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Autoren erzählen von ihrer Kindheit

Nächster Lesekreis in Meyenburg zweisprachig Autoren erzählen von ihrer Kindheit

Beim Lesekreis für Erwachsene am 2. November im Meyenburger Schloss sind gleich mehrere Autoren zu Gast. Polnische und deutsche Schriftsteller lesen aus der Anthologie „Kindheit in Polen – Kindheit in Deutschland“, in der 27 insgesamt Verfasser aus ihrem frühen Erleben erzählen – und zwar zweisprachig.

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Heinrich von der Haar ist nicht nur Herausgeber, sondern auch Autor in dem Buch.

Quelle: Promo

Meyenburg. Gleich mehrere Autoren lesen beim nächsten Lesekreis für Erwachsene am Montag, 2. November, in der Meyenburger Bibliothek im Schloss – und zwar höchst persönlich. Das Besondere: Es sind polnische und deutsche Künstler, die ihre Werke an dem Abend ab 19 Uhr vorstellen. Im Zentrum steht das Buch „Kindheit in Polen – Kindheit in Deutschland“, das Heinrich von der Haar herausgegeben hat. Zur Lesung eröffnet Ursula Kramm-Konowalow eine kleine Ausstellung mit dem Titel „Poetische Wanderungen“.

Insgesamt 27 Autoren aus Polen und Deutschland finden sich in dem Buch „Kindheit in Deutschland“ wieder. Es ist – das zeigt schon der Titel – zweisprachig. Die polnischen und deutschen Schriftsteller erzählen in ihren sehr persönlichen Beiträgen, wie sie ihre Kindheit erlebt haben. Während der eine noch die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges erlebt hat, sind andere erst nach dem Mauerfall geboren. Zu Gast in Meyenburg sind am 2. November neben Herausgeber Heinrich von der Haar auch Ewa Sonnenberg und Michal Stonawski.

Die Kindheit prägt einen Menschen für sein ganzes Leben. So unterschiedlich die Schicksale der Autoren auch waren, so sehr glichen sie sich manchmal am Ende auch. Aufgewachsen sind sie zum Beispiel in einer von Bomben halb zerstörten Schule, auf einem Bauernhof im Münsterland oder in einer polnischen Industriestadt. Die einen erlebten Vertreibung und Flucht aus der polnischen Heimat, die anderen rebellierten mit dem Eintauchen in Berlin-Kreuzbergs linke Szene. Die einen sind von den Werten der DDR oder dem sozialistischen Polen geprägt, andere wurden in Westdeutschland groß.

Heinrich von der Haar, der in der Sammlung auch selbst als Autor vertreten ist, will mit dem Buch die Versöhnung zwischen Polen und Deutschen fördern und Vorurteile abbauen. Die Unterschiede in der Herangehensweise der Autoren sind es wert, sie zu entdecken: Der Vorsitzende des Literatur-Kollegiums Brandenburg hat bei der Arbeit am Buch festgestellt, dass polnische und deutsche Schriftsteller durchaus anders mit dem Thema Kindheit umgehen. Die polnischen Lyriker sehen es eher verklärt-romantisch, die Deutschen sind eher zurückhaltend.

Perfekt passt die Vernissage von und mit Ursula Kramm-Konowalow zu dem Leseabend. Die Prignitzer Poetin hat gemeinsam mit der polnischen Malerin und Grafikerin Joanna Wieruszewska-Kurek den Lyrikband „Poetische Wanderungen“ herausgegeben. Zu Ursula Kramm-Konowalows Versen entwarf Joanna Wieruszewska-Kurek zarte Bilder, die ebenso wie die Texte voller Fantasie und Poesie sind. „Die Erde hat das schönste Kleid nun angezogen und ihren Seidenhut dazu ins rechte Licht gerückt“, schrieb Ursula Kramm Konowalow etwa in einem ihrer Gedichte, die ihr bei Spaziergängen in der Prignitz einfallen. Die Lyrik von Ursula Kramm-Konowalow wurde von Ola Ciercierzynska ins Polnische übersetzt.

Die Ausstellung wurde bereits in mehreren Orten in der Prignitz und auch andernorts präsentiert. Ursula Kramm-Konowalow studierte am Institut für Lehrerbildung Neuzelle, danach Theologie in Jena und Berlin und arbeitete in verschiedenen Berufen. 1995 debütierte sie mit dem Gedichtband „noctis“. Sie schreibt Erzählungen, Gedichte, Lyrik für Kinder und arbeitet als Märchenerzählerin. 2008 entstand zusammen mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis Brandenburg die preisgekrönte Wanderausstellung „Poetische Wanderungen“ – Lyrik und Bilder für Kinder.

Der Eintritt zum Lesekreis am 2. November um 19 Uhr im Meyenburger Schloss ist frei.

Von Beate Vogel

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