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Prignitz Bauarbeiten am Gemeindehaus begannen
Lokales Prignitz Bauarbeiten am Gemeindehaus begannen
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00:19 21.08.2017
Am Gemeindehaus erfolgt derzeit die Bestandsaufnahme. Die Treppe ist bereits weg. Quelle: Beate Vogel
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Brügge

Ganz große Bewegung ist am Gemeindehaus im Halenbeck-Rohlsdorfer Ortsteil Brügge (Amt Meyenburg) noch nicht zu sehen. Das denkmalgeschützte Backsteingebäude soll bekanntlich für 715 000 Euro von Grund auf saniert werden. Nun steht zwar ein Außengerüst, doch die ersten Arbeiten spielen sich vor allem im Inneren des Gebäudes ab, wie Meyenburgs Bauamtsleiterin Uta Nebert erklärte. „Wir müssen erst einmal eine Bestandsaufnahme vornehmen“, sagte sie.

Von außen sichtbar ist dies am bisherigen Eingangsbereich. Dort wurde die Treppe abgetragen, so dass der Blick ins Fundament mit Feldsteinen und Schüttgut frei liegt. Der Haupteingang soll künftig auf die östliche Seite des Gebäudes verlegt werden (die MAZ berichtete). Die alte Kassettentür dort und die Treppe darunter sind inzwischen von Efeu überwuchert. Der jetzige Eingangsbereich an der Giebelseite soll behindertengerecht ausgebaut werden. Geplant ist auch, dass ringsum die runden Fensterstürze wieder hergestellt werden, die zu DDR-Zeiten heruntergezogen und begradigt worden waren.

Bis 2019 ist Zeit für den Umbau

Für den denkmalgerechten Um- und Ausbau hat die Kommune bis Dezember 2019 Zeit. Das für eine Gemeinde wie Halenbeck-Rohlsdorf sehr umfangreiche Projekt ist nur dank einer Förderung aus dem Leader-Programm möglich. Im Oktober vergangenen Jahres hatte Agrarstaatssekretärin Carolin Schilde den Bescheid über 421 000 Euro in Brüggeübergeben. Das sind 75 Prozent der förderfähigen Kosten.

Das ehemalige Gemeinde- und Schulhaus in Brügge ist ein Backsteingebäude mit Zierelementen im Giebel- und Simsbereich. Es steht auf einem Feldsteinsockel. Das Gebäude ist in einem schlechten baulichen Zustand: In der Vergangenheit wurden ungünstige bauliche Veränderungen am Objekt vorgenommen. Notwendig sind umfangreiche Baumaßnahmen im Außen- und Innenbereich. Es entstehen Gemeinderäume, eine Sanitäranlage und im Dachgeschoss ein Spiel- und Freizeitbereich. Das Gebäude wird komplett barrierefrei. Das Haus wird durch die Senioren des Ortes, Sport- und Kulturvereine, für die Jugendarbeit und Familienfeiern genutzt.

Von Beate Vogel

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