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Prignitz Ausbildung lässt sich im Verbund teilen
Lokales Prignitz Ausbildung lässt sich im Verbund teilen
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00:18 30.09.2016
Die GBG bietet auch Zusatzqualifizierung, etwa im Schweißen. Quelle: dpa
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Pritzwalk

Das neue Ausbildungsjahr hat für die einen schon begonnen, die anderen starten zum 1. Oktober in ihre Berufsausbildung. Was den jungen Menschen in ihrer Lehre vermittelt werden muss, ist genau geregelt. Nicht alle Betriebe – vor allem die kleinen – können die nötigen praktischen Module anbieten. Ein Weg, sich dabei Hilfe zu suchen, ist die Verbundausbildung, die zum Beispiel die gemeinnützige Bildungsgesellschaft Pritzwalk (GBG) anbietet.

„Wir können die Teile der Ausbildung vermitteln, die ein Betrieb nicht selbst leisten kann, zum Beispiel weil die Mitarbeiter dafür keine Zeit haben oder weil die entsprechende Maschine nicht vorhanden ist“, erklärt Lothar Nagel, Koordinator für die Verbundausbildung bei der GBG. Auch durch die fortschreitende Spezialisierung der Betriebe wächst die Zahl der Unternehmen, die nicht alle Ausbildungsinhalte selbst vermitteln können. Sie sind damit auf Partner angewiesen, um überhaupt ausbilden zu können. Ein solcher Verbundpartner ist seit 2006 die GBG in Pritzwalk für die Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin.

Das Programm „Qualifizierte Ausbildung im Verbund“ wird über das brandenburgische Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie gefördert. „Die EU zahlt einen Teil, einen kleinen Teil zahlt der Betrieb“, erklärt Lothar Nagel. Das Programm läuft noch bis 2021. Ziel sei es, so Nagel, dass die Ausbildungsbereitschaft von Betrieben gestärkt und die Qualität der Ausbildung am Lernort Betrieb verbessert wird. Damit sollen auch Abbrüche verhindert werden.

Die GBG, so betont der Koordinator, geht voll und ganz auf die Wünsche der Betriebe ein, übernimmt ganze oder anteilige Ausbildungsinhalte gemäß der jeweiligen Rahmenpläne: „Manche Betriebe wollen unsere Hilfe für ein Jahr, andere sagen: ,Wir machen diesen Teil selbst, ihr macht jenen Teil’, ein dritter will vielleicht eine Zusatzqualifizierung, etwa im Schweißen“, sagt Lothar Nagel. Alles sei möglich. Überdies biete der Träger zum Beispiel Lehrgänge zur Prüfungsvorbereitung an. Die GBG verfügt über die Ausbilder und über die nötige Technik, die den Azubis die nötigen Grundkenntnisse und Fertigkeiten vermitteln.

Im Verbund ausbilden kann die GBG überwiegend in technisch-gewerblichen und in kaufmännischen Berufen: Werkzeugmechaniker, Konstruktionsmechaniker, Metallbauer, Mechatroniker, Kaufmann im Groß- und Außenhandel, Kaufmann im Büromanagement und andere. Außerdem hält die GBG eine private Berufsschule für Wirtschaft und Technik vor, was den Azubis den Weg zur Berufsschule ersparen kann.

Kooperationspartner der GBG sind etwa 45 Betriebe in beiden Landkreisen. „Wir betreuen fast nur Betriebe, die zum IHK-Bereich gehören.“ Die Verbundausbildung erfolgt jährlich mit etwa 35 Unternehmen, da nicht alle – vor allem die kleineren – jedes Jahr neue Lehrlinge aufnehmen. „Aktuell befinden sich in der GBG, auf vier Ausbildungsjahre verteilt, etwa 80 bis 100 Auszubildende in der allgemeinen Verbundausbildung.

Kontakt: Der Koordinator für die Verbundausbildung, Lothar Nagel, ist unter Tel. 03395/76 44 58 zu erreichen.

Von Beate Vogel

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