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Ausschuss für neues Wohngebiet

Pritzwalk Ausschuss für neues Wohngebiet

Trotz Bedenken, ob wirklich ein so hoher Bedarf an Bauland besteht, befürwortet der Pritzwalker Ordnungsausschuss die Pläne für ein neues Wohngebiet am Wasserturm. Insgesamt 40 bis 45 Einfamilienhäuser fänden in dem Gebiet Platz. Die Klein ­gärtner des Vereins Am Birkenhain müssten keine Angst haben, ihre Gärten blieben zu 99 Prozent unangetastet, hieß es.

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Der Pritzwalker Ordnungsausschuss sprach sich für das geplante Eigenheimgebiet am Wasserturm aus.

Quelle: Foto: Andreas König

Pritzwalk. Die jüngsten Pläne der Stadtverwaltung, ein neues Eigenheimgebiet rund um den Wasserturm an der Havelberger Straße auszuweisen, finden ein geteiltes Echo. Als erstes politisches Gremium befasste sich der Ausschuss für Recht, Ordnung, Umweltsicherung und Naturschutz am Montagabend mit dem Thema.

Während Bau-Fachgebietsleiter Friedhelm Müller das Vorhaben erläuterte, verfolgten die Mitglieder des Kleingartenvereins „Am Birkenhain“ mit Spannung. Stadtentwicklungsausschuss-Vorsitzender Michael Ballenthien (CDU) und der stellvertretende Bürgermeister Ronald Thiel hatten öffentlich erklärt, die Gärten sollen erhalten bleiben, doch wollten die Kleingärtner das mit eigenen Ohren hören.

Das Gebiet soll in zwei Abschnitten entwickelt werden. Zunächst sollen acht Grundstücke für Eigenheime nahe dem Wasserturm erschlossen werden, in einem zweiten Schritt dann weiter 30 bis 35 Parzellen.

„Den ersten Bauabschnitt kann ich ja noch nachvollziehen, aber den zweiten? Ich kann mir kaum vorstellen, dass wirklich solch ein großer Bedarf an Flächen besteht“, sagte Rüdiger Kurtz (SPD). Er warnte davor, mit der Ausweisung neuer Flächen neuen Leerstand in der Innenstadt oder in Falkenhagen zu produzieren. Eine Erweiterung des Wohngebiets Krickgärten sei dagegen sinnvoll, sagte er.

„Ich weiß, dass viele in meinem Alter Baugrundstücke suchen“, entgegnete René Haber (Linke). Ausschussvorsitzender Jean Duwe (FDP) verwies darauf, dass mit dem Bebauungsplan noch nicht gesagt sei, ob wirklich gebaut wird.

Den Kleingärtnern versicherte Friedhelm Müller, dass ihre Grundstücke – entgegen dem 2016 rechtsgültig beschlossenen Flächennutzungsplan dank des neuen Plans erhalten bleiben. „Zu 99 Prozent“ bleiben die Kleingärten unangetastet, „höchstens hier und da ein Zipfel“ müsse abgezweigt werden.

„Die Nachfrage ist schon jetzt gegeben“, bemerkte Conrad Pfestorf (CDU), „allerdings müssen wir sicherstellen, dass der stahlverarbeitende Betrieb seinem Gewerbe weiter nachgehen darf und nicht wegen irgendwelcher Neuregelungen in Gefahr gerät“, forderte er. Der habe, da er bereits existiert, Bestandsschutz, versicherte Friedhelm Müller. Hauptgrund für die Aktivitäten sei dass private Investoren gegenwärtig nicht bereit ständen, Bauland für Familien zu erschließen. Die Stadt müsse daher in die Bresche springen, um den Bedarf zu decken, sagte er.

Einstimmig empfahl der Ausschuss, den Beschlussvorlagen zu folgen.

Von Andreas König

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