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Ausbildungspreis ging nach Jakobsdorf

Spitzenplatz für Kingspan-Gefinex Ausbildungspreis ging nach Jakobsdorf

Der Kunststoffverarbeiter Kingspan-Gefinex wurde am Donnerstag mit dem jährlich vergebenen Preis „Top Ausbildungsbetrieb“ der Industrie- und Handelskammer Potsdam ausgezeichnet. In über 20 Ausbildungsjahren bei dem Dämmstoff-Hersteller aus Jakobsdorf bei Steffenshagen hat kein Azubi seine Lehre vorzeitig abgebrochen: Das reichte für den Spitzenplatz in der Prignitz.

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Beate Fernengel (Mitte) überreichte Klaus Osterholt (links neben ihr) Urkunde und Ausbildungspokal.

Quelle: Fotos (3): Claudia Bihler

Steffenshagen. Überrascht zeigte sich am Donnerstag die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, Beate Fernengel: „Ich wusste gar nicht, wie groß das Unternehmen ist, wie viele Arbeitsplätze hier gesichert sind – und in welcher schönen Gegend die Firma liegt.“ Besucht hat sie die Firma Kingspan-Gefinex bei Steffenshagen in besonderer Mission: Sie überreichte Geschäftsführer Klaus Osterholt die Auszeichnung als „Top Ausbildungsbetrieb“ im Landkreis Prignitz.

Der Preis wird einmal im Jahr für besondere Leistungen in Sachen Ausbildung vergeben – und Gefinex hat in dieser Hinsicht einiges zu bieten. Seit 1991, dem Gründungsjahr von Gefinex in der Prignitz, hat der Kunststoffverarbeiter regelmäßig junge Leute in drei Berufen ausgebildet: als Verfahrensmechaniker Kunststoff und Kautschuktechnik, sowie als Industrieelektroniker und Industriemechaniker. „Kein Auszubildender hat dabei vorzeitig seine Ausbildung abgebrochen, informierte Osterholt.

Denn das Unternehmen bietet seinen Lehrlingen jede Menge Schützenhilfe, erläuterte der Geschäftsführer „Wenn es mal ein Problem gibt, helfen wir unter anderem mit Nachhilfeunterricht. Und wir bieten eine hohe Ausbildungsqualität, weil wir davon ausgehen, dass sich diese – ebenso wie ein unbefristeter Arbeitsvertrag nach dem Abschluss - in der Region herumspricht.“

Nicht zuletzt der Demografiefaktor hat dennoch in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass Kingspan-Gefinex zwar alle Ausbildungsplätze besetzen konnte, aber dennoch regelmäßig weniger Bewerbungen ins Haus flattern. Schon seit mehr als zehn Jahren engagiert sich das Unternehmen deshalb auch in Sachen „Schule & Wirtschaft“, gestaltet Informationsveranstaltungen in den regionalen Schulen, bietet Praktika und Praxislern-Plätze an und nimmt an den regionalen Berufs- und Studienmessen wie der Jobstart teil: „Eigentlich haben wir bereits seit Jahren alle unsere Azubis über diesen Weg für uns gewinnen können.“ Bevorzugt stellt Osterholt Azubis aus einem Umkreis von etwa 30 Kilometern ein: „Da ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie bleiben.“

Problematisch sei jedoch, dass sich viele potenzielle Bewerber kaum etwas unter dem Berufsbild des Verfahrensmechanikers vorstellen können: Informationen gibt der Kunststoffverarbeiter, der Trittschalldämmungen und andere Fußboden-Dämmmaterialien herstellt, jederzeit gerne.

Azubis haben dann die Gewissheit, dass sie in einem internationalen Konzern gut aufgehoben sind. 2011 wurde Gefinex Teil der Kingspan-Gruppe aus Irland, in der weltweit über 6500 Mitarbeiter beschäftigt sind. 1,9 Milliarden Umsatz generiert die Gruppe weltweit, 190 Millionen Euro Gewinn seien für ein Unternehmen der Baubranche hervorragend. Osterholt: „Wir sind stolz darauf.“ In Jakobsdorf beschäftigt Kingspan-Gefinex rund 100 Mitarbeiter, gearbeitet wird in drei Schichten.

Auch Landrat Torsten Uhe gratulierte dem Betrieb zur Auszeichnung: „Dass es keinen Ausbildungsabbrecher in all der Zeit gab, ist eine außerordentliche Leistung. Der Preis ist auch deshalb verdient, weil sich das Unternehmen schon sehr lange nicht nur um die eigenen Azubis, sondern auch sehr aktiv um die allgemeine Ausbildungssituation in der Region kümmert.“

Wolfgang Spieß, IHK-Geschäftsbereichsleiter Bildung, weiß, dass nicht alle Unternehmen im IHK-Verbund ihre Ausbildungsstellen besetzen konnten: „Im Kammerbezirk Potsdam sind noch 718 Ausbildungsplätze frei.“ Im Landkreis Prignitz haben die Betriebe in der Industrie- und Handelskammer immerhin 121 Ausbildungsverträge abschließen können.

Von Claudia Bihler

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