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Bald neue Brücke an der Pferdeschwemme

Perleberg Bald neue Brücke an der Pferdeschwemme

Kaum ist die eine Hagenbrücke fertig saniert, da soll bald eine andere durch einen Neubau ersetzt werden: Nach dem Stadtentwicklungsausschuss bewilligte jetzt auch der Hauptausschuss der Stadt Perleberg die Vorplanung für die Arbeiten, die noch für dieses Jahr geplant sind. Offenbar wurde in den neunziger Jahren das falsche Holz als Baumaterial gewählt.

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Hat ihre besten Tage hinter sich: Die Holzbrücke an der Perleberger Pferdeschwemme.

Quelle: Atzenroth

Perleberg. Es ist ja schon merkwürdig: Bereits zum dritten Mal in vergleichsweise kurzer Zeit steht im Perleberger Hagen eine Brückensanierung an. Wie bereits berichtet, folgt auf die Freigabe der Brücke am Nordende des Hagens im Juni schon bald die Arbeit an der Brücke bei der Pferdeschwemme. Nach dem Stadtentwicklungsausschuss vor etwa einem Monat billigte nun auch der städtische Hauptausschuss die Vorplanung für das Sanierungsvorhaben.

Die Brücke am Wallgebäude war bereits Ende 2012 erneuert und Anfang 2013 wieder freigegeben worden. Der Befund war in allen drei Fällen der gleiche: Die in den neunziger Jahren errichteten Holzkonstruktionen sind vor ihrer Zeit bereits so marode, dass eine Komplettsanierung der Brücken unumgänglich war. So ist es auch diesmal, wie bei der Diskussion am Donnerstag im Hauptausschuss klar wurde.

Bauamtsleiter Hagen Boddin wurde deutlich: „Es ist fragwürdig, dass diese Brücke nach 23 Jahren in so einem Zustand ist.“ Boddin meinte, dass eine solche Brücke eigentlich schon 30 bis 40 Jahre halten müsste. Es liege wohl an dem verwendeten Holz, dass dem hier nicht so sei, , denn es sei auffällig, dass für die anderen Brücken ein ganz ähnlicher Befund erstellt worden sei. „Am Wallgebäude war es ganz extrem“, erklärte Boddin

Bei Prüfung durchgefallen

Auf die Bemerkung von Hans-Peter Steinke (CDU), dass in den vergangenen zehn Jahren die Brücke an der Pferdeschwemme nicht gepflegt worden sei, entgegnete der Bauamtsleiter, dass sich der Stadtbetriebshof sehr wohl darum gekümmert und die Brücke immer wieder von Laub und Dreck „freigepustet“ habe. Trotzdem sei Wasser in die Ritzen gedrungen und habe für Fäulnis gesorgt. Die Zustand ist so schlecht, dass die Brücke bei der letzten Prüfung im Jahr 2015 nur die Note 3,5, gleichbedeutend mit ungenügend, erhielt. Immerhin muss sie aber nicht sofort gesperrt werden, wie Boddin versicherte. Die Hauptträger sind jedoch von holzzerstörenden Pilzen befallen, durchfeuchtet und teilweise bereits verfault. Das Bauwerk weise somit Schäden auf, die die Verkehrssicherheit und Standsicherheit erheblich beeinträchtigten. Die Dauerhaftigkeit des Bauwerks sei nicht mehr gegeben.

Am Wallgebäude wurde dann bei der Erneuerung vor fast vier Jahren ein gänzlich anderes Konstruktionsmodell gewählt, das auch an der Pferdeschwemme nun zum Einsatz kommen soll: Eine Aluminium-Fachwerktrog-Brücke wird die Holzbrücke ersetzen. Die Nutzbreite zwischen den Geländern beträgt auch zukünftig zwei Meter, die Stützweite 13,30 Meter, wie aus der Verwaltungsvorlage zur Sitzung hervorgeht.

Zwei bis drei Monate Bauzeit

Es handelt sich dabei um keine ganz unwichtige Verbindung für die Erschließung des Hagens und der Innenstadt, vor allem aus touristischer Sicht: Direkt neben der Brücke haben zum Beispiel die Stepenitzkähne ihre Hauptanlegestelle, Gänsetour und Tour Brandenburg verlaufen über sie. Immerhin aber wird der Rundweg im Hagen sehr zur Freude von Spaziergängern, Radlern und Läufern aufgrund dieser Bauarbeiten nicht unterbrochen werden, wie es beim jüngsten Brückenbau der Fall war. Und eine Bauzeit von mehr als einem Jahr wie bei jüngsten gerade abgeschlossenen Bauprojekt wird es wohl auch geben – „trotzdem wird es eine Bauphase geben“, so Boddin. Umgesetzt werden soll das Vorhaben noch in diesem Jahr – als Bauzeit werden in der Beschlussbegründung nur zwei bis drei Monate angegeben. Finanziert wird der Ersatzneubau im Rahmen der Städtebauförderung über das Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Nach derzeitigem Stand belaufen sich die Baukosten auf etwa 90 000 Euro zuzüglich Nebenkosten.

Von Bernd Atzenroth

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