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Prignitz Bagger reißen Mauern des Schulgebäudes ein
Lokales Prignitz Bagger reißen Mauern des Schulgebäudes ein
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02:15 27.10.2017
Die Baggerfahrer leisten ganze Arbeit: Nur ein kleiner Rest des Schulgebäudes von Gerdshagen steht noch Quelle: Bernd Atzenroth
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Gerdshagen

Eine ganze Epoche für Gerdshagen (Amt Meyenburg) geht zu Ende. Das alte Schulgebäude im Dorf wird derzeit abgerissen. Unerbittlich rücken die Bagger dem maroden Zweckbau zu Leibe, am Dienstag stand nur noch ein Gebäudeteil, der Rest ist jetzt schon ein großer Haufen Bauschutt. 14 Jahre hatte das 1984 errichtete Gebäude zuletzt leergestanden. Und auch wenn es sich immer mehr in eine abrissreife Bauruine verwandelt hat, wird im Ortsbild nun etwas fehlen, allein der schieren Größe des Gebäudes wegen.

Klar, dass sich der ein oder andere Gerdshagener im Zwiespalt befindet. „Ein Schandfleck kommt weg“, sagt eine Anwohnerin, die trotzdem wehmütig ist: „Wer hier zur Schule gegangen ist, kann nun seinen Kindern nicht einmal mehr die Schule zeigen, auf der er gewesen ist.“ Aber so ist das halt: Jetzt soll hier immerhin die Fläche verschönert werden, denn das Drumherum ist ja bereits ganz ansehnlich.

Von der Schule bleibt zunächst nur noch ein großer Schutthaufen übrig. Quelle: Bernd Atzenroth

Immerhin 163 Jahre lang wurden im Ort Kinder unterrichtet, davon die letzten 19 Jahre in dem jetzt zum Abriss stehenden Bau. 2003 war dann Schluss, die Gerdshagener Grundschule musste wegen Schülermangels und zu hoher Betriebskosten geschlossen werden. Damals wurde aber ein Abriss noch als zu teuer erachtet. Sechs Jahre später war das anders – 2009 wurde der Abriss bereits beschlossen, unter anderem deswegen, weil es schon damals Bemühungen gab, die Mitte des Orts schöner zu gestalten, und weil es sich als aussichtslos erwiesen hatte, das Schulgelände zu verkaufen oder einer anderen Nutzung zuzuführen. Grund dafür war unter anderem seine Größe. Auch ein Versuch aus dem Jahr 2013, das Gebäude nur zum Teil zurückzubauen und die verbleibenden Gebäudeteile durch den Verein Arbeitsfördergesellschaft (Afö) Pritzwalk nutzen zu lassen, scheiterte, denn das zuständige Landesamt für Flurneuordnung und Ländliche Entwicklung (LELF) in Neuruppin hätte nur einen Komplettrückbau gefördert.

Das Gebäude war schon im Frühjahr entkernt worden. Quelle: Bernd Atzenroth

So ist der jetzige Abriss nur der endgültige Vollzug eines längeren Prozesses, im Haushalt gibt es dafür schon seit 2013 Rückstellungen. 120 000 Euro hatte die Gemeinde für den Abriss angespart, der auch die größte Investition in diesem Jahr ist. Im Frühjahr war das Gebäude dann bereits entkernt worden. „Der Abriss der Außenhülle ist jetzt der letzte Schritt“, erklärte dazu Uta Nebert, Bauamtsleiterin im Amt Meyenburg, auf Nachfrage der MAZ. Und dieser letzte Schritt soll noch im November vollendet sein.

Was genau an der Stelle der Schule entstehen soll, steht noch nicht ganz fest. Es gibt dazu viele Ideen, so die Errichtung eines Rodelberges an dieser Stelle. Der Gerdshagener Bürgermeister Robert Gemmel hatte diesen Vorschlag damit begründet, dass Spielplatz und Kita ganz in der Nähe liegen. Es gibt aber im Ort nicht nur Befürworter dieses Plans. Die Entscheidungsfindung ist derzeit daher noch nicht ganz abgeschlossen, das letzte Wort dazu haben nun die Gemeindevertreter.

Von Bernd Atzenroth

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