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Automatik-Poller sind einsatzbereit

Pritzwalk Automatik-Poller sind einsatzbereit

Mit einer modernen Polleranlage wollen die Pritzwalker künftig verhindern, dass Fahrzeuge unberechtigt über den Marktplatz fahren. Die Stadtverordneten haben sich für versenkbare Poller entschieden, die zwar teurer sind, aber dafür auch modernen Ansprüchen entsprechen.

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Die neue Polleranlage am Pritzwalker Markt ist einsatzbereit. Heiko Möbius von der Stadtverwaltung demonstriert die Funktionsweise.

Quelle: König

Pritzwalk. Sehr modern, ja geradezu futuristisch wirken die Poller, die vor der Einfahrt zum Pritzwalker Marktplatz stehen. Bislang waren sie zwar montiert, aber um sie in Betrieb zu nehmen, fehlte noch ein den EU-Normen entsprechendes Schild. Seit Donnerstag ist auch das fest im Pflaster des Pritzwalker Stadtzentrums verankert, so dass die versenkbaren Hindernisse ihre Aufgabe erfüllen können.

„Voraussichtlich in der nächsten Woche wird die Anlage endgültig scharf geschaltet“, sagt Friedhelm Müller, Fachgebietsleiter für Bauwesen in der Stadtverwaltung. Technisch seien die Voraussetzungen geschaffen, dass der Markt nur noch von berechtigten Personen mit Kraftfahrzeugen befahren werden kann.

Chipkarte setzt Poller in Bewegung

Im arbeitsbereiten Zustand ragt zwischen der in Richtung ehemaliger Post gesehen rechts befindlichen Säule und dem ebenfalls in Säulenform gehaltenen Bedienelement eine dritte Säule empor. Die ist der eigentlich versenkbare Poller. Er fährt automatisch in den Boden, wenn eine Chipkarte mit einem Strickcode an das Lesegerät gehalten wird. Dieser Mechanismus funktioniert sowohl für ein- als auch für ausfahrende Autos.

Heiko Möbius vom Amt für Straßenwesen führte das Pollersystem am Freitag kurz vor. „Normalerweise wird die Anlage angesteuert, wenn ein Fahrzeug über einer im Boden befindlichen Induktionsschleife steht“, erklärte er. Doch das Vorfahren allein senkt noch keinen Poller ab. Erst beim Vorhalten der passenden Chipkarte setzt sich der Poller in Bewegung. Dann aber ist er in bemerkenswertem Tempo im Erdboden verschwunden und gibt die Fahrt frei. „Die Bediensäule befindet sich auf der Beifahrerseite“, fügte Heiko Möbius hinzu. Das sei bewusst so installiert worden, um die Fahrer daran zu erinnern, dass sie sich in einem besonderen Verkehrsraum befinden. Die Marktstraße und der Markt sind in diesem Abschnitt gemeinsam genutzter Straßenraum. Das bedeutet, Fußgänger und Radfahrer dürfen ihn genauso nutzen wie Autofahrer. „Wir setzten darauf, dass sich alle an den Paragrafen 1 der Straßenverkehrordnung halten“, sagt Heiko Möbius. Der erklärt bekanntlich die Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme zum obersten Prinzip.

Anlieger haben Zugang

Nachdem anfänglich mit 25 Chipkarten gerechnet worden war, hat sich deren Zahl auf derzeit 30 erhöht. „Die Anwohner haben eine bekommen, ebenso die Gewerbetreibenden, aber auch die Müllabfuhr“; sagte Friedhelm Müller. Nicht genutzt wird die automatische Polleranlage von den Einsatzkräften. Feuerwehr und Rettungsdienst bevorzugen es, im Bedarfsfall die Poller auf der dem Rathaus gegenüberliegenden Seite per Hand zu entfernen.

„Es ist auch vorgesehen, Einmal- oder Tagestickets auszugeben, beispielsweise für Hochzeiten oder Umzüge“, erklärte Heiko Möbius. Doch müsse die Verbindung zwischen dem speziellen Drucker und dem System noch hergestellt werden. Die Ausgabe solcher Tickets soll nur auf Antrag, aber dafür kostenlos erfolgen.

Von Andreas König

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