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Prignitz Bauarbeiten in der Bergstraße
Lokales Prignitz Bauarbeiten in der Bergstraße
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00:17 09.10.2016
Voll gesperrt ist jetzt die Bergstraße in Pritzwalk. Quelle: Atzenroth
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Pritzwalk

Eine der wichtigsten innerstädtischen Verkehrsverbindungen ist jetzt wegen einer Baustelle nicht passierbar: Seit Dienstag ist die Bergstraße ab dem Abzweig Poststraße auf einer Länge von etwa 200 Metern wegen einer Baustelle gesperrt.

Obwohl dies schon vor längerer Zeit angekündigt worden war, sorgte die neue Baustelle in Pritz­walk offenbar durchaus für Chaos. Denn vom Abzweig zur Hainholzmühle aus fuhren manche Verkehrsteilnehmer noch erst in die Sackgasse hinein – nach Angaben von Lesern, die sich in der Redaktion gemeldet hatten, passierte dies sogar einem Bus, der schließlich vor der Baustelle wenden musste.

Leitungen in schlechtem Zustand

Ursprünglich sollten die jetzigen Arbeiten bereits im September beginnen. „Es geht um die Erneuerung der Regenentwässerungsleitungen in diesem Bereich“, sagte Friedhelm Müller, Fachgebietsleiter Bauwesen in der Stadtverwaltung Pritz­walk, der MAZ bereits im August zu den jetzt anstehenden Arbeiten. Die Vorflutleitungen sind zum Teil in sehr schlechtem Zustand und führen zudem über Privatgrundstücke. Einige der Leitungen und Gräben liegen in Grünanlagen.

„Da zu dem abgeleiteten Regenwasser auch noch das Oberflächenwasser kommt, mussten wir eine dauerhafte Lösung finden“, erläuterte der Fachgebietsleiter. Erschwerend kommt hinzu, dass die Bergstraße wie viele andere Straßen in Pritzwalk auch aus mehreren Schichten besteht – über das alte Kopfsteinpflaster war in den sechziger Jahren zunächst Kleinpflaster gelegt worden, bevor später die Asphaltschicht drübergezogen wurde. In der Folge habe sich zwar die Befahrbarkeit der Straßen verbessert, nicht aber deren Tragfähigkeit.

Straße soll stabiler werden

Dieses Manko will man mit der bevorstehenden Baumaßnahme gleich mit beheben. Unter der Bergstraße in Richtung Poststraße befindet sich gar ein so genannter Kriechgang, der im weitesten Sinne entstanden ist, als ein früher dort vorhandener offener Graben mit einem Gewölbe versehen wurde. Dieses tunnelartige Bauelement soll im Zuge der Arbeiten verfüllt werden. Damit erhöhen sich Stabilität und Sicherheit der Straßen.

Die Regenentwässerung in der Bergstraße und den angrenzenden Straßenzügen wurde schon mehrfach in Angriff genommen. Die jetzt anstehenden Arbeiten gehören zum dritten und voraussichtlich letzten Bauabschnitt. Während der Bauarbeiten ist nicht nur eine Vollsperrung der Straße erforderlich, sondern auch eine archäologische Begleitung der Arbeiten. Wegen der hydrologischen Verhältnisse muss die Baustelle per Wasserhaltung trocken gelegt werden.

Von Bernd Atzenroth

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