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Prignitz B 189 in Kuhbier wieder frei
Lokales Prignitz B 189 in Kuhbier wieder frei
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00:34 15.07.2015
Nach dem Scherenschnitt in Kuhbier reckten die Baubeteiligten das Flatterband in die Höhe. Quelle: Ruch
Kuhbier

Großer Bahnhof herrschte am Sonnabend Vormittag in Kuhbier (Gemeinde Groß Pankow). Nach knapp einjähriger Bauzeit stand in Höhe des Dorfgemeinschaftshauses der Scherenschnitt für die neue Ortsdurchfahrt auf dem Programm. Ortsvorsteher Kurt Essel und Baubeteiligte aus den Unternehmen, Vertreter von Verwaltung und Politik hielten wenige Sekunden später in Siegerpose Abschnitte des rotweißen Flatterbandes in die Höhe.

Kuhbier und die Ortsdurchfahrt – das erinnert an eine unendliche Geschichte. Bereits vor 25 Jahren äußerten die Einwohner zum ersten Mal den Wunsch nach einer neuen Straße. Es folgte ein langwieriges Ringen um tragbare Lösungen. Die Baukosten belaufen sich nun auf 1,185 Millionen Euro zuzüglich der 115 000 Euro für Planungskosten. Das Geld wurde zu gleichen Teilen über Fördertöpfe vom Landesbetrieb Straßenwesen sowie vom Landkreis Prignitz finanziert. Voll des Lobes zeigten sich alle Redner. Landrat Torsten Uhe (parteilos), Bundestagsabgeordnete Dagmar Ziegler (SPD), Pritzwalks Vizebürgermeister Ronald Thiel, Gemeindebürgermeister Thomas Brandt und Gastgeber Kurt Essel stimmten ein Hochlied auf die neue Straße an. Torsten Uhe bat Essel mit Augenzwinkern, „in den kommenden Jahren keine Anträge mehr zu stellen – jedenfalls nicht mehr für Straßen“. Ronald Thiel sah das Kaiserwetter als gutes Omen: „Immer, wenn ich in den letzten Jahren bei Demonstrationen für die neue Straße hier war, herrschte schlechtes Wetter.“ Einen Blick nach vorne wagte Thomas Brandt: „Ich sorge mich um Kurt Essel, denn er braucht nun nicht mehr wie eine aufgescheuchte Hummel umherzulaufen.“ Damit meinte er das Engagement Essels, der sich streit- und lautbar für die Infrastruktur einsetzte.

Flotte Musik vom Pritzwalker Spielmannszug. Quelle: Christamaria Ruch

Die bis auf einige Restarbeiten fertige Straße bietet den Kuhbie­rern eine völlig neue Lebensqualität. Die sechs Meter breite Fahrbahn besteht aus Asphalt, verfügt über eine Entwässerung und ist im Bereich des Bahnübergangs mit einem 30 Meter langen und neuen Gehweg ausgestattet.

Ein großes Dorffest umrahmte die sonnabendliche Straßenfreigabe. Dabei gab zum Auftakt der Pritzwalker Spielmannszug auch den guten Ton an.

Von Christamaria Ruch

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