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Prignitz Bedarf an Kita-Plätzen geht dramatisch zurück
Lokales Prignitz Bedarf an Kita-Plätzen geht dramatisch zurück
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00:31 23.05.2015
Der Anblick von Kinder wird in der Prignitz in den nächsten Jahren seltener werden. Quelle: Peter Geisler
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Perleberg

Dass die Bevölkerungsentwicklung in der Prignitz rückläufig ist, ist kein Geheimnis. Mit den gravierenden Folgen, die sich daraus für die Kitas ergeben, befasst sich der neue Kita-Bedarfsplan, den Heike Weise, Sachbereichsleiterin Bereichscontrolling in der Kreisverwaltung, am Montagabend im Jugendhilfeausschuss erstmals vorstellte. Die Analyse macht vor allem eines deutlich: Schon in einigen Jahren könnte der Bedarf an Kita-Plätzen in einigen Einrichtungen nur noch bei 50 oder 60 Prozent des heutigen Stands liegen.

Der neue Kita-Bedarfsplan ist allerdings keine Reaktion auf die demografische Entwicklung im Landkreis, wie Heike Weise deutlich machte. Vielmehr läuft der bisherige Bedarfsplan in diesem Jahr aus und daher ist es erforderlich, einen neuen zu erstellen.

Auf 75 Seiten wird der Bestand an Kitas im Landkreis anhand konkreter Zahlen analysiert – und es wird auch eine Prognose für die Entwicklungen der Kinderzahlen sowie der benötigten Plätze bis ins Jahr 2020 gegeben.

Die Zeit, da der Bedarf an Kita-Plätzen stieg, ist in der Prignitz endgültig vorbei. In den vergangenen fünf Jahren kamen 345 Plätze hinzu. Hintergrund war die Einführung eines Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz auch für die Ein- und Zweijährigen.

Aktuell – Stand 9. April 2015 – stehen 5321 Plätze im Landkreis zur Verfügung. Die Auslastung der Einrichtungen liegt bei 82Prozent. Damit gibt es deutlich mehr Plätze als im Bedarfsplan festgehalten sind. Der alte Bedarf ging bislang von 5063 Plätzen aus, im neuen Plan wird diese Zahl nach unten korrigiert auf 4920 Plätze. Daraus ergibt sich eine höhere Auslastung von gut 88 Prozent.

Heike Weise stellte ein weiteres Absinken der Platzzahlen in Aussicht. Angesichts der rückläufigen Kinderzahlen soll die Zahl der Plätze in den nächsten fünf Jahren auf 4652 abgeschmolzen werden. Wie Heike Weise berichtete, hat dazu bereits eine Gesprächsrunde mit den Trägern der Kitas stattgefunden. Sie wurden dabei über die sich abzeichnende Entwicklung informiert. Die Kitas sind selbst angehalten, ihren Bedarf an Plätzen zu reduzieren. Darüber bestand in der Runde weitgehende Übereinstimmung. Kritik gab es jetzt allerdings von zwei Trägern, die an diesem Gespräch nicht teilgenommen hatten.

Ausschussvorsitzender Bernd Dannemann (Freie Wähler/Pro Prig nitz) sieht es nicht für alle Zeit für gesetzt an, dass Kitas, die jetzt im Kita-Bedarfsplan sind, dort auch bleiben. „Sicherlich wird es nicht ausbleiben, dass mal eine Einrichtung rausfällt.“ Als Richtwert für den Verbleib im Bedarfsplan soll künftig eine Auslastung von 90Prozent gelten. Die Kita würde dann den Betriebskostenzuschuss verlieren. Daniel Krause-Pongratz hielt entgegen, jede Kita habe es ein Stück weit selbst in der Hand, durch die Reduzierung der Plätze auf den erforderlichen Auslastungsgrad zu kommen.

Heike Weise sieht bis 2020 noch einen vergleichsweise allmählichen Rückgang beim Kitaplatz-Bedarf. Dramatisch werde es jedoch danach bis 2030. Die Zahl der bis Sechsjährigen werde dann um die Hälfte absinken.

Von Michael Beeskow

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