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Bebauung des Kasültenplatzes in Perleberg

Hohe Erschließungskosten schrecken nicht Bebauung des Kasültenplatzes in Perleberg

Trotz hoher Erschließungskosten hält die Stadt Perleberg fest an einer Bebauung des Kasültenplatzes mit Eigenheimen. Da auf dem ehemaligen Sportplatz kontaminierter Boden gefunden wurde, muss ein kostspieliger Bodenaustausch erfolgen. Im Herbst 2017 könnten die ersten Häuser errichtet werden.

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Einst Sportplatz, bald stehen Eigenheime auf dem Kasültenplatz.

Quelle: Beeskow

Perleberg. Die Stadt Perleberg hält an den Bebauungsplänen für den Kasültenplatz fest. Nach dem Stadtentwicklungsausschuss sprach sich auch der Finanzausschuss für eine Fortführung des Vorhabens aus. Inzwischen liegt eine Machbarkeitsstudie zum erforderlichen Bodenaustausch vor. Der Bebauungsplan war ins Stocken geraten, nachdem auf dem Gelände kontaminierter Boden festgestellt wurde, der nun ausgetauscht werden soll.

Nach der Machbarkeitsstudie soll der Bodenaustausch auf dem gesamten Gelände erfolgen. Die Belastungen des Bodens sind nicht durchgängig und reichen stellenweise 35 bis 60 Zentimeter tief.

Ziel ist es den Bauherren vollkommen altlastenfreie Grundstücke zu verkaufen. Die Kosten sind allerdings erheblich. Sie fallen deutlich höher aus, als bislang angenommen. In den städtischen Haushalt sind bislang 500 000 Euro eingestellt. Diese Summe wird aber nicht ausreichen. Das Bauamt rechnet mit weiteren Kosten. Bauamtsleiter Hagen Boddin geht von 280 000 Euro aus, die im Nachtragshaushalt erst noch aufgenommen und beschlossen werden müssen.

Erschließungskosten 46 Euro je Quadratmeter

Die Erschließungskosten für den Bodenaustausch, Straße, Schmutz- und Trinkwasser, Elektro- und Gasanschlüsse werden erheblich auf dem Grundstückspreis durchschlagen. Mit 46 Euro pro Quadratmeter sind sie angesetzt. Die künftigen Bauherren müssen mit einen Quadratmeterpreis knapp unter 50 Euro rechnen. Das ist mehr als auf anderen Bauplätzen in der Stadt. Im Tannenhof, so berichtete ein Abgeordneter, wurde jüngst ein Bodenpreis von 39 Euro zu Grunde gelegt. Für die Stadt läuft der Verkauf der Grundstücke auf ein Nullsummenspiel hinaus.

Dennoch sprechen sich die Abgeordneten für eine Wohnbebauung auf dem Kasültenplatz aus. Denn die Bauplätze sind knapp in Perleberg, die Stadt selbst kann so gut wie nichts anbieten. Einzig an der Wittenberger Straße in der Nähe des Kreisarchivs können fünf oder sechs Bauplätze zur Verfügung gestellt werden.

Stadtverordnete entscheiden am 7. April

Auf dem Kasültenplatz soll eine Baulandfläche von 16 520 Quadratmetern auswiesen werden. Bei einer Grundstücksgröße von 700 bis 800 Quadratmetern könnten etwa 22 Eigenheime entstehen. Wie Hagen Boddin erklärte, wollen viele Bauherren inzwischen größer Fläche die um die 1000 Quadratmeter groß sind. „Vielleicht werden es auch nur 16 Häuser“, schätzte der Bauamtsleiter.

Sollte die Stadtverordnetenversammlung am 7. April dem Vorhaben zustimmen, könnte daraufhin die Planungsleistung in Auftrag gegeben werden. Die Erschließungsarbeiten könnten im Spätherbst oder im Frühjahr 2017 beginnen. Im Herbst wäre dann eine Bebauung möglich.

Von Michael Beeskow

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