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Ausstellung von Gerhild Grolitsch

Schloss Wolfshagen Ausstellung von Gerhild Grolitsch

Im Schlossmuseum Wolfshagen (Prignitz) ist seit Donnerstag eine neue Ausstellung zu sehen. Die aus Österreich stammende und in der Prignitz lebende Künstlerin Gerhild Grolitsch greift das Vogel-Motiv auf und benutzt dafür ganz unterschiedliche Techniken.

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Gerhild Grolitsch vor ihrem Selbstporträt, das nach einem Foto entstand.

Quelle: Michael Beeskow

Wolfshagen. Bernhard von Barsewisch freute sich, die neue Ausstellung im Schloss Wolfshagen eröffnen zu können. „Das sind ganz tolle Bilder“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins und damit auch der Hausherr im Schloss.

Gerhild Grolitsch konnte zur Eröffnung ihrer Ausstellung am Donnerstagabend zahlreiche Besucher begrüßen. Die Neugier war groß, die im österreichischen Klagenfurt geborene Künstlerin kennenzulernen, die nach vielen Lebenstationen im Ausland und in München inzwischen in Porep bei Putlitz lebt. Wie sie berichtete, war sie 2010 nach Porep gekommen, um sich das Dorf anzusehen, in dem ihre Mutter geboren wurde. „Ich hatte die Idee, mir vielleicht ein Ferienhaus zu kaufen.“ Doch dann habe sie ein Objekt entdeckt, das ihr gleich gefallen habe. „Ich bin ganz nach Porep gezogen. Das habe ich bis heute nicht bereut.“

Region der Vögel

„Was sich in den Lüften bewegt ...“, hat sie ihre Ausstellung genannt. Vögel sind auf allen ihren Arbeiten zu sehen. In ganzen Schwärmen tauchen sie auf, oder auch als einzelne Exemplare, wie auf einigen Zeitungscollagen, die durch ein betontes Schwarz-Weiß im deutlichen Gegensatz zu ihren anderen, sehr farbenfrohen Bildern stehen. Bei der Renovierung ihres neuen Heims in Porep fand Gerhild Grolitsch die Wände mit vielen „Neuen Deutschlands“ beklebt. „Ich habe die Zeitungen sorgfältig von den Wänden abgelöst“, berichtete die Künstlerin. Nun posiert etwa ein großer Reiher vor oder über dem „Neuen Deutschland“, dem alten Zentralorgan der SED. „Als ich daran arbeitete, habe ich keine politische Absicht verfolgt“, erklärte Gerhild Grolitsch. „Aber wenn Sie wollen, können Sie eine Aussage dort hineinlegen.“

Auf das Vogel-Motiv ist Gerhild Grolitsch in ihrer neuen Heimat gestoßen: „Die Prignitz ist ein Vogelparadies.“ Reiher, Eule, Möwe, Storch, Taube, Fasan, Habicht, Drossel oder Elster lassen sich auf ihren Bildern ausfindig machen. Die Besucher waren erstaunt zu hören, dass die Künstlerin erst Anfang des Jahres ihre Serie der Vogel-Bilder anfing. Dabei umfassen die 33 Arbeiten, die im Schlossmuseum noch bis zum 25. September zu sehen sind, noch nicht einmal den ganzen Zyklus.

Es sind sehr verschiedene künstlerische Verfahren, die Gerhild Grolitsch anwendet: Acryl auf Leinwand oder Zeichnungen in Mischtechnik auf Papier. Zu den größten Formaten gehört ein Wachstuch in 330 mal 140 Zentimetern. „Die Acrylfarben habe ich aufgesprüht“, berichtete die Künstlerin. Dieses Verfahren hat sie aus ihrer Tätigkeit als Bühnen- und Kostümbildnerin übernommen. „Für eine Filmproduktion wurden Aliens benötigt“, berichtet Gerlind Grolitsch. „Da habe ich das mal ausprobiert.“

Von Michael Beeskow

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