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Prignitz Bahnhofsausstellung im Uhrenturm zu sehen
Lokales Prignitz Bahnhofsausstellung im Uhrenturm zu sehen
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02:15 11.05.2017
Der Wittenberger Uhrenturm.
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Wittenberge

Er ist eines der Wittenberge Wahrzeichen – der Uhrenturm der einstigen Singer- Nähmaschinenfabrik ist weithin als Landmarke zu sehen. Ab sofort ist der Uhrentrum wieder für den Besucherverkehr geöffnet. Als neues Angebot können Besucher die Ausstellung „170 Jahre Wittenberger Bahnhof“ besichtigen, die zuvor im Stadtmuseum „Alte Burg“ gezeigt wurde. Dessen Leiterin Birka Stövesandt begrüßt diese Möglichkeit: „Es freut uns, dass wir die Ausstellung weiter präsentieren und Interessierten die Geschichte des Bahnhofs näher bringen können.“

Mangels Heizung herrscht recht hohe Luftfeuchtigkeit

Mangels einer funktionstüchtigen Heizung können Interessierte nur in der Frühjahrs- und Sommersaison das architektonisch interessante Bauwerk nebst seiner geschichtsträchtigen Ausstattung besichtigen. Genau da liegt auch eines der Probleme. „Die Luftfeuchtigkeit in dem Turm ist recht hoch“, sagt Uwe Neumann, Werkleiter des städtischen Eigenbetriebs Kultur, Sport und Tourismus Wittenberge, dem die Museen zugeordnet sind. Daher haben einige der Nähmaschinen, die auf verschiedenen Etagen des Turms zu sehen sind, gelitten. „Wir müssen allerdings ohnehin überlegen, ob die jetzige Form der Präsentation noch zeitgemäß ist“, räumt Uwe Neumann ein.

Stadt nutzt den Uhrenturm kostenlos

Die Situation ist kompliziert. Die Stadt nutzt den Uhrenturm kostenlos. Die Verwaltung des Veritas-Parks, zu dem der Turm gehört, ermöglicht das seit Jahren. „Mir ist es besonders wichtig, dass dieses schöne Wahrzeichen der Stadt weiter genutzt und erhalten werden kann,“ sagt Ralf von Hagen, Verwalter des Veritas-Park-Geländes. „Es gibt schon ein großes Interesse der Besucher am Uhrenturm, und wir sind als Stadt sehr dankbar, dass die Möglichkeit besteht, aber er bleibt eine Ergänzung unseres musealen Angebots“, sagt Uwe Neumann.

Zwei Etagen bleiben geschlossen

Schon wegen der Eigentumsverhältnisse wäre es schwierig, die Heizung so zu betreiben, dass die Exponate warm und trocken stehen. Auch die zu erwartenden Kosten sind nicht im Budget des Eigenbetriebs oder der Stadt eingeplant. Derzeit gebe es kein Konzept zur Nutzung. „Es bleibt uns wegen des Zustands einiger Exponate nur übrig, sie zu sichern. Gleichzeitig werden zwei Etagen für den Besucherverkehr geschlossen“, informiert der Werkleiter. Neben der Bahnhofsausstellung vermittelt der Uhrenturm Eindrücke der Geschichte von Europas einst größtem Nähmaschinenwerk. „Die Hauptausstellung zum Thema Industrialisierung am Beispiel der Nähmaschine ist im Stadtmuseum zu sehen“, sagt Uwe Neumann. Der Uhrenturm ist bis zum 1. Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Führungen finden bis zum 1. Oktober immer am ersten Samstag im Monat um 14 Uhr statt.

Von Andreas König

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