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Prignitz Bauern schützen seltene Brüter
Lokales Prignitz Bauern schützen seltene Brüter
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15:00 22.03.2018
Es geht auch um Kibitze. Quelle: dpa
Rühstädt

Für eine besondere Naturschutzaktion gibt es jetzt Geld aus Potsdam. Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger überreicht am kommenden Montag in der Verwaltung des Unesco-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe in Rühstädt einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 235 000 Euro an den Prignitzer Landwirtschaftsbetrieb von Krista Dziewiaty.

Der Wachtelkönig ist bedroht. Quelle: Dieter Wend

Die Bestände der im Grünland und auf Äckern brütenden Vogelarten wie Kiebitz, Uferschnepfe, Rotschenkel, Großer Brachvogel, Bekassine und Wachtelkönig sind stark zurückgegangen. Ein Problem ist der sehr geringe Bruterfolg der Vögel im verbleibenden Grünland.

17 Betriebe machen mit

Ins Projekt von Kristina Dziewiaty sind 17 Landwirtschaftsbetriebe einbezogen. Es geht um den Schutz von Gelegen. Diese werden markiert, beim Bestellen der Flächen ausgelassen und zu einem späteren Zeitpunkt bearbeitet. Durch diese vorsichtige Beackerung haben die Landwirte einen Mehraufwand, der über das Projekt ausgeglichen werden soll.

Das Vorhaben kann auf die sehr guten Ergebnisse eines Vorläuferprojekts im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg aufbauen. Von 2012 bis 2017 wurden im Biosphärenreservat die Gelege der Wiesenbrüter geschützt, indem sie von Fachleuten gesucht und den Landwirten gezeigt wurden.

Schutzaktion soll später auch andernorts als Blaupause dienen

Nach Abschluss der Projektlaufzeit sollten die Schutzmaßnahmen möglichst so erprobt sein, dass sie auf andere Regionen übertragbar sind. Im Ergebnis des sollen konkrete Hinweise zur Ausgestaltung einer kontrollierbaren und zielorientierten Agrarumwelt- und Klimamaßnahme vorliegen, die sowohl auf Acker- als auch auf dem Grünland angewendet werden kann.

Der Landwirtschaftsbetrieb Krista Dziewiaty kooperiert mit Umwelt- und Naturschutzverbänden, Landwirtschaftsbetrieben, dem Wasser- und Bodenverband, der Naturwacht, der Biosphärenreservatsverwaltung, der Unteren Naturschutzbehörde und der Staatlichen Vogelschutzwarte.

Von MAZ

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