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Prignitz Bahnaktion wird zweigleisig gefahren
Lokales Prignitz Bahnaktion wird zweigleisig gefahren
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00:19 26.11.2017
Zweigleisig, aber in einer Richtung sind die Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin in Sachen der Unterschriftenaktion „Mehr Bahn für Nordwestbrandenburg“ unterwegs. Quelle: Christian Schmettow
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Perleberg

Die vom Landkreis Ostprignitz-Ruppin gestartete Unterschriftenaktion „Mehr Bahn für Nordwestbrandenburg“ wird, wie bereits berichtet, auf den Landkreis Prignitz ausgeweitet. Das wird aber auch dazu führen, dass Unterstützer jetzt auf zwei unterschiedlichen Listen ihre Unterschrift für das Anliegen setzen können. Wie Britta Avantario vom Landkreis Ostprignitz-Ruppin dazu sagte, wird es die Wahlmöglichkeit zwischen zwei verschiedenen Versionen der Unterschriftenliste geben: zwischen der mit den fünf Forderungen, die der OPR-Kreis aufgestellt hatte, und der Liste, auf der dann zusätzlich die beiden Prignitzer Forderungen aufgelistet sind.

Hintergrund dafür: Die noch nicht ergänzte Liste kursiert bereits im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, weil dort die Aktion ja bereits früher gestartet worden ist. „Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin hat ja die Unterschriftensammlung initiiert“, betonte Avantario, die sich gleichwohl darüber freute, dass nun auch die Prignitz dabei ist. Avantario hatte auf Bitten des Landkreises Prignitz die Liste um die zwei Forderungen ergänzt – außerdem sind auf der jüngeren Version beide Kreiswappen zu sehen. Ein Problem, dass auf zwei unterschiedlichen Listen Unterschriften gesammelt werden, sieht Avantario nicht. Schließlich handele es sich hier ja nicht um eine Volksinitiative. Britta Avantario ließ aber auch verlauten, dass der OPR-Kreis die Prignitzer Forderungen ebenfalls gern unterstützt. „Die Menschen in Nordwestbrandenburg sind bereits heute auf einen zuverlässigen Schienenverkehr angewiesen und wollen die bestehenden Unzumutbarkeiten keinesfalls weitere fünf Jahre hinnehmen“, hieß es dazu in einer Presseerklärung aus Neuruppin.

Den Prignitzern geht es auch um die Hamburg-Region

Prignitz-Landrat Torsten Uhe erklärte sich gestern ebenfalls zum Sachverhalt und stieß ins gleiche Horn: „Im jetzigen Entwurf der aktuellen Landesnahverkehrsplanung wird der Bedarf an Mobilität für die Bürger der Prignitz nur unzureichend berücksichtigt. Aus unserer Sicht müssen die Planungen überarbeitet werden.“ Der Forderungskatalog aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin sei der Prignitz aber nicht weit genug gegangen. Darum wollen die Prignitzer zusätzlich eine bessere Anbindung an die Metropolregionen Berlin und Hamburg fordern sowie einen 60-Minuten-Takt für den Regionalexpress RE2 und 8 zwischen Wittenberge und Ludwigslust, um dort in den Nahverkehr Richtung Hamburg umsteigen zu können. „Damit ist sichergestellt, dass nicht nur eine bessere Anbindung nach Berlin erfolgt, sondern ebenso nach Hamburg“, so Uhe.

In der Prignitz liegen die Unterschriftenlisten ab sofort in der Rezeption der Kreisverwaltung in Perleberg, Berliner Straße 49, aus. Die Kommunen wurden gebeten, die Unterschriftenlisten an geeigneter Stelle auszulegen. Auf der Homepage des Landkreises Prignitz www.landkreis-prignitz.de gibt es weitere Informationen dazu. Dort kann ebenso die Unterschriftenliste heruntergeladen werden. Unterschriftenvordrucke können natürlich auch auf der Startseite des Landkreises Ostprignitz-Ruppin unter dem Button „Mehr Bahn für Nordwestbrandenburg“ runtergeladen und ausgedruckt oder direkt in der Kreisverwaltung inNeuruppin, Virchowstraße 14-16, zu den Öffnungszeiten abgeholt werden. Unterschriebene Vordrucke können bis zum 1. Dezember vor der Onlineanhörung und darüber hinaus bis zum 1. März 2018 an folgende Adresse gesendet werden: Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Referat Büro Landrat, Virchowstraße 14-16, 16816 Neuruppin.

Bis zum 4. Dezember erfolgt die Anhörung der Landkreise zum Landesnahverkehrsplan 2018. Um dem Anliegen der beiden Landkreise Nachdruck zu verleihen, sollten bis zu diesem Zeitpunkt möglichst viele Unterschriften zusammenkommen. Diese können aber auch darüber hinaus bis zur Entscheidung im Landtag Anfang März 2018 weiter gesammelt werden.

Von Bernd Atzenroth

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