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Ausschreibung für Breitbandausbau steht an

Meyenburg Ausschreibung für Breitbandausbau steht an

Die Prignitz kann demnächst den Auftrag für den Breitbandausbau ausschreiben. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke informierte gestern, dass die Unterlagen Ende Juli zugestellt werden. Nach dem Ausbau sollen flächendeckend Internetgeschwindigkeiten von mindestens 50 Mbits möglich sein.

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Sebastian Steineke (l.) im Gespräch mit Dirk Radatz (hinten), Peter Niemann (2. v. r.) und Christoph Lüdecke von der MEB.

Quelle: Foto: Beate Vogel

Meyenburg. Zum 27. Juli sollen die Ausschreibungsunterlagen für den Ausbau der schnellen Internetversorgung für den Landkreis Prignitz zugestellt werden. Das teilte jetzt sichtlich erfreut der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke mit. Wie der Nachbarkreis Ostprignitz-Ruppin haben auch die Prignitzer laut Steineke die Auftragsvergabe stellvertretend für die einzelnen Kommunen zusammengefasst, nachdem sie gemeinsam mit diesen die Bedarfe ermittelt und den Zuschuss entsprechend beantragt hatten. Bis zu 90 Prozent der Kosten können beim Breitbandausbau von Bund und Land beigesteuert werden.

Bis 2018 stellt der Bund zwei Milliarden Euro bereit, um den flächendeckenden Ausbau für Surfgeschwindigkeiten von 50 Mbits möglich zu machen. Schnelles Internet nutzen derzeit nur gut 60 Prozent der Brandenburger. Manche Prignitzer surfen inzwischen mit 100 Mbits und mehr, andere mit gerade mal 2 Mbits. Immerhin hatte die Prignitz im Mai 2016 von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) einen Fördermittelbescheid über 50 000 Euro für den Breitbandausbau erhalten. Das Geld konnte auch für Planung und Beratungsleistungen verwendet werden. Jetzt aber drängt die Zeit: Während laut Steineke in OPR die Ausschreibung läuft, hängt die Prignitz bisher in der Warteschleife.

Seit zwei Jahren wird schon geplant

Die immer komplizierter werdenden Ausschreibungsverfahren vor allem bei öffentlichen Großaufträgen ärgerten Peter Niemann, bei der Firma Meyenburger Elektrobau (MEB) für Anlagenbau zuständig. Steineke hatte das mittelständische Unternehmen am Donnerstag besucht. „Wieso hören die örtlichen Unternehmen nicht von solchen Vorhaben? Statt dessen übernehmen wir große Aufträge in Braunschweig und holen eine Firma aus den alten Ländern zu uns“, monierte Niemann. MEB ist vor allem auf Großbaustellen im Einsatz, verkabelt Objekte wie Flughäfen und große Umspannwerke, stellt die Telekommunikation für Kliniken, Behörden oder Hochschulen her. Niemanns Kollege Dirk Radatz, Bereichsleiter Elektroinstallation und verantwortlich für die Lehrlingsausbildung, pflichtete ihm bei: „Seit zwei Jahren wird schon geplant, das Geld steht aber nur drei Jahre zur Verfügung.“ Für potente Firmen, die sich an der Ausschreibung großer Aufträge beteiligen wollen, sei das schwierig zu planen. Radatz ist gespannt, ob das Projekt Breitbandausbau bis Ende 2018 umgesetzt werden kann.

Von Beate Vogel

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