nicht mit den Flüchtlingskindern zu erklären. Fünf Kinder aus Syrien und Afghanistan besuchen die Kita.

Die Kleinen sind derzeit in ihrer Sommerkunstakademie aktiv

Die Kleinen sind derzeit in ihrer Sommerkunstakademie aktiv.

Quelle: Privat

Damit sich die Jüngsten auch richtig wohl fühlen können, wird nun ein weiterer Raum auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Vor die Fenster kommt ein Sonnenschutz, Lärmschutz und eine neue Beleuchtung werden eingebaut, der Sanitärbereich wird neu gestaltet. Rund 42 000 Euro kostet das.

Wert hat Ines Müller auf eine neue Durchgangstür zum Gruppenraum der Spatzengruppe gelegt. Es gehört zum Konzept der Kita, dass sich die Kinder im Haus frei bewegen können. Kleinere Kinder können mal schauen, was die Größeren so machen. „Der Wechsel der Kinder ist nicht an feste Zeiten gebunden“, erklärt Ines Müller. Eine der Besonderheiten in der Kita dürfte sein, dass eine Erzieherin, die als Koordinatorin fungiert, ein Auge auf die Wechselkinder zwischen den Gruppen hat. So herrscht zwischen den Spatzen, den Wasserflöhen, die den neuen Raum bekommen sollen, den Einsteinkindern im Alter von drei bis fünf Jahren und der Schlaufuchsgruppe mit den Vorschulkindern immer Bewegung. Zu den insgesamt 120 Jungen und Mädchen, die in der „Gänseburg“ betreut werden, gehören auch die Hortkinder der Putlitzer Grundschule.

Emsig bei der Arbeit

Emsig bei der Arbeit.

Quelle: Privat

Die Kita gehört zwar der Stadt, seit 2005 wird sie aber privat betrieben. Ines Müller, die seit 1990 die Einrichtung leitete, gründete mit zwei Kolleginnen die gemeinnützige GmbH Gans(z)Anders. „Damals haben wird diese Entwicklung nicht absehen können“, gesteht Ines Müller. Die Kita ist mit 21 Beschäftigten ein großer Arbeitgeber geworden. Neben den Erzieherinnen gibt es einen Hausmeister, Reinigungskräfte und eine eigene Küche. Dieser Tage wird ein junger Mann als Erzieher eingestellt, im Oktober soll ein weiterer Mann hinzukommen, der mit 30 Jahren eine berufsbegleitende Ausbildung zum Erzieher aufnimmt.

Kita der „Kleinen Forscher“

Großen Wert legt Ines Müller auf die praktische Ausbildung. Die „Gänseburg“ ist eine von 40 Konsultationskitas in Brandenburg für die Fachkräftequalifizierung. Sie war beteiligt an der Erarbeitung eines Standard-Katalogs für Erzieher und arbeitet eng mit anderen Einrichtungen zusammen: dem Oberstufenzentrum Wittenberge, aber auch der Kita an der Freien Schule Baek. Die angehenden Erzieherinnen aus dem OSZ kommen zum Hospitieren in die Kita. Der Waldtag ist so eine Gelegenheit. Die Kinder verbringen einen Tag im Wald, essen dort, waten durch einen Bach, für alle ein unvergessliches Erlebnis. Die „Gänseburg“ gehört zu den Kitas der „Kleinen Forscher“, beteiligt sich am Bundesprogramm „Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“.

Derzeit läuft die Sommerkunstakademie. Bewegungsbaustelle heißt das Thema. Alles, was irgendwie greifbar ist – Getränkekisten, Bretter oder Rohre – ziehen die Kinder heran, um sich Bewegungsapparate oder Fahrzeuge zu bauen.

„Wir wollen alles sehr gut machen. Bei uns wird daher langfristig geplant“, sagt Ines Müller über die Maxime der „Gänseburg“. Die pädagogische Arbeit steht für sie an erster Stelle, doch habe sie sich auch gefreut, als das graue Gebäude der Kita angestrichen wurde und jetzt in den Putlitzer Farben erstrahlt.

Von Michael Beeskow

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