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Prignitz Bauarbeiten an allen Ecken
Lokales Prignitz Bauarbeiten an allen Ecken
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00:20 19.10.2017
Anstehen heißt es in Perleberg: Wegen mehrerer Baustellen sollten Autofahrer im Stadtgebiet deutlich mehr Zeit einplanen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Perleberg

Immer mehr Baustellen sorgen im Stadtgebiet von Perleberg für Ärger und Unverständnis in der Bevölkerung. Neben den andauernden Arbeiten in der Wittenberger Straße und an der Kreuzung Berliner Straße/ Pritzwalker Straße/Bäckerstraße sowie Wilsnacker Straße, kommen in dieser Woche weitere Baumaßnahmen hinzu, die teilweise für Verkehrsbeeinträchtigungen sorgen.

So wird das Stellwerk am Bahnübergang in der Wilsnacker Straße durch die Deutsche Bahn erneuert, doch bis Montagnachmittag gab es noch keine Vollsperrung. Tagsüber soll in der Zeit von 8 bis 18 Uhr die Straße für den Fahrzeugverkehr nicht passierbar sein. Eine Umleitung gibt es nicht. Laut Auskunft aus der Stadtverwaltung ist der Stadtteil „Ost“ dann nur noch über die Berliner Straße oder den Berliner Weg erreichbar. Zuvor kam es zu Arbeiten am Bahnübergang im Eichhölzer Weg. Dort wurde im Laufe des Montags immer wieder kurzzeitig gesperrt aufgrund einer Zugfahrt – die automatische Schrankenanlage war noch nicht eingerichtet.

Technische Störungen verhindern Baustart

Bis voraussichtlich 10. November finden in der Dergenthiner Straße zwischen den Hausnummern 19 und 28 Tiefbauarbeiten statt. Auftraggeber für diese Arbeiten ist der Energieversorger PVU. Der Verkehr wird in diesem Abschnitt halbseitig an der Baustelle vorbeigeleitet. Der gesamte Kreuzungsbereich zur Feldstraße ist mit einer Ampelanlage geregelt. Auch hier müssen die Autofahrer deutlich mehr Zeit einplanen. Außerdem soll die Quitzower Straße in Höhe des ehemaligen Sportplatzes „Kasültenplatz“ zwischen der Kreuzung Hopfenstraße/ Dergenthiner Straße in Richtung Lindenstraße voll gesperrt werden. Bis Montagnachmittag ist diese Beeinträchtigung des Verkehrs allerdings noch nicht realisiert worden. „Hier gab es noch einige technische Störungen“, informiert Bauamtsleiter Hagen Boddin. Ein Datum zum Baubeginn konnte nicht genannt werden. Geplant war eine Vollsperrung bis zum 10. November.

Auf Facebook machen sich die Anwohner indes Luft. „Wo kann man denn bei der Stadt seinen Antrag auf Entschädigung stellen, wenn einen die eigenen Kunden nicht mehr erreichen ein paar Wochen lang?“, heißt es in einem Kommentar. Ein anderer schreibt: „Wer plant denn sowas?“ und „Am besten man geht nur noch zu Fuß“. Scherzhaft wurde kommentiert: „Die Stadt sollte für diese Zeit kostenlos Hubschrauber zur Verfügung stellen“.

Autofahrer in die Irre geleitet

Umleitungen sind kaum mehr möglich und zum Teil gar nicht eingerichtet. Um von einem Stadtteil in den anderen zu kommen sind stellenweise kilometerlange Fahrten notwendig, wo man sonst nur wenige Minuten benötigt. Viele auswärtige und auch heimische Autofahrer werden durch die Sperrmaßnahmen regelrecht in die Irre getrieben. Pkws und Lkws fahren in Sackgassen oder verirren sich in der Innenstadt. Doch die Maßnahmen treffen auch auf geteilte Meinungen. So heißt es auf Facebook auch: „Lieber so, als wenn nichts gemacht wird“.

„Viele der Baumaßnahmen waren lange im Voraus bekannt, wir haben immer rechtzeitig darüber informiert“, sagt Hagen Boddin. „Es sind alles Maßnahmen, die nötig sind“, heiß es weiter. Jeder Antrag durchläuft viele Ordnungsbereiche bis zur Zulassung. Die verkehrsrechtlichen Anordnungen zur Genehmigung kommt immer über die Straßenbehörde des Landkreises, egal ob die Stadt oder jemand anderes die Baumaßnahmen beantragt. Die Stadt prüft. „Momentan haben wir eine Häufung, doch alle Auflagen wurden eingehalten“, entgegnet der Bauamtsleiter.

Von Marcus J. Pfeiffer

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